Nach Brand im Krefelder Zoo

Polizei zu Todesschüssen auf Gorilla: Waren "verpflichtet"

Nach dem Brand im Affenhaus des Krefelder Zoos steht ein Stofftieräffchen neben Trauerkerzen. Foto: Roland Weihrauch/dpa/Archivbild
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Nach dem Brand im Affenhaus des Krefelder Zoos steht ein Stofftieräffchen neben Trauerkerzen. Foto: Roland Weihrauch/dpa/Archivbild
Bei dem Brand starben mehr als 30 Affen. Foto: Andreas Drabben/dpa/Archivbild
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Bei dem Brand starben mehr als 30 Affen. Foto: Andreas Drabben/dpa/Archivbild
Kerzenmeer vor dem Krefelder Zoo. Foto: Alexander Forstreuter/dpa
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Kerzenmeer vor dem Krefelder Zoo. Foto: Alexander Forstreuter/dpa
Miot einem Schild am Eingang bedankt sich der Krefelder Zoo für die Anteilnahme. Foto: Fabian Strauch/dpa
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Miot einem Schild am Eingang bedankt sich der Krefelder Zoo für die Anteilnahme. Foto: Fabian Strauch/dpa
Das Affenhaus des Krefelder Zoos nach dem Brand in der Silvesternacht. Foto: David Young/dpa
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Das Affenhaus des Krefelder Zoos nach dem Brand in der Silvesternacht. Foto: David Young/dpa

Krefeld (dpa) - Die Polizei hat die tödlichen Schüsse auf einen schwer verletzten Gorilla nach dem Brand im Krefelder Affenhaus als notwendig begründet.

In einer Mitteilung am Mittwoch hieß es: "Unsere Kollegen waren zur Tötung des Tieres durch Kugelschuss nicht nur berechtigt, sondern auch verpflichtet." Die Beamten hätten sich sonst nach dem Tierschutzgesetz strafbar machen können.

Über einen Bericht des Innenministeriums an den Landtag war bekannt geworden, dass ein Polizist am Morgen nach dem Großbrand im Krefelder Zoo einen schwer verletzten Gorilla mit Schüssen aus einer Maschinenpistole hatte töten müssen. Wie der Zoo am Mittwoch mitteilte, hatte eine Tierärztin zwei weitere schwer verletzte Tiere eingeschläfert.

"Bei einem männlichen Gorilla entfaltete das Narkotikum aufgrund der Schwere der Brandverletzungen mit großflächigen Hautschäden nicht seine volle Wirkung, so dass die schnellste Erlösung des Tieres durch Kugelschuss mit Unterstützung der Polizei Ultima Ratio war", so der Zoo. Um welches Tier es sich handelte, sagte der Zoo nicht.

Die Vorgänge seien dem Zoodirektor bereits bei der ersten Pressekonferenz am Neujahrstag bekannt gewesen. "Zum emotionalen Schutz der beteiligten Personen (Tierärztin, Tierpfleger, Polizei) wurde gemeinschaftlich mit den beteiligten Behörden entschieden, diese Informationen nicht zu kommunizieren", so der Zoo am Mittwoch in der Mitteilung.

Der Brand in der Nacht zu Neujahr war laut den Ermittlungen der Polizei durch eine Himmelslaterne ausgelöst worden, die auf dem Dach des Affenhauses gelandet war. Drei Frauen haben gestanden, die Himmelslaternen gestartet zu haben. Gegen sie wird wegen fahrlässiger Brandstiftung ermittelt.

Mitteilung von Polizei und Zoo

Bericht des Innenministers

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