Viele Theorien zum Ursprung

Warum der Hase Eier bringt: Überraschende Theorien

  • Julia Thielen
    vonJulia Thielen
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Ostern wäre nichts ohne den Osterhasen. Doch warum gibt es den eigentlich und wieso bringt ausgerechnet ein Hase bunte Ostereier?

Auch 2021 ist Ostern alles anders, als die Menschen in Deutschland und der Welt es sich wünschen würden. Für viele ist Ostern ein Familienfest - doch die Corona-Pandemie macht gemeinsames Feiern vielerorts unmöglich. An Karfreitag und -samstag, Ostersonntag und Ostermontag gelten teilweise strenge Corona-Regeln. Umso wichtiger ist für viele, dass ein Stück Normalität an den Feiertagen eben doch erhalten bleibt.

Und wer könnte dafür besser herhalten als der Osterhase? Gerade für Kinder ist er DAS Symbol für Ostern. Kein Wunder, versteckt er doch oft die wunderschön gefärbten, bunten Ostereier und andere Leckereien. Nur: Warum eigentlich? Schließlich kann ein Hase weder Eier legen, noch ist er für buntes Fell oder erfinderische Verstecksuche bei der Nahrung bekannt. Wie also hat ausgerechnet der Hase so große Berühmtheit erlangt.

Osterhase: Warum ausgerechnet ein Hase bunte Ostereier bringt

Fest steht: Mittlerweile ist der Hase untrennbar mit Ostern verbunden. Als Schokoladenfigur in sämtlichen Geschmacksrichtungen oder als Kostüm fast wie beim Nikolaus - der Osterhase gehört zu den christlichen Feiertagen einfach dazu. Tatsächlich ist die Symbolkraft des Osterhasen durchaus auch mit der Auferstehung Jesu, die zu Ostern gefeiert wird, verbunden. Wie auch die Ostereier steht der Hase metaphorisch für das Leben.

Warum ausgerechnet ein Osterhase die Ostereier bringt.

Das verdankt der Rammler seiner rasanten Vermehrung. Da zu Ostern mit der Auferstehung für die Christen das Fest des Lebens ansteht, scheint der Zusammenhang naheliegend. Tatsächlich ist die Tradition des Osterhasen aber bei weitem nicht so alt. Früher brachten die Eier der Erzählung nach sogar andere Tiere. Darunter vor allem Vögel wie Storch und Henne.

Ostern 2021: Warum der Osterhase die Eier bringt

Heute ist nicht bekannt, warum genau der Hase ins Spiel kam. Spätestens ab dem 19. Jahrhundert etablierte er sich aber endgültig als Osterhase. Es gibt mehrere Theorien, wie es dazu kam.

  • Als Symbol der Fruchtbarkeit wurde der Hase früher auf österlichen Bildbroten gezeigt. In Byzanz war er zudem das Tiersymbol für Christus.
  • Der Gründonnerstag war früher Abgabetag und Zinstermin. Die Schulden wurden oft mit Eiern und Hasen bezahlt.
  • Das Eiersuchen gab es schon vor der Tradition des Osterhasen. Beim Suchen schreckten Kinder weniger Hühner als vielmehr Hasen auf Felder und Wiesen auf. Das könnte den Eindruck erweckt haben, die Hasen hätten zuvor die Eier verteilt.

Neben diesen gibt es etliche weitere Geschichten wie der Hase es in die Ostertradition geschafft hat. Ähnlich wie zum Valentinstag dürfte auch der Osterhase aber seinen Boom weniger den früheren Bräuchen als mehr der Schokoladenindustrie verdanken.

Osterhase: Warum ein Hase bunte Ostereier bringt

Mit den bunten Ostereiern hat die freilich nicht viel zu tun. Das hatte für die Christen zu Ostern tatsächlich eine ganz praktische Bewandtnis. In der Fastenzeit vor Ostern wurden keine Eier gegessen. Um sie haltbar zu machen, kochte man sie deshalb. Eingefärbt wurden die Eier, um unterscheiden zu können, wie alt sie jeweils waren.

Im Laufe der Jahre kamen beim Osterhasen also wohl viele Traditionen und eine starke Symbolik zusammen. Heute macht er in manchen Familien in Sachen Geschenke, Geheimniskrämerei und Überraschung sogar Christkind und Weihnachtsmann Konkurrenz. Hauptsache ist aber vielleicht, dass die Vorstellung vom Eier bemalenden Häschen, dass durchs Oster-Wetter hoppelt und Verstecke sucht auch heute vielen ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Rubriklistenbild: © Ralf Hirschberger/dpa

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