Neue Bilder zeigen ganzes Ausmaß

Gewaltiger Komet rast auf unser Sonnensystem zu – wann er zu sehen ist

  • Jason Blaschke
    VonJason Blaschke
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Ein gigantischer Komet rast auf unser Sonnensystem zu. Die zwei Entdecker des Himmelsgiganten erklären, mit welchen Ausmaßen wir es hier zu tun haben.

Der vielleicht größte jemals gesehene Komet nähert sich unserem Sonnensystem. Der riesige Gesteinsbrocken aus Eis misst einen Durchmesser von 200 Kilometern. Damit soll der Himmelskörper etwa zehnmal größer sein als alle bekannten Kometen. Entdeckt wurde das krasse Himmelsphänomen von Pedro Bernardinelli und Gary Bernstein von der University of Pennsylvania, daher trägt der Komet auch ihre Namen: „Bernardinelli-Bernstein“.

Derzeit bewegt sich der Komet Berichten der Stuttgarter Nachrichten zufolge auf die Sonne zu. Im Moment befindet er sich auf Höhe des Uranus, im Jahr 2031 wird er die Umlaufbahn von Saturn erreichen. Übrigens: Die Entdeckung von Bernardinelli-Bernstein war reiner Zufall. Die Astronomen Bernardinelli und Bernstein waren ursprünglich auf der Suche nach transneptunischen Objekten, also Himmelsphänomenen, die jenseits vom Planeten Neptun um die Sonne kreisen.

Mega-Komet Bernardinelli-Bernstein: Das macht Himmelskörper so besonders

Im Zuge ihrer Forschungen entdeckten die Forscher das gewaltige Monstrum von Komet, das viel größer war als alles, was sie bisher im All entdeckt hatten. Bernstein: „Zumindest ist er größer als jeder Komet, der bisher genauer untersucht wurde.“ Fremd ist der Komet unserem Sonnensystem nicht. Der Grund: Ursprünglich kommt der Komet Bernardinelli-Bernstein* Berichten von fr.de zufolge von der Oortschen Wolke am Rande unseres Sonnensystems. Dass er nun entdeckt wurde, erfreut nicht nur seine beiden Entdecker.

Die Oortsche Wolke

Die Oortsche Wolke ist eine schalenförmige Ansammlung eisiger Brocken am Rand unseres Sonnensystems. Experten vermuten, dass der Ort ein Reservoir für Kometen ist, die von dort aus ins Sonnensystem gelangen. Wirklich viel ist über die Oortsche Wolke aber nicht bekannt, denn: Das Gebiet ist irre weit weg. Die Oortsche Wolke beginnt in der 10.000-fachen Sonne-Erde-Entfernung. Die Objekte in der Wolke sind daher zu weit weg, um beobachtet zu werden.

Viele Astronomen auf der ganzen Welt sind hocherfreut. Noch nie wurde ein so großer Komet in so großer Entfernung im Weltall entdeckt. „Wie interessant das Objekt wirklich ist, wird sich erst in einigen Jahren zeigen, wenn es seinem sonnennächsten Punkt näherkommt“, erzählt Astrophysikerin Carolin Liefke Berichten von ingenieur.de zufolge zu der Mega-Sensation, die sich gerade in unserem Sonnensystem abspielt. Heißt auch: Eine Gefahr für die Erde ist der Mega-Komet nicht.

Mega-Komet Bernardinelli-Bernstein: Wann er von der Erde aus zu sehen ist

Die ersten Aufnahmen aus den Jahren 2014 bis 2018 zeigen Bernardinelli-Bernstein noch ohne den für Kometen typischen Schweif. Neuste Fotoaufnahmen von 2021 zeigen jedoch, dass der Mega-Komet mittlerweile die typische Hülle aus Gas und Staub gebildet hat. Eine weitere Besonderheit von Bernardinelli-Bernstein: Seine Masse soll laut ingenieur.de größer sein, als die eines typischen Schweifsterns.

Sobald der Komet 2031 die Umlaufbahn von Saturn erreicht, kann man ihn voraussichtlich auch mit einem Amateurteleskop gut erkennen. Mit bloßem Auge werden Beobachter das Himmelsmonstrum nicht sehen können. Im Moment kann der Komet nur mit größeren Teleskopen gesichtet werden.

Himmelsphänomene: Was es am Nachthimmel alles zu entdecken gibt

So lange müssen Hobby-Astronomen aber nicht warten. Spektakulär sind nämlich auch die Sternschnuppen-Schauer der Perseiden, die alljährlich im Sommer am Himmel über Deutschland zu sehen sind. Wirklich sehenswert war 2021 übrigens auch der sogenannte Supermond über Deutschland, der auch viele Nicht-Astronomie-Interessierte in seinen Bann zog. Der Mega-Komet Bernardinelli-Bernstein dürfte 2031 aber buchstäblich noch mal eine Nummer größer sein. *echo24.de und fr.de sind Angebot von IPPEN.MEDIA.

 

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