Coronavirus: mRNA-Impfstoff

Nach Moderna-Impfung: Frau (75) verstirbt - Zusammenhang in Prüfung

Corona-Impfung
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Eine 75-jährige Frau ist nach ihrer Erstimpfung mit dem Vakzin von Moderna verstorben. Doch was ist der Grund dafür? (Symbolfoto)
  • Christina Rosenberger
    vonChristina Rosenberger
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Eine 75-jährige Frau ist nach ihrer Corona-Impfung noch auf dem Parkplatz des Impfzentrums zusammengebrochen und anschließend gestorben.

Es ist wohl das Horrorszenario einer Corona-Impfung schlechthin, was jetzt in Augsburg passiert ist. Eine 75-jährige Frau kam zum Impfzentrum Gablingen-Siedlung, um sich ihre erste Dosis des mRNA-Impfstoffes von Hersteller Moderna verabreichen zu lassen – doch was eigentlich ihr Leben vor einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus schützen sollte, endete tragisch.

Nicht zum ersten Mal wird eine Corona-Impfung mit dem Tod einer geimpften Person in Deutschland in Verbindung gebracht. Bereits vor einigen Wochen machte der Wirkstoff des britisch-schwedischen Impfstoffherstellers AstraZeneca mit Hirn-/ Sinusvenenthrombosen Schlagzeilen, die als Nebenwirkungen der Impfung auftreten sollen. Sie werden mittlerweile mindestens für den Tod von zwölf Personen in Deutschland verantwortlich gemacht. Erst kürzlich wurde wieder ein Fall aus Nordrhein-Westfalen bekannt, bei dem eine Frau im Zusammenhang mit einer AstraZeneca-Impfung verstorben ist. Außerdem sind mittlerweile Experten zu dem Schluss gekommen, dass die Hirnvenenthrombosen auch bei den mRNA-Vakzinen von BioNTech und Moderna auftreten können.

Corona-Impfung mit Moderna: 75-Jährige bekam plötzlich keine Luft mehr

Im Fall der Dame aus Augsburg handelte es sich zwar um letzteres mRNA-Präparat, doch von einer Hirnvenenthrombose ist bei ihr bisher nichts bekannt. Die 75-Jährige ließ sich am Mittwochvormittag mit dem Moderna-Vakzin gegen Corona impfen. Zurück im Auto ihrer Begleitperson - auf dem Parkplatz des Impfzentrums - bekam die Seniorin laut Schilderungen des Landratsamtes plötzlich keine Luft mehr. Martin Sailer, der Landrat des Landkreises Augsburg erklärte, ein anwesender Notarzt aus dem Team des Impfzentrums habe sofort Erste Hilfe geleistet und die Frau mit Sauerstoff versorgt. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Impfzentrum haben sofort reagiert“, erklärt Sailer. Es sei sofort der Rettungsdienst verständigt worden.

Doch anscheinend ging alles sehr schnell: Schon nach sieben Minuten kam laut Sailer der Rettungswagen - man habe die Patientin in den RTW gebracht - da sei sie noch bei Bewusstsein gewesen. Allerdings verschlechterte sich ihr Allgemeinzustand rapide. Die Rettungskräfte versuchten zwar noch, die Dame zu reanimieren, konnten sie aber letztlich nicht mehr retten.

Tod nach Impfung mit Moderna-Vakzin: Wie konnte es zum Tod der 75-Jährigen kommen?

Besonders tragisch: Ärzte hatten der Verstorbenen geraten, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen, weil bei ihr in naher Zukunft eine Operation ins Haus stand und sie eine schwerwiegende Vorerkrankung hatte. Nun sollen das Bayerische Gesundheitsministerium und das zuständige Paul-Ehrlich-Institut prüfen, wie es tatsächlich zu der tödlichen Impfkomplikation kommen konnte, und ob es vielleicht an der Vorerkrankung lag. Bekannte Allergien hatte sie nicht.

Landrat Martin Sailer ist über den Vorfall entsetzt. Er betont nochmals, die Anwesenden hätten ihr Möglichstes gegeben, um die Seniorin zu retten. Alle Beteiligten seien zutiefst bestürzt, dass sie es schlussendlich nicht geschafft habe. „Unser Mitgefühl gilt an diesem Tag ihren Angehörigen.“

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