Astronomie

Diese Mondfinsternis ist ein Jahrtausend-Spektakel– hier ist sie zu sehen

  • Lisa Klein
    VonLisa Klein
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Es ist ein Himmelsspektakel, welches wir so nicht mehr erleben werden: Am 19. November findet laut NASA die längste partielle Mondfinsternis des Jahrtausends statt.

In diesem Jahr hat es bereits einige Himmelsphänomene* gegeben: Im April gab es einen Supermond* am Himmelszelt zu sehen, ebenfalls im April einen Sternschnuppenschauer durch die Lydien*, eine partielle Sonnenfinsternis* im Juni, zahlreiche Sternschnuppen-Nächte im August dank der Perseiden* und zuletzt gleich drei Meteorschauer*, von Oktober bis November, wie echo24.de* berichtete.

Nun steht ein weiteres Himmelsspektakel bevor. Sogar ein einzigartiges, welches seit 580 Jahren nicht mehr stattgefunden hat und wir so nicht noch einmal erleben werden. „Mondgucker vereinigt euch! Die längste partielle Mondfinsternis dieses Jahrhunderts wird über Nacht stattfinden und ihren Höhepunkt Anfang 19. November um 4:03 Uhr ET (09:03 UTC) erreichen“, twitterte die Nasa am Donnerstag (18. November).

NASA: Längste partielle Mondfinsternis des Jahrtausends

Eine Mondfinsternis tritt auf, wenn Sonne, Erde und Mond sich so ausrichten, dass sich ein Erdschatten über den Mond legt. Bei einer totalen Mondfinsternis fällt der gesamte Mond in den dunkelsten Teil des Erdschattens, den sogenannten Kernschatten. Bei der Mondfinsternis am 19. November befinden sich bis zu 99,1 Prozent der Mondscheibe innerhalb des Kernschattens der Erde, erläutert die NASA.

Mit einer Dauer von 3 Stunden, 28 Minuten und 23 Sekunden ist die partielle Mondfinsternis am 19. November die längste seit einem Jahrtausend. „Eine längere partielle Mondfinsternis hat es seit dem 18. Februar 1440 (3 Stunden, 28 Minuten, 46 Sekunden) nicht mehr gegeben, und sie wird 648 Jahre lang bis zum 8. Februar 2669 (3 Stunden, 30 Minuten und 2 Sekunden) die längste partielle Mondfinsternis bleiben“, schreibt die NASA.

Doch warum ist diese partielle Mondfinsternis so lang? Laut NASA liegt das an der Geschwindigkeit der Mondumlaufbahn und der nahezu totalen Finsternis. Der Mond befindet sich aktuell in seiner Mondumlaufbahn am erdfernsten Punkt zur Erde, wodurch er sich langsamer um unseren Planeten und durch den Erdschatten bewegt.

Die längste partielle Mondfinsternis des Jahrtausends ist am 19. November zu sehen – allerdings nicht in Deutschland. (Symbolbild)

Längste partielle Mondfinsternis des Jahrtausends – hier ist sie zu sehen

Für uns in Deutschland gibt es allerdings ein Problem: Der Höhepunkt ist nach unserer Zeit um 10:03 Uhr erreicht und somit ist die Mondfinsternis über Deutschland nicht zu sehen – denn es ist erstens hell und der Mond für uns bereits längst untergegangen. Anders sieht es in anderen Teilen der Welt aus. In ganz Nordamerika sowie in großen Teilen Südamerikas, Polynesiens, Ostaustraliens und Nordostasiens ist laut NASA die längste partielle Mondfinsternis des Jahrhunderts am besten zu sehen.

Doch es gibt keinen Grund, traurig zu sein: Wer das Spektakel nicht verpassen möchte, kann sich Live-Aufnahmen der partiellen Mondfinsternis anschauen. Auch nachträglich wird es viele Videos dazu im Internet geben. Im Dezember steht bereits ein weiteres Himmelsspektakel bevor, welches mit etwas Glück auch in Deutschland zu sehen ist: der „Weihnachtsstern“* – ein Komet, welcher kurz vor Weihnachten auf die Erde zurast. Und: Eine lange totale Mondfinsternis wird es schon im kommenden Jahr am 8. November 2022 geben.*echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Rolf Schieren

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