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Wie lange ist das RS-Virus ansteckend? Infektionsweg und Inkubationszeit

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Von: Lisa Klein

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Das RS-Virus verbreitet sich von Mensch zu Mensch via Tröpfchen, aber auch über kontaminierte Oberflächen. Wie lange sind Infizierte ansteckend? Es gibt Ausnahmen.

Das RS-Virus breitet sich derzeit in Deutschland aus – die Infektionszahlen steigen. Die Kinderkliniken sind am Limit, die Belastung ist „extrem“. Vor allem für Säuglinge kann das RS-Virus schnell gefährlich werden – ein Stuttgarter Arzt klärte im Gespräch mit echo24.de bereits über die Gefahren für Kinder auf. Doch wie lange ist das RS-Virus eigentlich ansteckend?

RS-Virus verbreitet sich durch Tröpfchen – auch über kontaminierte Oberflächen

An dem „Respiratorischen Synzytial-Virus“ – kurz „RS-Virus“ oder RSV kann prinzipiell jeder erkranken, unabhängig vom Alter. Besonders schwer verlaufen allerdings die Infektionen in den ersten drei Lebensmonaten. Das RS-Virus greift die unteren Atemwege an. Die Symptome von RSV-Infizierten sind teilweise ähnlich wie bei einer Corona-Infektion oder der Grippe – dennoch gibt es Unterschiede, wie echo24.de erklärt.

Der Erreger des RS-Virus gehört laut Lungeninformationsdienst zur selben Virenfamilie (Paramyxoviridae) wie jene, die auch Masern oder Mumps hervorrufen. Das RS-Virus ist weltweit verbreitet. Die Übertragung erfolgt vor allem durch Tröpfcheninfektion und damit von einer infektiösen Person auf eine andere Person. Übertragungen sind aber auch indirekt möglich, zum Beispiel über kontaminierte Hände, Gegenstände oder Oberflächen. Regelmäßiges Händewaschen also nicht vergessen!

Inkubationszeit des RS-Virus liegt bei zwei bis acht Tagen – doch es gibt Ausnahmen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) erklärt: „RSV kann in respiratorischem Sekret 20 Minuten auf Händen überleben, 45 Minuten auf Papierhandtüchern und Baumwollkitteln und bis zu mehreren Stunden auf Einmalhandschuhen, auf Stethoskopen und auf Kunststoffoberflächen“.

Generell beträgt die Inkubationszeit laut RKI zwei bis acht Tage – durchschnittlich fünf Tage. „RSV-infizierte Personen können schon einen Tag nach der Ansteckung und noch vor Symptombeginn infektiös sein“, heißt es. „Die Dauer der Ansteckungsfähigkeit beträgt in der Regel 3–8 Tage und klingt bei immunkompetenten Patienten meist innerhalb einer Woche ab.“ 

Allerdings gibt es Ausnahmen: „Frühgeborene, Neugeborene, immundefiziente oder immunsupprimierte Patienten können das Virus über mehrere Wochen, im Einzelfall über Monate ausscheiden.“echo24.de berichtete bereits, wie sich Kliniken die derzeit rasant steigende Zahl an RS-Virus-Infizierten erklären.

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