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Verluste für Russland: Ukrainische Einsatzgruppe „Süd“ meldet Erfolge

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Von: Teresa Toth, Moritz Serif, Tim Vincent Dicke, Daniel Dillmann, Nadja Austel, Vincent Büssow, Jan-Frederik Wendt, Christian Stör

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Die Ukraine fügt Russland schwere Verluste zu. Vor allem die Kämpfe an der Südfront machen Russland schwer zu schaffen. Der News-Ticker.

Dieser News-Ticker wird hiermit beendet. Alle weiteren Neuigkeiten und Entwicklungen im Ukraine-Krieg finden Sie in unserem neuen News-Ticker.

+++ 08.00 Uhr: In den vergangenen Tagen hat die russische Armee verstärkt Drohnen iranischer Bauart vom Typ Schahed-136 auf die Ukraine abgeschossen. Doch den Verteidigern gelingt es immer wieder, diese Kamikaze-Drohnen unschädlich zu machen. Allein im Gebiet Mykolajiw hat die Ukraine über Nacht zwölf Stück abgeschossen. Dies erklärte der Gouverneur des Gebiets Mykolajiw, Vitaliy Kim, unter Berufung auf das ukrainische Einsatzkommando „Süd“.

Update vom Mittwoch, 19. Oktober, 06.30 Uhr: Das ukrainische Militär hat den russischen Streitkräften offenbar erneut schwere Verluste zugefügt. Das ukrainische Operationskommando „Süd“ berichtete am 18. Oktober, dass 84 russische Soldaten bei den Kämpfen an der Südfront getötet worden seien. Zudem habe die Armee einen Panzer, zwei großkalibrige Haubitzen, drei gepanzerte Fahrzeuge und drei Munitionsdepots im Beryslavskyi-Bezirk des Gebiets Cherson und in den Bashtanskyi-Bezirken des Gebiets Mykolajiw zerstört.

Ukrainische Soldaten stehen auf einem Panzer in der Nähe des kürzlich zurückeroberten Dorfes Borowa im Osten der Ukraine.
Ukrainische Soldaten stehen auf einem Panzer in der Nähe des kürzlich zurückeroberten Dorfes Borowa im Osten der Ukraine. © Francisco Seco/dpa

+++ 20.50 Uhr: Der erst kürzlich neu eingesetzte Kommandeur der russischen Ukraine-Offensive sieht die Lage vor Ort für Russland als kritisch an. „Die Lage im Gebiet der militärischen Spezialoperation kann als angespannt bezeichnet werden“, sagte General Sergej Surowikin, der nun seit zehn Tagen für den Einsatz verantwortlich ist. Einem russischen Staatssender gegenüber äußerte er: „Der Feind gibt seine Versuche, die Stellungen der russischen Truppen anzugreifen, nicht auf.“

Surowikin sagte weiter, dass die russische Armee derzeit die Evakuierung von Zivilisten aus der südukrainischen Stadt Cherson vorbereite. Die dortige, von Russland eingesetzte Verwaltung hatte dies vor kurzem eigens erbeten. Die Gegenoffensive der ukrainischen Armee in Cherson konnte in den letzten Wochen immer weiter voranrücken.

News im Ukraine-Krieg: Russische Armee bereitet Evakuierung von Cherson vor

+++ 18.28 Uhr: Die Streitkräfte der Ukraine haben drei russische Munitionslager im Süden der Ukraine zerstört und neue Angriffe auf russische Stellungen gestartet. Der Pressedienst des Kommandos „Süd“ der ukrainischen Streitkräfte teilt mit: „Die ukrainischen Streitkräfte haben (…) ein Mehrfachraketen-System, ein gepanzertes Fahrzeug, eine 122-Kaliber-Schlepphaubitze und drei Munitionslager zerstört“.

Zuvor hätten die russischen Angreifer etwa sieben Saboteure in das befreite Dorf Tryfonivka (Gebiet Cherson) geschickt, die jedoch von den Streitkräften der Ukraine zum Rückzug gezwungen wurden.

