Nachts auf einem Radweg

Nach Beiss-Attacke auf Junge (3): Vermutlicher Kampfhund nicht registriert

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Der Hund riss sich in Oberstenfeld in Baden-Württemberg von seinem Besitzer los und attackierte ein Kind.

Der Hund riss sich in Oberstenfeld in Baden-Württemberg los und attackierte ein Kind, das durch einen Biss ins Gesicht schwer verletzt wurde. Bilder lassen vermuten, dass es sich bei dem Tier um einen Listenhund handelt - der nicht registriert wurde.

Update vom 2. August: Nach dem fürchterlichen Angriff auf einen kleinen Jungen in Baden-Württemberg wird nun darüber diskutiert, wie gefährlich der Hund ist - und was mit ihm geschehen wird. Nach Angaben von stimme.de handelt es sich bei dem Tier um einen American Staffordshire Terrier - ob Mischling oder sogar reinrassig, ist unklar. Das Tier hätte damit angemeldet und als Listenhund geführt werden müssen. Denn: Diese Hunde werden vom Gesetz als gefährlich oder potenziell gefährlich eingestuft.

Die Haltung von American Staffordshire Terrier unterliegt damit strengen Regeln. Doch eine entsprechende Erlaubnis zur Haltung des Hundes sei in Beilstein, wo der Besitzer des Tiers lebt, nie eingeholt worden. Zum Zeitpunkt der Attacke war der Hund mit dem Bruder des Besitzers unterwegs. Gegen ihn wird nun wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

Nach Hunde-Attacke: PETA fordert Hundeführerschein

Update vom 1. August, 18 Uhr: Nach der Hunde-Attacke auf einen dreijährigen Jungen in Oberstenfeld am Dienstagabend meldet sich nun auch die Tierschutzorganisation PETA zu Wort. Sie fordert einen Hundeführerschein in Baden-Württemberg. Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA, sagt laut einer Pressemitteilung: "Viele Halter können ihre Vierbeiner nicht richtig einschätzen. Somit ist die wahre Ursache für Beißattacken bei ihnen zu suchen – nicht beim Tier."

Der Hundeführerschein, der in Niedersachsen Pflicht ist, sieht einen Theoriekurs und ein Praxisseminar für angehende Hundehalter vor. Darin soll Wissen über eine tiergerechte Haltung und Aspekte der Kommunikation und Bedürfnisse von Hunden vermittelt werden. Hoger: "Dass die Hündin den Jungen ungehindert angreifen und schwer verletzen konnte, war fahrlässig und verantwortungslos."

Oberstenfeld: Hund reißt sich los und fällt dreijähriges Kind an

Meldung vom 1. August, 13.20 Uhr: Am Dienstagabend ereignet sich auf einem Radweg zwischen dem Freibad Oberstenfeld und Beilstein ein furchtbarer Beißvorfall. Wie echo24.de* berichtet, war gegen 22 Uhr ein dreijähriger Junge mit Angehörigen zu Fuß unterwegs - als ihnen ein 25-jähriger Radfahrer begegnete, der mit seiner Mischlingshündin unterwegs war. Eine folgenschwere Begegnung!

Denn: Der 14 Monate alte Hund riss seinen Besitzer vom Fahrrad - und biss das kleine Kind direkt ins Gesicht! Der Junge wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht und dort behandelt.

Der Mischling wurde nach dem Beißvorfall von der Polizei beschlagnahmt und von Mitarbeitern der Tierrettung Unterland in das Heilbronner Tierheim gebracht. Im Gespräch mit echo24.de erklärt Jan Franke von der Tierrettung Unterland, wie es mit dem Tier weitergehen wird: "Der Hund muss vom Veterinäramt angesehen werden und einen Wesenstest machen." Dann wird alles Weitere entschieden.

Nach Beiß-Attacke in Oberstenfeld: Hund sah Kind als Bedrohung an

Doch weshalb hat die 14 Monate alte Mischlingshündin überhaupt zugebissen? "Der Hund hat nachts im Dunkeln das Kind im Vorbeigehen als Bedrohung angesehen und attackiert", erklärt Franke. Ganz anders das Verhalten, als die Tierrettung dazu kommt: "Der Hund war beim Abholen absolut friedlich. Goldig, er wollte sogar spielen."

*echo24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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