Überraschender Wert für AfD

Neue Umfrage, neue Hiobsbotschaft für die GroKo - die Grünen dürfen jubeln

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Robert Habeck spricht neben Annalena Baerbock beim Beginn "Grundsatzkonvent" der Grünen. Die Partei ist aktuell im Umfragehöhenflug.

Die Veröffentlichung neuer Wahl-Umfragen sind aktuell kein Anlass zur Freude für die GroKo - ganz anders die Lage bei den Grünen. Die AfD erlebt in einer neuen Erhebung eine Überraschung.

Berlin - Vor gut einer Woche hatte eine Umfrage des Instituts Forsa den Trend schon angedeutet - nun bekommt Angela Merkels Große Koalition ihren Abwärtstrend noch einmal aus anderer Quelle bestätigt: In einem nun von der Bild veröffentlichten „Meinungstrend“ des Instituts Insa verlieren sowohl Union als auch SPD, die Grünen profitieren.

So büßen CDU und CSU in der repräsentativen Umfrage einen halben Prozentpunkt auf nun 29 Prozent ein, die SPD sackt um einen ganzen Prozentpunkt auf 15,5 Prozent ab. Genau um diesen Wert, 1,5 Prozentpunkte, steigen hingegen die Grünen von Robert Habeck und Annalena Baerbock. Sie werden von Insa in der Sonntagsfrage nun auf 19 Prozent taxiert.

Aktuelle Umfragen: AfD steht plötzlich besser da - Können die Grünen noch höher steigen?

FDP und Linke verharren den Meinungsforschern zufolge bei 10 beziehungsweise 8,5 Prozent, die AfD gewinnt einen halben Prozentpunkt auf 14 Prozentpunkte hinzu - noch am Sonntag hatte eine andere Erhebung im Auftrag der Bild  die Partei im Sinkflug gesehen. Die sonstigen Parteien liegen nun bei 4 Prozent.

Zuletzt hatte eine Forsa-Umfrage den Grünen gar ein Wählerpotenzial von 38 Prozent attestiert. Damit wäre es fast so groß wie das der Union, das bei 39 Prozent liegt. Abzuwarten bleibt, ob sich der jüngste Vorstoß von Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter in Sachen eines baldigen Banns für Autos mit Verbrennungsmotor in den Umfragen widerspiegeln wird. 

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Umfrage: Rentner haben am meisten Angst vor der politischen Weltlage

Eine weitere Erkenntnis der aktuellen Insa-Umfrage im Auftrag der Bild: Die politische Weltlage macht den Deutschen im Rentenalter am meisten Angst. 19,4 Prozent der Befragten im Rentenalter nannten diese Frage als ihre größte Sorge. Die Angst vor Terrorismus und vor Altersarmut folgten mit 14,8 Prozent gleichauf.

Für weitere 13,4 Prozent ist der Klimawandel die Hauptsorge. 12,6 Prozent gaben an, Angst vor Spannungen durch den Zuzug von Ausländern zu haben. 10,3 Prozent machten sich Sorgen um Kriminalität.

Angst vor sozialem Abstieg (4,4 Prozent) und vor Wohnungsnot (1,7 Prozent) wurden deutlich seltener genannt. Für die Erhebung waren vom 28. März bis zum 1. April 1060 Menschen im Rentenalter befragt worden. Die Daten zur Sonntagsfrage stammen aus einer Befragung von insgesamt 2.040 Menschen. Sie wurde von 5. bis 8. April durchgeführt.

Nächste Wahlen: Umfrage-Ergebnisse liefern einen Knalleffekt

Die nächsten Wahlen im Jahr 2019 werden allerdings nicht den Bundestag betreffen, sondern das Europaparlament und mehrere Landtage. In Thüringen lieferten die Demoskopen zuletzt Ergebnisse, die mehrere Parteien beunruhigt haben dürften. Auch aus Sachsen gibt es bemerkenswerte Erkenntnisse. Die aktuellsten Umfragewerte zur Bundestagswahl gibt es hier für Sie. 

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fn (mit AFP)

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