Ukraine-Krieg: Ukraine wehrt Russland ab und tötet Hunderte Soldaten

+++ 17.09 Uhr: Die Ukraine hat Russland weitere Verluste zugefügt. Laut Verteidigungsministerium seien 35 unbemannte Flugdrohnen zerstört worden.

+++ 16.18 Uhr: Russlands Industrie kann nach Einschätzung von Fachleuten wegen der westlichen Sanktionen kaum noch Nachschub liefern. Moskau kauft die Waffen deshalb nun im Iran ein: Mohadscherr-6, eine Beobachtungs- und Angriffsdrohne, sowie Schahed-136, eine Kamikaze-Drohne mit einer Reichweite von bis zu 2.500 Kilometern.

Schwere russische Verluste im Ukraine-Krieg: Kreml verliert Kampffahrzeuge

+++ 14.44 Uhr: Russland hat immer noch mit schweren Verlusten im Ukraine-Krieg zu kämpfen. Laut des ukrainischen Verteidigungsministeriums hat der Kreml im Vergleich zum Vortag 14 gepanzerte Kampffahrzeuge und 23 Artilleriesysteme verloren.

News zum Ukraine-Krieg: Russland mit schweren Verlusten

+++ 13.54 Uhr: Weiterhin muss Russland in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine schwere Verluste hinnehmen. Ukrainischen Angaben zufolge haben die eigenen Kämpfer einen feindlichen Kampfjet vom Himmel geholt. „In der Region Cherson schoss eine Einheit der Flugabwehrraketenbrigade Cherson des Luftkommandos ‚Süd‘ gegen 9 Uhr ein russisches Su-25-Kampfflugzeug ab“, hieß es in einem Beitrag auf Telegram. Außerdem habe man fünf Kamikaze-Drohnen iranischer Produktion zerstören können.

News zum Ukraine-Krieg: Russische Angriffe abgewehrt

+++ 11.39 Uhr: Die Ukraine hat eigenen Angaben zufolge russische Angriffe in mehreren Regionen abgewehrt. „In den vergangenen 24 Stunden haben Einheiten der Verteidigungskräfte Angriffe der Besatzer außerhalb der Siedlungen Berestove (Region Charkiw), Bakhmutske, Ivanhrad, Klishchiivka, Pervomaiske und Marinka (Region Donezk) abgewehrt“, hieß es in einem Bericht des ukrainischen Generalstabs.

Die russische Armee beschieße die Ukrainer entlang der gesamten Front, rüste Verteidigungsstellen aus und führe Luftaufklärung durch, teilte der Generalstab weiter mit. Dabei würden die Russen „unter Verletzung des humanitären Völkerrechts“ kritische Infrastruktur sowie zivile Häuser bombardieren.

News zum Ukraine-Krieg: 530 weitere russische Soldaten getötet

+++ 10.03 Uhr: Eigenen Angaben zufolge haben die ukrainischen Streitkräfte innerhalb eines Tages 530 russische Soldaten getötet. Dies teilte das Verteidigungsministerium in Kiew mit. Demnach stieg die Gesamtzahl der Gefallenen aus Russland seit Beginn des Angriffskriegs auf 65.850. Zudem seien unter anderem sechs Mehrfachraketenwerfer, elf Panzer sowie ein Luftabwehrsystem zerstört worden.

News zum Ukraine-Krieg: Vier Russen in Norwegen festgenommen

Update vom Dienstag, 18. Oktober, 07.25 Uhr: In Norwegen sind erneut vier Russen festgenommen worden, die unerlaubt Fotos von verschiedenen Objekten gemacht hatten. Drei Männer und eine Frau seien am vergangenen Donnerstag im Norden Norwegens festgenommen worden, teilte die örtliche Polizei am Montag (17. Oktober) lauf AFP mit. Sie seien in einem Wagen mit russischem Kennzeichen unterwegs gewesen.

Bei den Vieren sei umfangreiches Fotomaterial beschlagnahmt worden, sagte der Polizeibeamte Gaute Rydmark dem Sender TV2. Die vier Russen hätten aber bestritten, etwas Verbotenes getan zu haben, und sich stattdessen als einfache Touristen ausgegeben. Sie waren nach Erkenntnissen der norwegischen Polizei Ende September oder Anfang Oktober über Finnland nach Norwegen eingereist.

