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Omikron-Impfstoff: Biontech-Booster offenbar wirksam gegen Subvarianten

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Von: Peter Kiefer

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Die Pharma-Riesen Biontech und Pfizer haben Daten zu zwei angepassten Corona-Impfstoffen veröffentlicht. Hoffnung im Kampf gegen die Omikron-Variante BA.5?

Neue Hoffnung im Kampf gegen die hochansteckenden und sich auch in Baden-Württemberg schnell ausbreitenden Omikron-Subvarianten BA.4 und BA.5? Zwei Impfstoffe von Pfizer/Biontech gegen das Coronavirus, die auf eine Omikron-Sublinie zugeschnitten sind, haben laut den Herstellern in einer klinischen Studie gute Ergebnisse erzielt. Dabei ging es um die Verwendung der Vakzine als Booster, wie die Unternehmen am Samstag (25. Juni) mitgeteilt haben.

KrankheitCOVID-19 (Corona)
Virus-ErregerSARS-CoV-2
UrsprungChina
Dominierende Omikron-SubvariantenBA.4 und BA.5

Biontech/Pfizer: Neue Impfstoffe auf Omikron-Subvariante BA.1 angepasst

Aber nicht zu früh freuen: Es sei zu beachten, dass die beiden neuen Vakzine auf die in Deutschland gar nicht mehr kursierende Omikron-Sublinie BA.1 angepasst sind und sich die nun veröffentlichten Ergebnisse auch vornehmlich auf den Schutz vor dieser Sublinie beziehen, wie HEIDELBERG24 berichtet.

Eine Biontech-Sprecherin in Mainz (Rheinland-Pfalz) sagte auf dpa-Anfrage, noch seien keine Daten veröffentlicht, wie die angepassten Impfstoffe gegen die aktuell vorkommenden Omikron-Sublinien wie BA.4 und BA.5 im Vergleich zum bestehenden Vakzin abschneiden.

Omikron-Impfstoff von Biontech: Booster mit starker Immunreaktion

Einer der nun getesteten Impfstoffe besteht nur aus auf BA.1 angepassten Komponenten, der andere sei ein Mix aus dem angepassten und dem bestehenden Mittel.

Probanden, die als Booster einen angepassten Impfstoff erhalten hatten, hatten danach „deutlich höhere neutralisierende Antikörperreaktionen“ gegen die Omikron-Sublinie BA.1 als beim bisherigen Biontech/Pfizer-Impfstoff, heißt es in der Mitteilung.

Biontech: Über 1.200 Probanden bei Studie zu neuen Omikron-Impfstoffen

Insgesamt machten an der Studie 1.234 Teilnehmer im Alter ab 56 Jahren mit. In vorläufigen Laborstudien konnte den Angaben zufolge gezeigt werden, dass beide angepassten Impfstoffe auch Viren der Sublinien BA.4 und BA.5 ausschalten können, wenn auch in geringerem Umfang als bei BA.1. „Pfizer und Biontech werden in den kommenden Wochen weitere Studiendaten zu den Omikron-Varianten BA.4/BA.5 erheben“, hieß es weiter.

Omikron-Booster: Prüfverfahren bei EMA läuft bereits – auch für neues Moderna-Vakzin

Die Daten werden unter anderem der EU-Arzneimittelbehörde EMA (European Medicines Agency) zu Verfügung gestellt, bei der bereits ein Prüfverfahren läuft. Die EMA prüft zudem einen angepassten Impfstoff des US-Herstellers Moderna. Bisher ist noch kein Impfstoff in der EU zugelassen, der auch auf Varianten des Coronavirus zielt. (dpa/pek)

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