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Russland kämpft mit starken Verlusten – Raketenvorrat bald aufgebraucht

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Von: Helena Gries, Moritz Serif, Tim Vincent Dicke, Daniel Dillmann, Nadja Austel, Christian Stör, Jan-Frederik Wendt

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Russland erleidet im Ukraine-Krieg herbe Verluste. Das Land steht vor einer inneren Zerreißprobe. Der Newsticker.

Damit beenden wir diesen News-Ticker zum Ukraine-Ticker. Die aktuellen Entwicklungen rund um die Verluste, die Russland im Ukraine-Krieg erleidet, entnehmen Sie bitte unserem neuen News-Ticker

+++ 14.50 Uhr: Russland machen die Verluste im Ukraine-Krieg immer mehr zu schaffen. So hat Russland seit Beginn der Invasion am 24. Februar offenbar einen großen Teil seiner Hochpräzisionsraketen verbraucht. Nur knapp 25 bis 28 Prozent der damaligen Menge seien jetzt noch übrig, sagte Oleksij Danilov dem Nachrichtenportal NV. Der Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats der Ukraine bezog sich dabei auf die Geheimdienstdaten der Ukraine. Danilov fügte hinzu, dass die Zeit, in der Russland diese Raketen nicht mehr einsetzen könne, „sich bereits nähert“.

Eine russische Haubitze feuert auf ukrainische Militäreinrichtungen. Das Bild veröffentlichten das russische Verteidigungsministerium am 11. Oktober 2022.
Eine russische Haubitze feuert auf ukrainische Militäreinrichtungen. Das Bild veröffentlichten das russische Verteidigungsministerium am 11. Oktober 2022. © Russian Defense Ministry/Imago

News zum Ukraine-Krieg: Innere Zerreißprobe – Probleme bei Teilmobilmachung

+++ 12.10 Uhr: Die Verluste im Ukraine-Krieg machen Russland schwer zu schaffen. Aus diesem Grund hatte Präsident Wladimir Putin im September eine Teilmobilisierung von 300.000 Soldaten angekündigt. Doch dabei kämpft das russische Militär nach Ansicht unabhängiger Fachleute weiterhin mit großen Problemen. Das Verteidigungsministerium habe „keine angemessenen Bedingungen geschaffen, um den Einsatz eingezogener Männer an der Front einzugliedern und zu verfolgen“, schrieb die Denkfabrik Institute for the Study of War (ISW).

Russische Militärreporter berichteten demnach, dass die Behörden mobilisierte Soldaten an verschiedene Einheiten entsendeten, ohne deren Einsatzorte ordnungsgemäß zu dokumentieren. Daher hätten sich Familien bei der Militärführung beschwert. Zudem würden Männer mit militärischer Erfahrung in Einheiten eingesetzt, die nicht ihren Fähigkeiten entsprächen. Nach Ansicht eines Reporters könnte dies dazu führen, dass Mütter und Ehefrauen Menschenrechtsgruppen gründeten, die „Russland von innen heraus zerreißen werden“.

News zum Ukraine-Krieg: Die Verluste Russlands im Überblick

+++ 10.00 Uhr: Der ukrainische Generalstab hat die Daten zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg aktualisiert. Seit dem 24. Februar sind demnach mehr als 64.000 russische Soldaten bei den Kämpfen in der Ukraine ums Leben gekommen. Russland habe zudem bisher auch zahlreiche Panzer, Hubschrauber und Artilleriesysteme verloren. Alle Daten im Überblick:

Russland schickt Rekruten ohne Vorbereitung an die Front

Update vom Freitag, 14. Oktober, 7.10 Uhr: Immer mehr Rekruten aus Russland kommen an der Front ums Leben. Jetzt wurde auch Aleksey Martynov, ein Abteilungsleiter der Moskauer Stadtverwaltung, in der Ukraine getötet. Dies berichtet das russische Medienportal Meduza. „Er wurde am 23. September eingezogen. In seiner Jugend diente er im Semjonowsky-Regiment [das für die Sicherheit des russischen Präsidenten und des Kremls sorgt]. Er hatte keine Kampferfahrung. Er wurde schon nach wenigen Tagen an die Front geschickt“, sagte Natalya Loseva vom russischen TV-Sender RT.