Bereits in der vergangenen Woche waren in Norwegen bei unterschiedlichen Vorfällen zwei Russen festgenommen worden, die Drohnen eingesetzt und teils Fotos von Bell-Hubschraubern des norwegischen Militärs gemacht hatten. In Norwegen waren zuletzt immer wieder Drohnen an Anlagen der Energie-Infrastruktur gesichtet worden, unter anderem an Offshore-Öl- und Gasplattformen. Diese Vorfälle und die Sabotage an den Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 in der Ostsee haben das Land dazu veranlasst, die Sicherheitsvorkehrungen zu erhöhen.

+++ 22.40 Uhr: Das Luftwaffenkommando „Zentrum“ schoss nach einem Bericht der Ukrainska Pravda gegen 21.00 Uhr Ortszeit acht iranische Shahed-136 Kamikaze-Drohnen ab. Das Nachrichtenportal beruft sich auf Angaben des Pressedienstes der ukrainischen Luftwaffe. „Sechs dieser Flugkörper wurden von Kampfflugzeugen, Luftabwehreinheiten und mobilen MANPADS-Feuergruppen abgeschossen. Weitere zwei Shahed-136 [Drohnen] wurden von Flugabwehrkanonieren der Bodentruppen abgeschossen“, teilte der Pressedienst mit.

News zum Ukraine-Krieg gegen Russland: Ukraine schießt weitere Drohne ab

+++ 19.10 Uhr: Am Abend war laut Informationen der Ukrainska Pravda im ukrainischen Odessa eine Explosion zu hören. Die Luftschutzsirenen wurden sowohl in der Stadt als auch im Gebiet Odessa aktiviert. Der Sprecher der Militärverwaltung des Gebiets, Serhii Bratchuk, teilte auf Telegram mit, dass eine Shahed-136-Drohne über der Stadt abgeschossen wurde. Die russische operativ-taktische Drohne, die auf Odessa gerichtet war, sei von ukrainischen Luftabwehrkräften über dem Meer zerstört worden.

+++ 16.15 Uhr: China und Russland gelten als Verbündete, auch im Ukraine-Krieg. Überraschenderweise werden vonseiten Pekings jetzt militärische Verluste Russlands hervorgehoben.  In einem Artikel des Nachrichtenportals China Daily, das von der Kommunistischen Partei Chinas kontrolliert wird, erschien ein Leitartikel, der die Verluste Moskaus thematisiert. Darin ist unter anderem von „entmutigenden“ Verlusten Russlands im Ukraine-Krieg die Rede.

News zum Ukraine-Krieg: Russland verliert erneut Drohnen

+++ 14.15 Uhr: Russland hat auch heute wieder die Ukraine mit Drohnen angegriffen. Allerdings scheinen die Verteidiger viele Drohnen auch zerstört zu haben. Nach eigenen Angaben hat das ukrainische Militär seit Sonntagabend (17. Oktober) insgesamt 37 russische Drohnen abgeschossen. Damit seien rund 85 Prozent der Drohnen, die bei den jüngsten Angriffen zum Einsatz gekommen seien, vernichtet worden.

News zum Ukraine-Krieg: Russische Zwangsrekruten beklagen Zustände

+++ 12.15 Uhr: Für Russland läuft der Ukraine-Krieg vor allem am Boden sehr schlecht. Die Verluste, die die russische Armee erleidet, sind enorm hoch (s. Update v. 10.15 Uhr). Mit der Teilmobilmachung versucht Präsident Wladimir Putin, das Blatt zu wenden. Doch es gibt Probleme mit der Kampfmoral. Ein nun veröffentlichtes Video zeigt, wie miserabel die Zustände in der Armee wirklich sind. „Wir müssen uns selbst durchschlagen“, klagt ein Zwangsrekrut an. „Es ist schrecklich.“

+++ 10.15 Uhr: Die Zahl der in der Ukraine getöteten russischen Militärangehörigen ist nach neuesten Schätzungen aus Kiew inzwischen auf knapp 65.320 gestiegen. Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs sind alleine in den vergangenen 24 Stunden etwa 320 russische Soldaten gefallen. Zudem seien acht russische Panzer, 17 Drohnen und zahlreiche weitere Militärfahrzeuge zerstört worden.

