Nach Kommentar zu G20-Polizeieinsatz

Linken-Chefin Kipping gibt bei Maybrit Illner erstaunliche Erklärung ab

Vergangene Woche hatte Linken-Chefin Katja Kipping die Polizei für ihr Vorgehen beim G20-Gipfel in Hamburg scharf attackiert. Bei Maybrit Illner überraschte sie nun mit einem Statement.

Linken-Chefin Katja Kipping bedauert es, beim G20-Gipfel in Hamburg eingesetzte Polizisten des „Marodierens“ beschuldigt zu haben. In der ZDF-Sendung „Maybrit Illner“ sagte sie am Donnerstagabend, das von ihr verwendete Wort sei „analytisch falsch“. Sie bedauere es sehr und wolle es „korrigieren und zurücknehmen“.

Kipping hatte am Mittwoch vor denHamburger Ausschreitungen in einem Facebook-Eintrag geschrieben: „Die Polizeiführung lässt ihre Hundertschaften mit schwerem Gerät durch die Straßen der Hansestadt marodieren und schikaniert Menschen, die es wagen, Bier zu trinken oder im Zelt zu schlafen. Die Eskalation geht eindeutig von den Behörden aus.“ Der Begriff „Marodieren“ wird normalerweise in Kriegszeiten für Plünderei und Brandschatzungen durch Nachzügler militärischer Einheiten verwendet.

Kritik an Einsatzstrategie bleibt

Im ZDF stellte Kipping weiter klar: „Mit Eskalation meine ich auch nicht die einzelnen Polizisten, die da unter schweren Bedingungen im Einsatz waren.“ Die politisch Verantwortlichen allerdings müssten sich einer Kritik an ihrer Einsatzstrategie stellen. Ihre Kritik an der Polizei-Einsatzleitung sei „in keiner Weise eine Rechtfertigung für Krawalle und Straftaten“ - denn die gebe es nicht.

Einen noch krasseren Kommentar zum G20-Gipfel äußerte eine AfD-Abgeordnete: Sie forderte die Erschießung von Plünderern. Ein junger Mann, der vor der Krawall-Kulisse während des G2ß-Gipfels ein Selfie von sich schoss, erlangte dagegen zweifelhaften Ruhm: Er geistern als „Riot Hipster“ durch das Web.

dpa

Rubriklistenbild: © Screenshot ZDF-Mediathek

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