Corona-Situation in Kroatien

Corona-Aus für Urlaub in Kroatien? Land zieht die Notbremse

Beim Urlaub in Kroatien gibt es in diesem Sommer einige Regeln zu beachten - auch am Strand.
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Beim Urlaub in Kroatien gibt es in diesem Sommer einige Regeln zu beachten - auch am Strand.
  • Lisa Klein
    VonLisa Klein
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In vielen EU-Staaten steigen die Corona-Zahlen bereits wieder – so auch in Kroatien. Nun zieht das beliebte Urlaubsziel der Deutschen die Notbremse.

Update vom 26. Juli, 14 Uhr: Bislang wurde ganz Kroatien noch nicht zum Risikogebiet erklärt, anders als Dänemark. Doch in Kroatien spitzt sich die Lage langsam zu, immer mehr beliebte Urlaubsregionen überschreiten die kritische Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und steuern sogar auf die 100er-Grenze zu.

„Kroatien ist von COVID-19 weiterhin betroffen, regional jedoch unterschiedlich. In der Gespanschaft Zadar überschreitet die Zahl der Neuinfektionen 50 Fälle pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage, weshalb diese als Risikogebiet eingestuft ist“, heißt es auf der Seite des Auswärtigen Amtes. Angesichts steigender Corona-Inzidenzzahlen an der Adriaküste hat Kroatien die Vorsichtsmaßnahmen in dem Urlaubsgebiet nun verstärkt.

Steigende Inzidenzen in Kroatien: Zagreb ist Risikogebiet – Corona-Maßnahmen verschärft

Ab Montag (26. Juli) sind Versammlungen von mehr als 1.000 Menschen verboten – unabhängig davon, ob die Anwesenden gegen Corona geimpft sind oder eine Erkrankung überstanden haben. Das beschloss der Corona-Krisenstab der Regierung in Zagreb am Freitag (23. Juli). Die neuen Beschränkungen betreffen auch die Gastronomie sowie private Zusammenkünfte, an denen nur noch bis zu 15 Personen ohne Immunitätszertifikat teilnehmen dürfen, wie die Deutsche Presseagentur (dpa) berichtet.

EU-Bürger dürfen weiterhin nach Kroatien einreisen, wenn sie das EU-weit gültige Corona-Zertifikat vorlegen. An der Adria wurden zum Teil um ein Vielfaches höhere Corona Inzidenzzahlen gemeldet als im Landesinneren. Die landesweite 14-Tage-Inzidenz betrug zuletzt 33,69 pro 100 000 Einwohner. In Zagreb liegt die 7-Tage-Inzidenz inzwischen bei 102,9, in Dubrovnik bei 91,6.

Urlaub 2021: Droht allen Kroatien-Urlaubern das Corona-Aus?

Erstmeldung vom 21. Juli, 12 Uhr: Wieder neue Risikogebiete - weil die Corona-Infektionszahlen in vielen Ländern stetig steigen, sind einige beliebte Reiseziele der Deutschen mittlerweile wieder hochgestuft worden. Das Auswärtige Amt rät vom touristischen Reisen in diese Länder und Regionen ab. Mit dabei sind seit Anfang der Woche auch wieder die Niederlande, Griechenland und Teile Dänemarks. Doch auch ein weiteres extrem beliebtes Urlaubsziel deutscher Touristen droht mittlerweile wieder Risikogebiet zu werden: Kroatien!

Kroatien muss jetzt um die restliche Urlaubssaison bangen. Denn seit dem vergangenen Donnerstag hat das Europäische Zentrum für Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) den vormals grünen Corona-Status der kroatischen Küstengebiete auf Orange hochgestuft. Das soll eine Warnung sein - Kroatien muss jetzt handeln, um in den kommenden Wochen und Monaten auch weiterhin Touristen empfangen zu können.

Kroatien: Inzidenzen steigen - diese Urlaubsregionen an der Adria besonders von Corona betroffen

Denn eigentlich war das Sommergeschäft in Kroatien gut angelaufen - wie auch schon im vergangenen Jahr (2020). Doch damals wurden die Corona-Maßnahmen und Regeln auf die leichte Schulter genommen und die Saison war praktisch Mitte August schon beendet. Das berichtet die Stuttgarter Zeitung.

Auch jetzt sieht die Situation wieder kritisch aus - denn obwohl die 7-Tage-Inzidenz für Kroatien insgesamt bei nur 20,3 liegt (Stand 21. Juli), sind einige beliebte Urlaubsregionen deutlich über den landesweiten Durchschnitt gerutscht. Das liegt wohl auch daran, dass die Impfkampagne in Kroatien im Vergleich zu Deutschland deutlich langsamer vorangeht. Nur 32 Prozent der Kroaten gelten als vollständig geimpft.

Dalmatien44,9
Dubrovnik-Neretva47,0
Sibenik-Knin57,9
Zadar98,7
Istrien1,9

Laut Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) wird Zadar aus deutscher Sicht seit dem 27. Juni als einzige Region Kroatiens als einfaches Risikogebiet geführt. Doch wenn sich nichts ändert, könnten bald weitere folgen. Die kroatische Tourismusministerin Nikolina Brnjac sieht die Einstufung auf Orange als Warnung, heißt es in einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Sie appelliert an Reisende und die Reisebranche: „Seid vernünftig, lasst euch impfen und beobachtet die epidemiologischen Maßnahmen.“

Inzidenzen in Kroatien steigen - andere Urlaubsländer können Entwarnung geben

Für Reisende lohnt es sich aber generell, die Infektionszahlen im Zielgebiet im Blick zu behalten. Denn die Delta-Variante des Coronavirus breitet sich weiter aus und die Inzidenzen können schlagartig in die Höhe schnellen. Und wird ein Land oder eine Region dann als Risikogebiet eingestuft, so gelten auch wieder bestimmte Regelungen zu Tests und Quarantäne. Und das kommt bei einem Großteil der Deutschen gut an. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov ist eine große Mehrheit von 73 Prozent der Bevölkerung dafür, die Quarantänepflichten aufrechtzuerhalten - 34 Prozent davon sind sogar für eine Verschärfung.

Dennoch fragen sich viele angesichts der steigenden Zahlen, ob ihr Urlaub jetzt in Gefahr ist - die griechische Insel Mykonos beispielsweise ist mittlerweile wieder im Lockdown*. Das berichtet HEIDELBERG24.de*. Es gibt allerdings auch positive Nachrichten: Schweden, Norwegen und die Komoren vor der afrikanischen Küste sind mittlerweile komplett von der Risikoliste gestrichen worden. Sri Lanka und die Malediven wurden immerhin vom Hochinzidenz- zum Risikogebiet heruntergestuft. *echo24.de und HEIDELBERG24.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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