Am Donnerstag bestätigten russische Behörden den Tod von fünf Rekruten aus der Region Tscheljabinsk ebenfalls an der Front in der Ukraine. Wie der russische Dienst von BBC unter Angaben von Angehörigen der Verstorbenen und ihrer Kameraden berichtet, wurden die neuen Rekruten ohne jegliche Ausbildung in den Krieg geschickt. Die chaotischen Zustände bei der Einberufung halten damit offensichtlich weiter an.

News im Ukraine-Krieg: Munitionslager gesprengt

+++ 20.40 Uhr: Wie das russische Medienportal Meduza berichtet, kam es am Abend in der russischen Stadt Belgorod, unweit der russisch-ukrainischen Grenze zu schweren Explosionen. Das Zentrum für strategische Kommunikation der ukrainischen Streitkräfte teilte mit, dass ein russisches Munitionsdepot gesprengt wurde. Außerdem sei ein Brand in einer Zuckerfabrik ausgebrochen.

Wjatscheslaw Gladkow, der Gouverneur des russischen Gebiets Belgorod, bestätigte kurz darauf, dass ein Munitionslager gesprengt wurde. Seinen Angaben zufolge sei ein Angriff der ukrainischen Streitkräfte die Ursache der Explosion. Es habe keine Verletzten oder Toten gegeben.

News im Ukraine-Krieg: Russischer Kommandoposten in Cherson zerstört

+++ 18.10 Uhr: Die Streitkräfte der Ukraine haben einen russischen Kommando- und Beobachtungsposten in der vorübergehend besetzten Region Cherson zerstört, wie das Kommando „Süd“ auf Facebook mitteilt. „Die Zerstörung von zwei Haubitzen des Kalibers Msta-B 152 und eines Kommando- und Beobachtungspostens eines feindlichen Bataillons im Bezirk Beryslav im Gebiet Cherson wurde bestätigt.“

Zuvor hatte es bereits Informationen über eine mögliche Evakuierung der Region gegeben (siehe Update von 14.55 Uhr). Die pro-russische Verwaltung der Region Cherson hatte von Moskau Hilfe für die Evakuierung von Zivilisten aus dem Gebiet erbeten.

News zum Ukraine-Krieg: Russland erleidet schwere Verluste – Moskau bestätigt Todesfälle

+++ 11.30 Uhr: Erstmals seit dem Beginn der von Kremlchef Wladimir Putin vor drei Wochen angeordneten Teilmobilmachung haben russische Behörden den Tod mehrerer gerade erst einberufener Soldaten in der Ukraine eingeräumt. „Leider hat das Wehramt die Information über den Tod von fünf Einberufenen aus dem Südural bestätigt“, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf die Behörde in der Region Tscheljabinsk. Den hinterbliebenen Familien solle nun zusätzlich zu regulärer staatlicher Unterstützung jeweils eine Million Rubel (16.200 Euro) gezahlt werden, hieß es weiter.

Putin hatte die Einberufung von insgesamt 300.000 Reservisten am 21. September angesichts schwerer Niederlagen russischer Truppen vor allem in der Ostukraine angeordnet. Internationale Beobachter allerdings bezweifeln, dass die Maßnahme für den Kreml eine große Wende bringen wird in dem bereits seit mehr als siebeneinhalb Monaten andauernden Krieg.

News zum Ukraine-Krieg: Russland erleidet mehr als 90.000 „militärische Verluste in der Ukraine“

+++ 10.25 Uhr: Mehr als 90.000 „militärische Verluste in der Ukraine“ soll Russland bereits erlitten haben. Dies berichtet das russische Medienprojekt iStories. „Unwiederbringliche militärische Verluste“ ist eine Kategorie, die Soldaten umfasst, die getötet wurden, vermisst werden, an ihren Wunden gestorben sind oder behindert wurden und nicht mehr in den Militärdienst zurückkehren können.