News zum Ukraine-Krieg: Russische Panzer zerstört - Drohnen abgefangen

Update vom Montag, 17. Oktober, 8.59 Uhr: Obwohl die ukrainische Gegenoffensive derzeit stockt, melden die Streitkräfte des Landes immer wieder einzelne Verluste vonseiten Russlands. So sollen am Sonntag (16. Oktober) 50 Soldaten getötet und zwei Panzer zerstört worden sein. Dies habe das Operationskommando Süd der Ukraine mitgeteilt, wie das ukrainische Nachrichtenportal Kyiv Independent berichtet.

Außerdem sollen am selben Tag innerhalb von einer Stunde neun Kamikaze-Drohnen von Russland zerstört worden sein. Dies meldet das Portal Ukrainska Pravda unter Berufung auf die Luftstreitkräfte der Ukraine. Nur kurze Zeit darauf sprach Bürgermeister Klitschko bei Angriffen auf Kiew ebenfalls von „Drohnenangriffen“. In der Hauptstadt habe es Explosionen gegeben.

+++ 22.05 Uhr: Die Ukraine hat Russland im Krieg laut Verteidigungsministerium Verluste zugefügt. Insgesamt habe man 268 Flugzeuge und 242 Hubschrauber zerstört, so das Ministerium.

Verluste im Ukraine-Krieg: Russland holt Soldaten von der Straße

+++ 20.49 Uhr: Russland muss wegen der steigenden Verluste mittlerweile Menschen buchstäblich von der Straße holen und in den Krieg schicken. Darüber berichtete die Washington Post.

+++ 18.28 Uhr: Seit Ausbruch des Kriegs mit der Ukraine muss Russland weiterhin Verluste verzeichnen. Laut des ukrainischen Verteidigungsministeriums sollen mittlerweile insgesamt 2529 Panzer des Kremls zerstört worden sein.

+++ 16.39 Uhr: Russland verliert immer mehr Soldaten im Krieg gegen die Ukraine, wie die ukrainische Verteidigungsministerin Hanna Maliar bekannt gab. Andere Fachleute gehen davon aus, dass die zunehmenden Verluste die Soldaten psychologisch beeinträchtigen könnte.

Verluste im Ukraine-Krieg: Russland verliert Waffen und Ausrüstung

+++ 15.46 Uhr: Russische Truppen versuchen, alle verfügbaren Kräfte zu versammeln, um im Süden der Ukraine eine Front zu bilden. Nataliia Humeniuk, Presseleiterin der Verteidigungskräfte der Südukraine, zufolge, sei die Lage zwar „ziemlich angespannt“, die russische Armee habe allerdings große Schwierigkeiten mit der Versorgung von Waffen und Ausrüstung.

Die Situation der russischen Truppen in Bezug auf Ausrüstung und Waffen ist laut Humeniuk sehr kritisch, da ein Großteil der Reserven über die Krim-Brücke abgezogen wurde. Das russische Militär „leiden wirklich unter dem Mangel an Ausrüstung, Munition und militärischer Ausrüstung.“

Ukraine-Krieg: Russland meldet 16 Explosionen in russischer Stadt

+++ 13.46 Uhr: Die staatliche russische Nachrichtenagentur RIA Novosti berichtet, dass in der russischen Stadt Belgorod, die rund 50 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt liegt, 16 Explosionen zu hören waren. Nach Angaben von Wjatscheslaw Gladkow, dem Gouverneur der russischen Oblast Belgorod, wurden bei dem Anschlag zwei Menschen verletzt. Einen Tag zuvor, am Freitag (15. Oktober), war in Belgorod nach einem Beschuss ein Feuer in einem Öldepot ausgebrochen. Laut Gladkov wurde ein Munitionslager durch ukrainische Streitkräfte in die Luft gesprengt. Kiew hat sich dazu bislang nicht geäußert.

