1. echo24
  2. Welt

Novavax: In welchen Ländern der Impfstoff kurz vor der Zulassung steht

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Dominik Jahn

Kommentare

Eine Spritze wird mit Novavax aufgezogen.
Der neue Impfstoff von Novavax könnte bald in der EU zugelassen werden. © Tomislav Miletic/dpa

Novavax wartet auf die EU-Zulassung. Nicht nur Deutschland gibt sich optimistisch für eine schnelle Freigabe des Impfstoffs.

Geht es jetzt dann doch ganz schnell? Noch wartet Novavax auf die Zulassung durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA). Am Donnerstag gab es allerdings bereits Meldungen, wonach eine Entscheidung schon am 20. Dezember fallen könnte. Auch der Totimpfstoff von Valneva befindet sich im Rolling-Review-Verfahren der EMA für die EU-Freigabe. In zahlreichen anderen Ländern steht Novavax vor der Markteinführung.

Der proteinbasierte Impfstoff von Novavax ist bereits in Indonesien und auf den Philippinen zugelassen. Mit zahlreichen weiteren Ländern bestehen schon Vorverträge über Millionen Dosen des Vakzins. Ähnlich schnell wie in Indonesien und auf den Philippinen soll es jetzt auch für die Vereinigten Arabischen Emiraten gehen.

Novavax-Impfstoff: Hier wurde Antrag auf Notfall-Zulassung gestellt

Der US-Biopharmakonzern Novavax hat für seinen Impfstoff eine Notfall-Zulassung beantragt. Auf der Unternehmensseite heißt es dazu: „Novavax beantragt den Notfalleinsatz des COVID-19-Impfstoffs in den Vereinigten Arabischen Emiraten.“ Stanley C. Erck , President und Chief Executive Officer von Novavax erklärte dazu: „Das schnelle Aufkommen und die anhaltende Verbreitung von Varianten ist eine starke Erinnerung daran, dass niemand im Kampf gegen COVID-19 sicher ist, bis alle sicher sind.“

Wie der Hersteller außerdem schreibt, habe man für Novavax weitere Zulassungen in Großbritannien, Australien, Neuseeland, Kanada und Singapur alle entscheidenden Daten eingereicht. Des Weiteren hat das US-Unternehmen seinen Corona-Impfstoff „für die Notfallliste bei der Weltgesundheitsorganisation“ eingereicht.

Ja zu Japan: Novavax stellt Zulassungsantrag für Corona-Impfstoff

Und auch für Japan hat Novavax inzwischen laut eigenen Angaben vom 15. Dezember einen Antrag eingereicht. Dazu heißt es: „Takeda reicht Antrag für TAK-019/NVX-CoV2373, den ersten proteinbasierten COVID-19-Impfstoffkandidaten für NDA, beim japanischen Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales (MHLW) ein“.

Takeda Pharmaceutical Company Limited (Takeda) ist das Partner-Unternehmen von US-Hersteller Novavax. Zum gestellten Antrag erklärte Stanley C. Erck, President und Chief Executive Officer von Novavax es sei ein weiterer wichtiger Schritt, um „einen breiten globalen Zugang zu unserem proteinbasierten COVID-19-Impfstoff sicherzustellen“. Wichtig sei dafür auch die Zusammenarbeit mit Takeda: „„Unsere Partnerschaft mit Takeda spiegelt unser gemeinsames Engagement für eine unermüdliche Zusammenarbeit bei der Bereitstellung eines COVID-19-Impfstoffs wider, der auf einer gut verstandenen Impfstoffplattform aufbaut.“

Novavax: Österreich gibt sich sehr optimistisch für schnelle Zulassung

Sehr optimistisch zeigt man sich auch in Österreich. Die aktuelle Regierung geht von einer Zulassung für Novavax für die EU noch deutlich vor Weihnachten aus. Auf einer Pressekonferenz erklärte Katharina Reich, Generaldirektorin für die öffentliche Gesundheit, man erwarte die Zulassung noch in dieser Woche.

Irritationen gab es zuletzt in Deutschland über die korrekte Zuordnung von Novavax. Die Bezeichnung Totimpftstoff sei laut Experten falsch. Anders als bei Valneva, der in seiner Herstellung als Ganzvirusimpfstoff in diese Gruppe zählt. Und auch bei einer großen Booster-Studie mit allen bisher relevanten Impfstoffen war das Vakzin aus Amerika beteiligt.

Auch interessant

Kommentare