Am 14. Oktober

Landtagswahl 2018 in Bayern: Höhere Wahlbeteiligung als vor fünf Jahren

Ein Mann in bayerischer Tracht betritt in Schwangau ein Wahllokal für die Landtagswahl in Bayern.
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Ein Mann in bayerischer Tracht betritt in Schwangau ein Wahllokal für die Landtagswahl in Bayern.
  • Franz Rohleder
    vonFranz Rohleder
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Bei der Landtagswahl 2018 in Bayern lag die Wahlbeteiligung höher als bei der bislang letzten Landtagswahl vor fünf Jahren. Hier finden Sie den Wert.

Die Landtagswahl 2018 hat mehr Wähler an die Urnen gelockt als der Wahl vor fünf Jahren. Die Wahlbeteiligung bei der Landtagswahl am 14. Oktober 2018 lag bei rund 72,5 Prozent.

Vor fünf Jahren lag die die Wahlbeteiligung bei der Landtagswahl in Bayern bei 63,6 Prozent. Als die CSU 2008 ihre absolute Mehrheit verlor lag die Wahlbeteiligung bei 57,9 Prozent.

Wahlbeteiligung bei Landtagswahlen in Bayern

  • Landtagswahl am 14. Oktober 2018: Wahlbeteiligung von 72,5 Prozent
  • Landtagswahl am 15. September 2013: Wahlbeteiligung von 63,6 Prozent
  • Landtagswahl am 28. September 2008: Wahlbeteiligung von 57,9 Prozent
  • Landtagswahl in Bayern am 21. September 2003: Wahlbeteiligung von 57,1

Landtagswahl 2018 in Bayern: Aktuelle Hochrechnung

Nach den Hochrechnungen von ARD und ZDF (18.25 Uhr) kommt die CSU nur noch auf 35,3 bis 35,4 Prozent. Die SPD halbiert ihr Ergebnis von 2013 und landet bei 9,6 bis 9,9 Prozent. Zweitstärkste Kraft werden die Grünen mit 18,5 bis 18,9 Prozent - eine Verdoppelung ihres bisherigen Ergebnisses. Drittstärkste Kraft werden die Freien Wähler mit 11,6 Prozent, dicht gefolgt von der AfD, die 10,9 Prozent erzielt. Für die FDP wird der Wahlabend mit 5,0 bis 5,1 Prozent zur Zitterpartie. Die Linke kommt mit 3,5 Prozent abermals nicht ins Parlament.

Daraus ergibt sich folgende Sitzverteilung: CSU 74 bis 79, SPD 20 bis 21, Grüne 40, Freie Wähler 24 bis 25, AfD 23 bis 24 und FDP 11. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 72,5 Prozent.

Damit muss sich nun die CSU, die Bayern seit 1962 mit Ausnahme der Wahlperiode 2008 bis 2013 allein regiert hat, einen Koalitionspartner suchen. Eine komfortable Mehrheit hätte eine schwarz-grüne Koalition, die Umfragen zufolge auch von vielen Bürgern bevorzugt wird. Söder erklärte jedoch noch am Freitag, dass das Programm der Grünen mit ihren Spitzenkandidaten Katharina Schulze und Ludwig Hartmann „nicht koalitionsfähig“ sei. Kaum überbrückbar erscheinende Differenzen gibt es vor allem in Fragen der inneren Sicherheit und der Asylpolitik.

Hoffnung auf eine Regierungsbeteiligung machen sich die Freien Wähler von Parteichef Hubert Aiwanger. Nach den Hochrechnungen hätte eine solche Koalition eine knappe Mehrheit. Aiwanger sagte am Abend, seine Partei werde der CSU jetzt machbare Vorschläge vorlegen. „Und ich bin überzeugt, die CSU wird anbeißen.“ Eine Dreierkoalition zusammen mit der FDP von Spitzenkandidat Martin Hagen hätte eine satte Mehrheit - wenn denn die FDP in den Landtag einzieht.

fro/dpa

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