Verluste im Ukraine-Krieg: Russlands Fähigkeiten im Krieg schwinden

+++ 10.24 Uhr: Laut dem jüngsten Geheimdienstbericht des britischen Verteidigungsministeriums schwinden Russlands Fähigkeiten auf dem Schlachtfeld. Das russische Militär habe demnach nur noch wenige präzisionsgelenkte Raketen zur Verfügung, „was die Fähigkeit des Landes einschränken dürfte, in Zukunft so viele Ziele anzugreifen, wie es wünscht“, so die Einschätzung des Ministeriums.

Nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums vom Freitag (14. Oktober) verfügte Russland zu Beginn der Invasion über 1.844 Präzisionslenkwaffen – davon seien nur noch 609 übrig. Die britischen Experten schätzen die schwindenden Bestände ähnlich hoch ein. Damit verfüge Russland nur noch über 25-28% der Hochpräzisionsraketen, die es vor Beginn des Krieges hatte.

Ukraine-Krieg: Russische Reservisten müssen Körperschutz selbst kaufen

+++ 7.04 Uhr: Von Russland mobilisierte Reservisten werden nach britischen Angaben mit mangelhafter Ausrüstung in den Krieg geschickt. Kontingente russischer Reservisten seien in den vergangenen beiden Wochen in die Ukraine entsandt worden, schrieb das britische Verteidigungsministerium. „Das durchschnittliche Niveau ihrer persönlichen Ausrüstung ist mit ziemlicher Sicherheit niedriger als die ohnehin schlechte Versorgung von zuvor eingesetzten Truppen.“

Viele Reservisten müssten ihren eigenen Körperschutz wahrscheinlich selbst kaufen, vor allem eine moderne Schutzweste vom Typ 6B45, die eigentlich im Rahmen des russischen Ausrüstungsprogramms Ratnik generell an Kampftruppen ausgegeben werden sollte. Deren Preis habe sich im russischen Online-Handel seit April mehr als verdreifacht.

Update vom Sonntag, 16. Oktober, 6.11 Uhr: Bei einem Angriff auf ein Militärgelände nahe der Grenze zur Ukraine sind nach russischen Angaben mindestens elf Freiwillige für den Kampf in der Ukraine getötet und 15 weitere verletzt worden. „Zwei Bürger eines GUS-Staates“ hätten am Samstag (15. Oktober) „einen Terroranschlag“ auf den Übungsplatz in der Region Belgorod verübt, erklärte das Verteidigungsministerium in Moskau.

Die Täter hätten während Schießübungen von „Freiwilligen für den militärischen Spezialeinsatz“ in der Ukraine mit automatischen Waffen das Feuer auf die Einheit eröffnet, hieß es weiter. Die „Terroristen“ seien erschossen worden. Zur Identität der Angreifer machte das Ministerium keine weiteren Angaben. Die Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) ist ein Zusammenschluss ehemaliger Sowjetrepubliken. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.

+++ 14.00 Uhr: Das russische Militär hat laut New York Times seit dem 24. Februar knapp 6.000 Ausrüstungsgegenstände verloren. Demnach sollen die USA bereits im Mai Russlands Mangel bei der Versorgung mit Dieselmotoren, Hubschrauber- und Flugzeugtriebwerksteilen sowie bei Panzern festgestellt haben. Unter Berufung auf einen neu veröffentlichten Bericht der US-Regierung schreibt die Zeitung weiter, dass die militärischen Vorräte Russlands allmählich zur Neige gingen.

Update vom Samstag, 15. Oktober, 08.50 Uhr: Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs liegt die Sterblichkeitsrate schwer verwundeter russischer Soldaten bei über 50 Prozent. Dies sei auf die schlechte Qualität der medizinischen Versorgung und die Zurückhaltung des russischen Kommandos bei der Evakuierung der Schwerverletzten nach Russland zurückzuführen. Der Generalstab schrieb in seinem Bericht weiter, dass eine große Zahl verwundeter Soldaten in den besetzten Gebieten der Ukraine eingeliefert werde. In einigen Fällen würden Zivilisten wegen Bettenmangels abgewiesen.