Diese neue Schätzung liegt nahe an den Zahlen, die das Pentagon und das britische Verteidigungsministerium zuvor genannt hatten. Im vergangenen August schätzte das Pentagon, dass seit Beginn des Krieges 70.000 bis 80.000 russische Soldaten getötet oder schwer verwundet worden waren. Im September erklärte der britische Verteidigungsminister Ben Wallace, dass die Gesamtverluste der russischen Armee 80.000 überstiegen, von denen etwa 25.000 getötet worden sein sollen. Zuvor hatte tagesspiegel.de die Zahlen vermeldet.

News zum Ukraine-Krieg: Weitere schwere Verluste für Russland

Update vom Donnerstag, 13. Oktober, 08.35 Uhr: Russland muss weitere Verluste im Ukraine-Krieg einstecken. Berichten des ukrainischen Einsatzkommandos „Süd“ zufolge habe das ukrainische Militär fünf Munitionsdepots in der Südukraine zerstört. Ukrainische Streitkräfte sollen zudem 36 russische Soldaten getötet und einen Panzer, zwei Tankwagen, zwei gepanzerte Fahrzeuge, drei Artilleriesysteme und vier Hubschrauber zerstört hätten. Wie Kyiv Independent berichtet, haben ukrainische Streitkräfte weiterhin vier russische Kamikaze-Drohnen über der Region Winnyzja und eine in der Region Tscherkassy abgeschossen.

News zum Ukraine-Krieg: Vier russische Kampfhubschrauber abgeschossen

+++ 14.15 Uhr: Russland hat heute Morgen wohl erneut schwere Verluste im Ukraine-Krieg hinnehmen müssen. Binnen 18 Minuten hat die ukrainische Luftwaffe nach eigenen Angaben in der Südukraine mindestens vier russische Kampfhubschrauber abgeschossen. Es soll sich um Hubschrauber des Typs Kamov Ka-52 im Wert von mehreren Millionen US-Dollar handeln. Die Abschüsse ereigneten sich demnach zwischen 8.40 und 8.58 Uhr. Überdies habe die ukrainische Luftwaffe versucht, zwei weitere russische Hubschrauber zu treffen. Die Zahl der bestätigten Abschüsse könnte nach Angaben des Militärs also noch zunehmen.

Schwere Verluste für Russland: Ukrainisches Einsatzkommando meldet Erfolge

+++ 9.03 Uhr: Nach Angaben der selbsternannten Volksrepublik Donezk wurden in den letzten 24 Stunden fünf Menschen verletzt und 17 Häuser durch das Feuer der ukrainischen Streitkräfte beschädigt. Donezk ist eine der besetzten Regionen, die Russland zu annektieren beansprucht hat. Die Volksrepublik Donezk wurde 2014 ausgerufen, und Russland, Syrien und Nordkorea sind die einzigen UN-Mitgliedstaaten, die sie als rechtmäßige Behörde anerkennen. Die Angaben sind nicht von unabhängiger Seite überprüft worden.

Erstmeldung vom Mittwoch, 12. Oktober: Erneut sollen russische Truppen im Süden der Ukraine Verluste an Ausrüstung und Personal erlitten haben. Das teilt das ukrainische Einsatzkommando „Süd“ über Facebook mit. Dort heißt es, dass ukrainische Truppen über 300 Feuereinsätze durchgeführt und dabei zwei russische Gvozdika-Haubitzen mit Eigenantrieb und einen APC angegriffen und beschädigt haben sollen.

Berichten des Kyiv Independent zufolge habe das ukrainische Militär weiterhin ein Munitionsdepot in der Nähe des Dorfes Dudchany in der Oblast Cherson sowie einen Kontrollposten und ein Kommunikationszentrum im Bezirk Sukhanovo zerstört. Die russische Armee soll außerdem mindestens 23 Soldaten an der Südfront sowie ein gepanzertes Fahrzeug und eine Drohne vom Typ Shahed verloren haben, heißt es weiter. (jfw/tvd/dil/cs/hg/mse mit dpa/AFP)

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