Neue Corona-Studie aus Großbritannien

Omikron: Booster-Impfung verkürzt Dauer der Symptome erheblich

  • Lisa Klein
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Eine Booster-Impfung verkürzt laut einer neuen Studie aus Großbritannien die Dauer der Symptome bei einer Omikron-Infektion erheblich.

Die Omikron-Variante sorgt in Deutschland weiterhin für hohe Infektionszahlen. Auch wenn die Corona-Impfstoffe nicht sonderlich gut vor einer Infektion an sich, mit Virusvarianten wie Omikron oder der Delta-Variante schützen, ist jedoch klar: Die Impfung schützt gut vor schweren Verläufen oder gar einem tödlichen Verlauf. Eine neue Studie aus Großbritannien liefert nun weitere Erkenntnisse zu dem Zusammenhang zwischen der Anzahl an Impfungen und der Dauer der Symptome bei einer Infektion mit der Omikron-Variante oder Delta-Mutante.

Die Ergebnisse wurden am 7. April 2022 in der Fachzeitschrift The Lancet veröffentlicht. Britische Forscher haben herausgefunden, dass die Anzahl der Impfungen erhebliche Auswirkungen auf den Verlauf einer Infektion mit Omikron oder Delta hat: Eine Booster-Impfung verkürzt die Dauer der Omikron-Symptome deutlich.

Omikron: Booster-Impfung verkürzt Dauer der Corona-Symptome erheblich

Die typischen Omikron-Symptome treten bei Infizierten, die bereits eine Booster-Impfung hatten (also dreifach-geimpft sind), in einem deutlich kürzeren Zeitraum auf als bei nur Zweifach-Geimpften. Das haben britische Wissenschaftler bei einer Untersuchung herausgefunden – mithilfe einer App.

Die „ZOE COVID-App“, auch bekannt als „COVID Symptoms Study App“, wurde im Rahmen einer Corona-Forschung in Großbritannien entwickelt. Die ZOE-Covid-Studie wurde vom August 2020 bis März 2022 durch Zuschüsse des britischen Ministeriums für Gesundheit und Soziales unterstützt, heißt es auf der Unternehmensseite von ZOE. In der App können Infizierte ihren Corona-Verlauf genau dokumentieren – welche Symptome wann und für wie lange aufgetreten sind. echo24.de berichtete bereits darüber, wie lange die Inkubationszeit bei Omikron in der Regel ist.

Omikron: App-Daten zeigen – Symptome dauern bei Geboosterten weniger lange an

Die Daten wurden im Rahmen der Covid-Studie von britischen Wissenschaftlern ausgewertet – für die Untersuchung wurden Angaben von rund 63.000 Menschen berücksichtigt. Die Personen erholten sich alle innerhalb von 21 Tagen, die Krankheitsverläufe wurden miteinander verglichen. Untersuchungsgegenstand war, wie lange die Symptome bei Infizierten mit der Delta- oder Omikron-Variante angehalten haben. Auch der Impfstatus wurde bei der Studie beachtet.

Die Studie hat anhand der App-Daten ergeben, dass bei Zweifach-Geimpften die Symptome im Schnitt bei Omikron-Infizierten 8,3 Tage und bei Delta-Infizierten 9,6 Tagen angehalten haben. Bei Geboosterten, also Dreifach-Geimpften, konnten die Wissenschaftler eine geringere Symptom-Dauer feststellen: Omikron-Infizierte hatten im Schnitt 4,4 Tage lang Symptome, Delta-Infizierte 7,7 Tage.

Das bedeutet konkret, dass laut den App-Daten geboosterte Omikron-Infizierte im Schnitt fast vier Tage weniger unter Symptomen litten als Zweifach-Geimpfte, bei den Delta-Infizierten litten die Geboosterten im Durchschnitt beinahe zwei Tage weniger unter Symptomen.

Übrigens: Wer bereits eine Omikron-Erkrankung durchgemacht hat, ist vor einer weiteren Infektion nicht sicher. So schnell und oft können sich Menschen erneut mit Corona infizieren.

Rubriklistenbild: © Maurizio Gambarini/dpa

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