Ukraine-Krieg: Russland hat viele seiner Hochpräzisions-Raketen verschossen

+++ 15.45 Uhr: In Russland geht der Raketenvorrat offenbar langsam zur Neige. Nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministers Oleksij Reznikov hat Russland seit Beginn der Invasion am 24. Februar insgesamt 1.235 von 1.844 Iskander-, Kalibr- und luftgestützte Marschflugkörper eingesetzt. „Durch den Einsatz von Hunderten von Hochpräzisionsraketen gegen die zivilen Standorte der Ukraine verringert der Aggressorstaat seine Fähigkeit, militärische Ziele zu treffen“, so Reznikov auf Twitter. Allein bei den Angriffen am 10. Oktober feuerte Russland 84 Marschflugkörper und 24 Drohnen über der Ukraine ab.

Schon zuvor hatte Oleksij Danilov, der Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats, davon gesprochen, dass Russland nur noch über 25 bis 28 Prozent seiner Hochpräzisionswaffen verfüge.

News aus dem Ukraine-Krieg: 150 russische Soldaten sterben bei einem Angriff

Erstmeldung vom Freitag, 14. Oktober: Kiew – Aus der Ukraine kommen weiter Meldungen über schwere Verluste der russischen Armee. Laut Angaben des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte habe man bei einem erfolgreichen Angriff auf die von Russland besetzte Region Cherson durchgeführt. „Die Verluste des Feindes beliefen sich auf bis zu 150 Tote“, so unter anderem das Internetportal Kyiv Independent.

Laut dem ukrainischen Nachrichtenportal sind die Verluste Russlands im Ukraine-Krieg innerhalb von 24 Stunden stark angestiegen. Der Ukraine soll es demnach gelungen sein, in diesem Zeitraum 420 Soldaten zu töten und sechs Hubschrauber abzuschießen. Daneben sollen sechs Panzer, elf gepanzerte Fahrzeuge, 17 Artilleriesysteme, zwei Mehrfachraketenwerfer und mehr als 30 Drohnen ausgeschaltet worden sein.

News aus der Ukraine: Russland erleidet schwere Verluste auf dem Schlachtfeld

Die Erfolge der Ukraine auf dem Schlachtfeld lassen die Moral der russischen Truppen weiter sinken. Sowohl der ukrainische als auch der britische Geheimdienst sprechen von zahlreichen Deserteuren innerhalb der russischen Armee. Soldaten sollen immer wieder Angriffsbefehle aus Moskau ignorieren.

Laut dem britischen Verteidigungsministerium kommen an der Front rund um Cherson hauptsächlich „unterbesetzte Luftlandeeinheiten“ zum Einsatz - also vor allem Fallschirmjäger. Das wiederum ließe den Rückschluss zu, dass Russland davon ausgehe, dass sich die „Kämpfe auf das Stadtgebiet von Cherson“ ausweiten würden. Der Kreml plane wohl damit, seine Truppen im Falle weiterer Rückschläge zügig aus der Region abziehen zu können. Anfang der Woche machten Meldungen die Runde, nach denen Moskau die Evakuierung von Teilgebieten der Stadt bereits veranlasst habe.

Aufgrund der starken Verluste im Ukraine-Krieg soll Russland sich im Osten der Ukraine bereits auf einen langen Stellungskrieg einstellen. Auf einem Video der russischen Nachrichtenagentur Riafan ist zu sehen, dass Russland damit begonnen hat, Gräben in der Region um Luhansk auszuheben. Die Anlagen sind ausgerüstet mit sogenannten „Drachenzähnen“ - Panzersperren aus Beton, die vor allem im Zweiten Weltkrieg verwendet wurden, um gepanzerte Fahrzeuge auszubremsen. An der Frontlinie sollen laut Angaben der Nachrichtenagentur auch Söldner-Einheiten der Wagner-Truppen im Einsatz sein. (dil/cs mit Agenturen)

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