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Porsche zahlt Millionen-Bonus - Manager freuen sich über Sonderzahlung

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Von: Dominik Jahn

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Bei Porsche klingeln die Kassen der Manager. Der Autohersteller zahlt Millionen-Bonus. Äußern will man sich bei den Stuttgartern aber nicht zu den Sonderzahlungen.

Bei Porsche konnten sich zuletzt die Mitarbeiter über ein ordentliches Weihnachtsgeld freuen. Das Unternehmen stockte die Auszahlung deutlich auf. Jetzt wird klar, es geht noch mehr. Zumindest für die Manager des Autoherstellers aus Stuttgart.

Auch bei Audi und Mercedes gibt es durchaus wieder Weihnachtsgeld, allerdings sind gerade die Zahlungen in der Führungsetage bei Porsche unerreicht in der Automobilindustrie. Die Mega-Boni hatten sich bereits im September angekündigt.

Börsengang von Porsche sorgt für Millionen-Bonus

In einem Beitrag des „Manager Magazin“ von Mitte des Jahres wird schon über die millionenschweren Sonderzahlungen berichtet. Hintergrund ist der Börsengang von Porsche. Dazu schreibt das Fachmagazin: „Volkswagen- und Porsche-Chef Oliver Blume (54) sowie seinen Porsche-Vorstandskollegen winken bei einem erfolgreichen Börsengang des Sportwagenbauers millionenschwere Aktien-Boni“.

Unternehmen:Porsche
Hauptsitz:Stuttgart
CEO:Oliver Blume (1. Okt. 2015–)
Umsatz:28,7 Milliarden EUR

Demnach ging man damals davon aus, dass Blume „je nach dem Ausgabepreis für die Vorzugsaktien virtuelle Porsche-Aktien für 1,05 bis 3,15 Millionen Euro zugeteilt bekommen, die übrigen Vorstände virtuelle Aktien für 600.000 bis 1,8 Millionen Euro, wie aus dem Börsenprospekt hervorgeht“.

Manager teilweise überrascht von der Sonderzahlung

Wie jetzt die „Stuttgarter Nachrichten“ und „Stuttgarter Zeitung“ aufgrund eigener Informationen berichten, „erhielten Führungskräfte mit dem Novembergehalt nicht nur die 3.000 Euro Bonus, der allen 3.7 000 Beschäftigten des Unternehmens zugesagt wurden, sondern auch fünf-, teilweise sogar sechsstellige Beträge“.

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Im günstigsten Fall könnte sich Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG und der Porsche AG, über eine Zusatzeinnahme von 4,725 Millionen Euro freuen. © dpa/ Michael Probst

Das besondere, laut dem Bericht waren sogar einige Manager aufgrund der dünnen Informationslage bei Porsche, selbst von dem Geldsegen überrascht. Weiter heißt es dazu, dass der Konzern für die zusätzlichen Zahlungen „offenbar einen dreistelligen Millionenbetrag reserviert“ hat.

So erklärt Porsche die Aufteilung der Zahlungen

Aus dem Beitrag geht hervor, dass Porsche wohl „für Bonuszahlungen im Zusammenhang mit dem Börsengang rund 250 Millionen Euro einschließlich anfallender Kosten veranschlagt“. Bei den angekündigten Zahlungen von je 3.000 Euro an die 3.7 000 Mitarbeiter kommt man auf eine Summe von rund 110 Millionen Euro.

Wie und ob der verbleibende Betrag dann die zusätzlichen Ansprüche der unterschiedlichen Managementebenen abdecken soll, dazu wollte sich Porsche gegenüber der „Stuttgarter Nachrichten“ und „Stuttgarter Zeitung“ nicht äußern. Dem zufolge hatte eine Sprecherin des Autoherstellers aus Stuttgart lediglich angegeben, dass der erfolgreiche Börsengang auf der „besonderen Leistung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Porsche-Konzerns“ beruhen würde.

Wie hoch der Bonus ausfällt, würde sich an „typischen Zahlungen für den jeweiligen Mitarbeiter-/Managementkreis“ orientieren. Weiter heißt es Artikel: „Den Hierarchiestufen Teamleiter/Projektmanager, Abteilungsleiter, Hauptabteilungsleiter und Vorstand steht auch ohne Börsengang ein Jahresbonus zu. Nun erhält dieser Kreis einen zweiten Bonus“.

Porsche-Chef Blume könnte über 4 Millionen Euro zusätzlich kassieren

Und auch dieser Bericht nennt noch höhere Zusatzeinkommen aus Anlass des Börsengangs, über die sich der Vorstand um Porsche-Chef Oliver Blume freuen darf. In den nächsten drei Jahren werden ihnen jeweils sogenannte virtuelle Aktien zugeteilt. Demnach gibt es für Blume „im günstigsten Fall eine Zusatzeinnahme von 4,725 Millionen Euro“.

Beim Börsengang hatte der Volkswagen-Konzern laut dem Bericht Ende September Aktien der Porsche AG für 9,4 Milliarden Euro verkauft. Dazu kamen noch weitere 10,1 Milliarden Euro durch die Abgabe von 25 Prozent der Stammaktien plus eine Aktie an seine Muttergesellschaft Porsche SE.

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