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MAN: Lkw-Bauer stellt E-Laster vor - Konzern erwartet Nachfrageschub ab 2024

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Bayerns Ministerpräsident Söder bei MAN
Bayerns Ministerpräsident Söder (CSU) sitzt am Steuer des E-Truck-Prototyps von MAN. © Daniel Löb/dpa/Archivbild

MAN stellt in Nürnberg seinen Prototypen für einen E-Lkw vor. Die bayerische Staatsregierung fördert zudem die Entwicklung von Wasserstoff-Fahrzeugen mit 8,2 Millionen Euro.

Nürnberg - Der Lkw-Bauer MAN hat am Donnerstag in Nürnberg seinen ersten seriennahen Prototypen für einen neuen Elektro-Lastwagen* vorgestellt. 2024 soll in München die erste Serie mit rund 200 Stück produziert werden, kündigte MAN-Chef Alexander Vlaskamp an. Dafür will der Konzern in den kommenden Jahren im Stammwerk einen dreistelligen Millionen-Betrag investieren, hatte der neue MAN-Chef Ende Januar gegenüber Merkur.de angekündigt.

MAN: Freistaat fördert Wasserstoff

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) überreichten Vlaskamp einen Förderbescheid über 8,2 Millionen Euro. Mit dem Geld sollen sowohl Komponenten als auch der Ausbau von Fahrzeugen mit Wasserstofftechnologie vorangetrieben werden. „Was wir tun können, ist, Forschung zu stärken, um den Innovationssprung zu begleiten“, sagte Söder.

Vlaskamp erklärte allerdings, derzeit sei Wasserstoff für den Einsatz in Automobilen - auch in Lastwagen - nicht wirtschaftlich. Drei Viertel der Ausgangsenergie würden für Umwandlungsprozesse verloren gehen „Mit einem Windrad können dreimal mehr E- als Wasserstoff-Lkw betrieben werden“, sagte der Niederländer. 

MAN-Chef: Ab 2024 zieht Nachfrage nach E-Lkw an

Wasserstoff werde seinen Einsatz zunächst in industriellen Prozessen finden. Bei Lkw sieht der MAN-Chef den Einsatz von Wasserstoff-Brennstoffzellen erst „in der Welt von morgen und übermorgen“. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger konterte, in China würden bereits erste Lastwagen mit Brennstoffzellen ausgerüstet - hergestellt zum Teil in Bayern.

Der MAN-Chef geht davon aus, dass ab 2024 die Nachfrage nach E-Lkw stark anziehen wird. In den nächsten Jahren werde es möglich sein, „Reichweiten von bis zu 1000 Kilometern mit E-Lastwagen zu erzielen“, hatte VlaskampVlaskamp dem Merkur gesagt. Gemeinsam mit Volvo und Daimler wolle MAN in den nächsten fünf Jahren europaweit 1700 Ladepunkte schaffen. Dafür würden 500 Millionen Euro investiert. (dpa)

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