Kreuzotter-Biss

Dolomiten: Kreuzotter-Angriff – Wanderer machte entscheidenden Fehler

Kreuzotter liegt auf dem Boden
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Ein Wanderer wurde in den Dolomiten von einer Kreuzotter gebissen und musste ins Krankenhaus geflogen werden. (Symbolbild)
  • Lisa Klein
    VonLisa Klein
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Ein Wanderer wurde wegen eines entscheidenden Fehlers in den Dolomiten von einer Giftschlange gebissen und musste mit dem Hubschrauber in eine Klinik gebracht werden.

Am vergangenen Wochenende kam es in den Dolomiten zu einem Rettungseinsatz mit einem Hubschrauber. Der Grund: Ein Wanderer wurde von einer Giftschlange gebissen. Wie stol.it berichtet, war ein 25 Jahre alter italienischer Tourist am Samstag (21. August) zwischen der Saltner Hütte (Cason) und Innerraschötz auf der Raschötz Alm im Gemeindegebiet St. Ulrich (Gröden) unterwegs.

Auf seiner Wanderung durch die Dolomiten begegnete der 25-Jährige dann einer Kreuzotter. Die Kreuzotter kommt auch in Deutschland* vor und ist neben der Aspisviper eine von zwei beheimateten Giftschlangen im Land. Wenn eine Kreuzotter zubeißt, kann es schnell gefährlich werden, wie echo24.de* berichtet.

Generell sollten Schlangen, insbesondere Giftschlangen, nicht angefasst oder gestört werden, da sie sich dann bedroht fühlen und zubeißen. Doch genau das hat der italienische Wanderer in Südtirol versucht und fasste die Kreuzotter an.

Gröden: Wanderer von Kreuzotter angegriffen und gebissen

Wie zu erwarten hat die Schlange zugebissen und den 25-Jährigen verletzt. Die Hand schwoll laut Berichten von stol.it schnell an, weshalb ein Notruf gesetzt wurde. Kurze Zeit später landete ein Notarzthubschrauber mit einem Rettungsmann des Bergrettungsdienst Gröden. Der italienische Wanderer wurde vom Notarzt erstversorgt und anschließend in das Bozner Krankenhaus geflogen.

Die Kreuzotter

Die Kreuzotter (Vipera berus) ist eine Giftschlange Eurasiens aus der Familie der Vipern (Viperidae). Eine Kreuzotter wird zwischen 50 und 70 Zentimeter groß, kann im Extremfall aber auch bis etwa 90 Zentimeter lang werden.

Das auffälligste Zeichnungsmerkmal ist ein dunkles Zickzack-Band auf dem Rücken. Die Grundfärbung der Kreuzotter ist sehr variabel und reicht von silbergrau und gelb über hell- und dunkelgrau, braun, blau-grau, orange, rotbraun und kupferrot bis schwarz. 

Bei einem Kreuzotter-Biss können große Schwellungen rund um die Bissstelle auftreten, zudem kann sich die Stelle bläulich verfärben, durch die Nervengifte kann es zu Atemnot und Herzbeschwerden sowie Lähmungen kommen. Bei Kindern oder immungeschwächten Personen kann der Biss sogar schnell lebensbedrohlich werden.

Wie gefährlich der Biss einer Kreuzotter ist, zeigt ein tragischer Vorfall, über den echo24.de* berichtet Eine 12-Jährige wurde ebenfalls von einer Kreuzotter gebissen* und erlitt durch das Gift der Schlange Atembeschwerden. Übrigens: Die Kreuzotter zählt zu den 12 gefährlichsten Tieren in Deutschland.

Mann wird von Giftschlange gebissen – Rettungshubschauber im Einsatz

Nach einem Schlangenbiss gilt es vor allem richtig und schnell zu reagieren. Handelt es sich wie bei der Kreuzotter um eine Giftschlange, ist es umso wichtiger, sich zu merken, wie die Schlange aussah, damit die Ärzte entsprechend reagieren können. Für viele Giftschlangen gibt es ein Gegengift – doch es wichtig, dass das Richtige verabreicht wird.

In Filmen und Serien wird oft falsch gehandelt und sie dienen als Negativbeispiel, was bei einem Schlangenbiss alles nicht getan werden soll. Beispielweise sollte das entsprechende Körperteil mit der Bisswunde nicht abgebunden werden: Das Abbinden von Extremitäten führt leider meist dazu, dass sich das Gift schneller im Körper ausbreitet – genau das Gegenteil von dem, was bezweckt werden soll.

Ebenso gefährlich ist es, die Bisswunde zu kühlen oder zu wärmen. Außerdem sollte laut netdoktor.de nicht versucht werden, das Gift auszusaugen oder gar auszubrennen. Stattdessen sollte sich möglichst ruhig verhalten werden. Denn Bewegung sorgt dafür, dass sich Schlangengift schneller im Körper ausbreitet. In jedem Fall sollte die Wunde versorgt, und schnellstmöglich der Notruf gewählt werden – so wie bei dem Kreuzotter-Biss in den Dolomiten. Sollte eine Giftschlange im eigenen Garten gesichtet* werden, rät die Polizei, Abstand zu halten und in Deutschland die 110 zu wählen. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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