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Novavax und Valneva: Studien, Vergleiche und ein Impfstoff im Vorteil

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Von: Dominik Jahn

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Valneva Sweden
Novavax und Valneva im Vergleich: So unterscheiden sich die Corona-Impfstoffe. © Henrik Montgomery/TT/dpa

Studie zu Novavax und Valneva: Beide Vakzine können bei wichtigen Tests im Vergleich durchaus überzeugen - der Aufbau unterscheidet sich.

Gerade auf Totimpfstoffen und ihrer Wirkung liegt im Kampf gegen Corona große Hoffnung. Zahlreichen Impfskeptikern fehlt es oft am notwendigen Vertrauen für die mRNA-Impfstoffe wie Biontech, Moderna oder den Vektor-Impfstoffen von AstraZeneca und Johnson & Johnson. Mit den Vakzinen von Novavax und Valneva könnte jetzt für einige Zweifler eine neue Tür aufgehen. Doch wie schneiden die Impfstoffe im Vergleich ab?

Bei der Einordnung von Novavax und Valneva muss man etwas genauer hinschauen. Oft werden beide als Totimpfstoffe bezeichnet. Experten haben diese Kategorisierung bereits vehement kritisiert. Der Aufbau von Valneva - ein klassischer Totimpfstoffes - basiert auf kompletten inaktivierten Corona-Viren. Novavax dagegen arbeitet auf proteinbasierter Basis und stellt Teile des Spike-Proteins künstlich her. Daher ein proteinbasierter Impfstoff.

Nachteil für Novavax: Valneva mit „breiterer Immunantwort“

Der kleine aber feine Unterschied, der Valneva im Gegensatz zu Novavax zu einem - laut Definition - klassischen Totimpfstoff macht, lässt Experten einen Vorteil beim französischen Hersteller sehen. Wie in der Apotheken Umschau beschrieben, konfrontiert das Vakzin den Körper mit allen Teilen des Coronavirus. „Der Körper kann dann dagegen eine Immunantwort bilden“.

mRNA-Impfstoffe

Die mRNA-Impfstoffe enthalten den Bauplan für einen bestimmten Bestandteil des Virus. Dieser Bauplan wird künstlich hergestellt und besteht aus mRNA. Die Körperzellen nehmen die mRNA auf, lesen den Bauplan ab und produzieren das Spike-Protein. Das Immunsystem wird aktiviert und es werden Antikörper gebildet.

Bei Novavax sei dagegen eben „nur ein Eiweiß des Virus, das Spike-Protein“ enthalten. Professor Christian Bogdan, Mitglied der Ständigen Impfkommission und Direktor des Mikrobiologischen Instituts am Universitätsklinikum Erlangen erklärt in dem Beitrag dazu: „Im Vergleich zu den Impfstoffen, die nur auf das Spike-Protein abzielen, löst ein Ganzvirusimpfstoff eine breitere Immunantwort aus. Die Immunantwort richtet sich dann nicht nur gegen das Spike-Protein, sondern gegen weitere Viruskomponenten.“

Novavax und Valneva: Weitere Vergleiche und Nebenwirkungen

Zuletzt gab es zu beiden Impfstoffen Vergleiche mit mRNA- oder Vektor-Impfstoffen. So wurden Novavax und Biontech gegenübergestellt. Das Vakzin des US-Herstellers zeigte dabei überzeugende Werte. Bei Valneva setzte das französische Biotechnologieunternehmen gleich selbst in der wichtigen Phase-III-Studie auf einen Vergleich mit AstraZeneca. Für den Totimpfstoff zeigte sich gerade bei den Antikörpern ein guter Wert.

In den entsprechenden Studien zu Novavax wurde auch auf die Folgen geachtet. Nebenwirkungen wurde allerdings dennoch bei den Tests festgestellt. Allerdings im verträglichen Maße. Auch bei Valneva machten sich nach der Injektion einige Folgen bemerkbar. Die Mediziner zeigten sich bisher mit den einzelnen Reaktionen bei den Studien-Teilnehmern aber zufrieden.

Novavax mit Zulassung: Valneva im Rolling-Review-Verfahren

Mitte Dezember 2021 warteten beide Hersteller noch auf die endgültige Zulassung durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) für Europa. Novavax bekam allerdings die Freigabe zum Jahreswechsel. Inzwischen wird darüber diskutiert, welche Personen den Impfstoff bekommen sollen.

Valneva befindet sich im Rolling-Review-Verfahren bei der EMA. Damit kann die Zulassung für den Totimpfstoff beschleunigt werden. Mit den erzielten Studien-Ergebnissen zeigte sich die verantwortliche EU-Kommission durchaus sehr zufrieden. Ende Januar 2022 machte der Hersteller klar, dass man seine Booster-Studie erweitern wird und auch die Wirkung gegen Omikron erneut getestet wird.

Booster-Studie bringt überraschendes Ergebnis für einen Impfstoff.

Die Ergebnisse einer großen Booster-Studie aus dem Dezember zu allen bisher bekannten Impfstoffen für Europa hätten für Valneva und Novavax aber wohl nicht unterschiedlicher ausfallen können. Die erzielten Werte sorgten bei den beteiligten Wissenschaftlern in jedem Fall durchaus für eine Überraschung.

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