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Lebensgefahr durch Pilzerkrankung: WHO warnt vor gefährlichen Krankheitserregern

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Von: Michaela Ebert

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Sie sind gefährlich und krankheitserregend: Pilze, die den menschlichen Körper befallen. Nun warnt die WHO vor 19 Arten, die auch die öffentliche Gesundheit gefährden können.

Sie können harmlose Mitbewohner unseres Körpers sein – oder auch gefährliche Krankheitserreger. Die Rede ist von Pilzen. Der Candida albicans, ein Hefepilz, ist nur ein Beispiel für die Erreger, die gefährliche Infektionen im menschlichen Körper auslösen können. Nun warnt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor 19 Arten, die besonders krankheitserregend sein können.

Insbesondere für Menschen mit Vorerkrankungen können die Pilze gefährlich sein – und demnach die öffentliche Gesundheit bedrohen. Das berichtete die WHO am Dienstag (25. Oktober) in Genf. Deshalb sei es wichtig, eine entsprechende Forschung in die Wege zu leiten. Bessere Behandlungsmöglichkeiten müssten entwickelt werden.

WHO warnt vor Pilzerkrankungen: wirkstoffresistente Arten bereits in Kliniken gefunden

Pilzerkrankungen seien für manche Menschen lebensgefährlich. Sie erhielten aber zu wenig Beachtung. Es sei unbekannt, wie viele Menschen betroffen seien. Die Überwachung müsse verbessert werden, aber man könne nicht warten, bis Zahlen vorliegen, warnte die WHO. Sie nennt den Pilzerreger Candida auris, der vor allem Patienten in Kliniken befällt und gegen viele Wirkstoffe resistent ist. Er wurde erst 2009 in Japan entdeckt, sei aber bereits in mehr als 50 Länder verbreitet.

„Für die meisten Pilzerreger gibt es keine schnellen und sensitiven Diagnostika, und die vorhandenen sind weltweit weder allgemein verfügbar noch erschwinglich“, teilte die WHO mit. Vor allem Menschen mit Vorerkrankungen oder eingeschränktem Immunsystem bekämen leicht Pilzinfektionen, die oft spät erkannt würden und immer öfter nicht durch vorhandenen Medikamente geheilt werden können.

Gefährliche Pilzinfektionen: WHO plädiert für mehr Forschung

Pilzerkrankungen breiteten sich in der Welt zum einen durch die globale Erwärmung, die Erreger aller Art begünstige, zum anderen durch den internationalen Handel und die Mobilität vieler Menschen rund um den Globus aus. Zudem entwickelten Erreger immer öfter Resistenz zu den bekannten Wirkstoffen. Die WHO ruft Regierungen und wissenschaftliche Institutionen deshalb auf, die Laborkapazitäten zur Diagnose und Überwachung auszubauen, mehr in Forschung und Entwicklung zu investieren und mehr Aufklärung zu betreiben, um Pilzinfektionen möglichst von vornherein zu verhindern.

Die WHO hat die 19 Pilzerreger in drei Gruppen eingeteilt. Vier der Arten sind Pathogene, die ihrer Ansicht dringend besser erforscht werden müssten. Diese Erreger sind vor allem für Patienten mit geschwächtem Immunsystem lebensgefährlich:

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