Täter riefen: „Zerschneide ihr das Gesicht“

Rimini-Opfer brechen Schweigen: So bestialisch waren die Vergewaltigungen

Nach einer Aufsehen erregenden Doppelvergewaltigung im italienischen Urlaubsort Rimini hat die Polizei vier Verdächtige festgenommen. Drei der Männer seien noch minderjährig. Jetzt schildern die Opfer, wie brutal die Täter vorgegangen sind. 

Rimini - Über die grausame Vergewaltigung am Strand von Rimini haben wir bereits berichtet. Doch wie bestialisch die Nacht auf den 26.August an der Strandpromenade von Miramare für ein polnisches Pärchen wirklich war, erzählten die Opfer nun der Polizei. Eine italienische Zeitung und das Onlineportal blick.ch berichten darüber. So soll sich alles abgespielt haben: 

Erste Vergewaltigung: Polnisches Pärchen

Der Mann (26) und seine Verlobte (24) wurden ca. zwei Stunden vor Sonnenaufgang von einem Mann angesprochen, er forderte Handys und Geld von dem Paar. Plötzlich sprangen den Angaben nach drei Jugendliche aus der Dunkelheit. Einer der mutmaßlichen Täter, Guerlin B. soll auf den Polen eingeschlagen haben. Dieser sagt gegenüber den Ermittlern: „Er schlug mir ins Gesicht. Ich fiel zu Boden. Da traktierten mich auch die anderen. Ich lag mit dem Gesicht im Sand.“ Dann folgten wohl 20 Minuten blanker Horror. 

„Die Männer warfen mich zu Boden“, so die Polin. „Sie hielten meine Beine fest und vergewaltigten mich. Dabei drückten sie mir die Kehle zu, sodass ich zu ersticken drohte.“ Danach zogen die Männer ihr Opfer ins Wasser, um den Sand im Intimbereich abzuwaschen, heißt es in dem Bericht. „Dann begannen sie wieder, mich zu missbrauchen. Sie brüllten dabei: ‚Ich bringe dich um!‘“ Besonders dramatisch: Der 26-jährige Pole hörte seine Verlobte die ganze Zeit schreien, konnte aber nichts unternehmen. Als er sich tot stellte, bekamen es die mutmaßlichen Vergewaltiger mit der Angst zu tun und flüchteten. 

Zweite Vergewaltigung: Prostituierte

Doch nur eine Stunde später schlugen die Jugendlichen wohl wieder zu: Diesmal sollen sie eine 42-jährige transsexuelle Prostituierte überfallen haben. 

Die Peruanerin sagte aus: „Der Kongo-Mann schlug mich mit einer Flasche an den Kopf, ich fiel hin. Er packte mich an den Haaren, zerrte mich ins Gebüsch.“ Während sich die Männer an der Prostituierten vergingen, riefen sie nach Angaben des Opfers: „Wir bringen sie um! Lass uns ihr Gesicht zerschneiden!“ Alle vier Männer sollen die 42-Jährige vergewaltigt haben, einer der Brüder sogar zweimal. 

Schon zuvor sollen die Männer Touristin überfallen haben

Wie italienische Medien berichten, sollen die verhafteten Männer schon am 12. August eine Mutter (30) überfallen haben. Am Strand von Miramare sollen sie ihr Opfer mit einem abgebrochenen Hals einer Flasche an der Kehle gedroht haben. Die 30-Jährige bettelte um ihr Leben: „Bitte verschont mich, ich habe doch eine kleine Tochter.“ Der Frau gelingt die Flucht, sie überlebt. 

Die italienischen Ermittler sind entsetzt. Jugendstaatsanwältin Silvia Marcozzi sagte: „Sie sind grausam und unnötig böse gegen ihre Opfer gewesen.“ Guerlin B. (20) aus dem Konogo, den marokkanischen Brüdern K.* (15) und M.* (16) sowie dem Nigerianer L.* (17) drohen nun mehrjährige Haftstrafen wegen schweren Raubes, Vergewaltigung und Körperverletzung.

Der polnische Vize-Justizminister Patryk Jaki hatte nach dem Vorfall per Twitter die Wiedereinführung der Todesstrafe ins Spiel gebracht. „Für diese Tiere sollte es die Todesstrafe geben“, schrieb Jaki dort. Bei einer Pressekonferenz betonte er später, seine Forderung gebe weder den Standpunkt der Regierung noch die des Justizministeriums wieder.

mk/Video: Glomex

Rubriklistenbild: © dpa

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