Liefertermin für 3,25 Millionen Impfdosen von Novavax noch offen

Impfen mit Novavax: Start für Baden-Württemberg steht fest

Symbolfoto Corona-Impsftoff
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Novavax: Probleme mit Verteilung - feste Impftermine noch fraglich.
  • Dominik Jahn
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Das baden-württembergische Gesundheitsministerium rechnet zu Beginn mit etwa 500.000 Dosen von Novavax.

Update, 2. Februar: Jetzt ist also alles geregelt sein. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) meldet, soll der proteinbasierte Impfstoff Novavax* ab der vierten Februarwoche auch im Südwesten verimpft werden. Wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Stuttgart* erklärte, ist die Auslieferung ab dem 21. Februar geplant.

Mit den Lieferungen starten auch die ersten Impfungen. Für den Anfang rechnet das Ministerium laut dpa mit rund 500.000 Dosen von Novavax. Der Corona-Impfstoff aus den USA ist als fünftes Vakzin durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) zugelassen. Als Proteinimpfstoff basiert er auf einer anderen Technologie, als die mRNA-Impfstoffe von Biontech, Moderna und der Vektorimpfstoff AstraZeneca*.

Trotz der Zulassung weisen Experten dem Bericht zur Folge darauf hin, dass man insgesamt noch nicht so viel über diesen Impfstoff wisse, „wie über die anderen Präparate, die bereits länger breit angewendet werden“. Novavax war bereits Teil einer Booster-Studie*, bei der auch der Totimpfstoff Valneva* mit einbezogen wurde - die Ergebnisse waren durchaus überraschend.

Novavax: Probleme mit Verteilung? Feste Impftermine noch unklar

Erstmeldung, 25. Januar: Erst Mitte Januar 2022 gab es von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach ein Datum für den Liefertermin von Novavax*. Wie echo24.de berichtet hat, sollen demnach 1,75 Millionen Dosen des Impfstoffes vom US-Hersteller ab dem 21. Februar zur Verfügung* stehen. Doch einen Impftermin bekommt man für das begehrte Vakzin aktuell noch nicht - fast nicht.

Wie jetzt der Sender ZDF in einem Beitrag schreibt, sei es noch unklar, wie die genaue Verteilung der Impfdosen von Novavax für die einzelnen Bundesländer aussieht. Aktuell kann man sich nur in Rheinland-Pfalz ab dem 24. Januar für Impftermine registrieren. Der SWR berichtet von bisher 5.000 Anmeldungen über das Impfportal des Landes.

Novavax: Weitere Lieferung von Impfdosen unklar

Der Rest der Republik bleibt bei der Vergabe von Impfterminen für Novavax noch sehr zurückhaltend. Als einen Grund nennt das ZDF in seinem Bericht die ungenauen Lieferangaben für weitere 3,25 Millionen Dosen des Vakzins aus den USA. Laut Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hofft man auf eine Auslieferung noch im Februar.

Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) äußert sich Jörg Mertz, Kassenärztliche Vereinigung Thüringen zur Termin-Problematik rund um den Impfstoff Novavax: „Solange wir nicht wissen, was wir bekommen, können wir keine Termine in den Impfstellen anbieten.“ Er rechnet mit rund 44.000 Dosen, sollte die Verteilung „gemäß Bevölkerungsanteil auf die Bundesländer“ erfolgen.

Vorgabe für Vergabe: Wer bekommt Novavax?

Ein weiterer Grund für Probleme mit festen Impfterminen sind auch die möglichen Vorgaben für die Vergabe der Novavax-Impfdosen. So könnte es durchaus sein, dass erst Bereiche der lebensnotwendigen Infrastruktur, Krankenhäuser und Feuerwehren an der Reihe sind, schreibt das ZDF.

In Brandenburg soll es demnach eine genaue Priorisierung bei der Vergabe von Novavax geben. Hier sollen dann laut Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher zunächst „alle diejenigen geimpft werden können, für die ab dem 16. März die Impfpflicht gilt, also Pflegekräfte und medizinisches Personal“. Dazu kommen noch die Personen, die als besonders gefährdet gelten.

Novavax kein Totimpfstoff? Experten streiten - Vergleiche mit Valneva und Biontech

Bei Novavax streiten sich immer wieder die Wissenschaftler, ob das Vakzin jetzt ein Totimpfstoff ist, oder nicht. Wie echo24.de bereits im Dezember 2021 berichtet hat, gab es unter anderem von Florian Krammer, Professor für Impfstoffkunde und vom jetzigen Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach heftige Kritik an der Bezeichnung*.

Beide sahen in ihren Aussagen in Novavax keinen klassischen Totimpftsoff*, wie es jetzt das Vakzin von Valneva ist. Der Impfstoff aus Frankreich wartet aktuell noch auf die Zulassung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Interessant fiel auch der direkte Vergleich zwischen Novavax und Valneva* aus. Und auch mit dem mRNA-Impfstoff von Biontech gab es bereits umfangreiche Vergleichsstudien*.  *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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