Wie sicher ist das neue Vakzin?

Johnson & Johnson zugelassen: Das sind die Nebenwirkungen des Impfstoffs

  • Lisa Klein
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Auch in Deutschland soll es schon bald den Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson geben. Doch welche Nebenwirkungen können durch den US-amerikanischen Impfstoff auftreten?

Derzeit prüft die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) die Zulassung des Corona-Impfstoffes von Johnson & Johnson. Auch der russische Impfstoff „Sputnik V“ soll demnächst in Europa zugelassen werden, um die Corona-Pandemie weiterhin einzudämmen. Welche möglichen Nebenwirkungen können durch den US-amerikanischen Impfstoff von Johnson & Johnson auftreten?

Die Zulassung des Corona-Impfstoffes von Johnson & Johnson könnte das Impfverfahren in Deutschland erheblich beschleunigen. Denn an dem Impfstoff gibt es eine Besonderheit: Es wird nur eine Impfdosis benötigt. Eine Zweitimpfung nach mehreren Wochen, wie bei Biontech/Pfizer, Moderna oder AstraZeneca, ist laut einer Studie nicht nötig. Rund 90 Prozent der Studienteilnehmer im Alter von 18 bis 55 Jahren hatten bereits nach einem Monat neutralisierende Antikörper in höheren Konzentrationen im Blut.

Laut Lieferverträgen stehen Deutschland insgesamt 36,7 Millionen Impfdosen zur Verfügung. Dadurch, dass ohne zweiten Impftermin bereits ein Schutz vor dem Coronavirus besteht, können in kürzerer Zeit mehr Menschen geimpft werden. Somit könnten schon bald alle ein Impf-Angebot bekommen.

Welche Nebenwirkungen treten bei dem Corona-Impfstoff Johnson & Johnson möglicherweise auf?

Zuerst einmal: Wie funktioniert der Impfstoff von Johnson & Johnson überhaupt? Der US-amerikanische Corona-Impfstoff ist ebenso wie der von AstraZeneca ein Vektorimpfstoff. Bei Vektorimpfstoffen bildet die Grundlage ein sogenanntes Trägervirus, welches Informationen in den Körper schleust. Der genetische Bauplan eines Teils des Coronavirus wird also in einen abgeschwächten Trägervirus verpackt. Beim Impfstoff von Johnson & Johnson ist das ein unschädlich gemachtes menschliches Schnupfenvirus. Bei der Impfung werden dann mithilfe des Trägervirus Teile des Erbmaterials des SARS-CoV-2 in die menschliche Zelle übertragen und nachgebaut. Das Immunsystem reagiert darauf und bildet Antikörper gegen COVID-19. 

Johnson & Johnson

Johnson & Johnson ist ein weltweit tätiger amerikanischer Pharmakonzern mit Sitz in New Brunswick im US-Bundesstaat New Jersey. Der Corona-Impfstoff wurde allerdings nicht in den USA, sondern in den Niederlanden vom Tochterunternehmen Janssen entwickelt.

Laut Robert-Kochinstitut (RKI) treten nach einer Impfung mit dem Vakzin von Johnson & Johnson ähnliche Nebenwirkungen wie auch bei den anderen Corona-Impfstoffen, die in Deutschland bereits zugelassen sind, auf. Generell sind Nebenwirkungen kein schlechtes Zeichen, sondern zeigen, dass das Immunsystem arbeitet und der Impfstoff seine Wirkung entfaltet. Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören Symptome wie:

  • Schmerzen an der Einstichstelle
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Abgeschlagenheit
  • Müdigkeit
  • Schüttelfrost

Laut Ärzteblatt werden die Nebenwirkungen beim Johnson & Johnson-Impfstoff überwiegend als leicht bis mittelschwer eingestuft. Anaphylaktische Reaktionen seien in einer Studie mit dem Corona-Impfstoff nicht aufgetreten, ebenso wenig wie Todesfälle durch eine Impfung. Sobald der Corona-Impfstoff zugelassen ist, müssen sich bei einer Impfung mit dem Vakzin von Johnson & Johnson keine großen Sorgen gemacht werden. Einer Impfung steht also nichts im Wege – vorausgesetzt, ihr seid impfberechtigt.

Rubriklistenbild: © David Zalubowski

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