Ausflug endet in stundenlanger Rettung

Wanderin von hochgiftiger Schlange gebissen: Rettung nach 7 Stunden 

  • Anna-Maureen Bremer
    VonAnna-Maureen Bremer
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Mutter, Vater und Kind wandern im Outback, dann schreit einer „Schlange!“. Zu spät für Megan Brouwer; sie wird von einer hochgiftigen Braunschlange erwischt.

Das Wandern ist spätestens seit der Corona-Pandemie längst nicht nur des Müllers Lust. Immer mehr Menschen entdecken die Aktivität an der frischen Luft für sich. Ob die 36-Jährige, die an einem Tag Glück im Unglück hatte, erfahrene Wanderin oder Einsteigerin war, ist nicht bekannt. Fakt ist: Sie wurde von einer Braunschlange gebissen und musste ganze sieben Stunden durchhalten.

Frau beim Wandern von Schlange gebissen

„Schlange!“, schreit ihr Mann noch, aber da ist es schon zu spät: Die Australierin Megan Brouwer ist mit ihm und dem Sohn zum Wandern im abgelegenen Karijini-Nationalpark in Australien – 300 Kilometer von der nächsten Stadt entfernt, als das Unglück passiert. Sie wird von einer Braunschlange gebissen. ABC News sagt sie später: „Also sprang ich kurz verzweifelt herum und sah sie dann im Augenwinkel, wie sie sich davon schlich.“ Die Braunschlange, die auch als australische Scheinkobra genannt wird, hatte da bereits zugebissen.

Hättet ihr gewusst, was nach einem Schlangenbiss zu tun ist? Wird man von einer Schlange gebissen, dann ist es am wichtigsten herauszufinden, um welche Art es sich handelt. In Deutschland beispielsweise gibt es zwei heimische Giftschlangen. Wird man von einer Kreuzotter oder einer Aspisviper erwischt, dann kann es zu Vergiftungserscheinungen kommen, wie kürzlich bei einem 12-jährigen Mädchen, das im Höllengebirge in Österreich gebissen wurde.

Rettung nach Schlangenbiss dauert sieben Stunden – „trockener Biss“ rettet Wanderin

Ein Arzt wandert nicht weit weg von Megan Brouwer und ihrer Familie, wird auf die Schreie aufmerksam, eilt zur Hilfe und legt ihr einen Druckverband an. So schnell geht es an diesem Tag mit der weiteren Hilfe nicht. „Die Ranger von Karijini, die örtliche Polizei in dem Nationalpark, sowie der Rettungsdienst brauchten unglaubliche sieben Stunden, um Megan und ihre Familie zu bergen und in das nächstgelegene Krankenhaus zu bringen“, schreibt der Stern über den Vorfall.

Der Weg durch das Outback ist steinig und die Retter müssen Megan auf einer Trage auch noch durch ein Wasserbett manövrieren. Und obowhl es großes Pech ist, so weit von der Zivilisation von einer Schlange gebissen zu werden, so hatte die 36.Jährige doch noch Glück. Denn: Sie erwischt einen „trockenen Biss“ von der hochgiftigen Schlange. Hätte das Tier allerdings noch einmal nachgesetzt, so hätte der Vorfall ein schlimmes Ende nehmen können.

Rubriklistenbild: © Henning Kaiser/dpa