Impfstoff ist wirksam und sicher

Nach Entscheidung von EMA: So geht es mit AstraZeneca in Deutschland weiter

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Die EMA bezeichnet das Vakzin AstraZeneca als „wirksam“ und „sicher“. Schon bald könnten in Deutschland die gestoppten Corona-Impfungen wieder anlaufen.

Update, 18. März, 17:30 Uhr: Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hält am Corona-Impfstoff von AstraZeneca fest. Das Vakzin sei sicher und effektiv, teilt die Behörde mit Sitz in Amsterdam heute mit. Der Impfungen mit AstraZeneca wurden in vielen Ländern in Europa gestoppt, als bei einigen Impflingen Blutgerinnsel in Hirnvenen festgestellt wurden. Auch in Deutschland werden Impfungen mit AstraZeneca aktuell ausgesetzt.

Nach Entscheidung der EMA: So geht es in Deutschland nun weiter

Wie die Tagesschau berichtet, werde von der EMA aber eine extra Warnung vor möglichen seltenen Blutgerinnseln in Hirnvenen bei den Nebenwirkungen aufgenommen. Die heutige Entscheidung der Behörde dürfte wegweisend für die Zukunft des Vakzins sein. Es ist davon auszugehen, dass der Corona-Impfstoff von AstraZeneca in Deutschland und anderen Ländern bald wieder verimpft wird. Eine endgültige Entscheidung steht aber noch nicht fest.

In Deutschland müssen sich erst die Ständige Impfkommission und das Paul-Ehrlich-Institut über die heutige Entscheidung der EMA beraten. Auf Grundlage der Empfehlung von Impfkommission und Paul-Ehrlich-Institut muss die Bundesregierung am Ende die finale Entscheidung treffen. Erst danach könnte es mit AstraZeneca in Deutschland weitergehen.

AstraZeneca: EMA Entscheidet heute über Zukunft von AstraZeneca

Erstmeldung, 18. März, 09:25 Uhr: Wie geht es mit dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca weiter? Mit dieser Frage beschäftigt sich derzeit die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA), nachdem der Impfstoff in mehreren Ländern - darunter auch Deutschland - aus dem Verkehr gezogen war. Grund dafür war eine mögliche Nebenwirkung, die in mehreren Fällen Thrombosen in Hirnvenen ausgelöst haben könnte.

Die Neubewertung des Impfstoffs von AstraZenca könnte für den weiteren Verlauf der Pandemie von entscheidender Bedeutung sein, da er in der Impfstrategie der Europäischen Union eine entscheidende Rolle spielt. Anders als die Impfstoffe gegen das Coronavirus von Biontech oder Moderna, muss das Vakzin von AstraZeneca nämlich nicht so stark gekühlt werden und könnte daher auch von Hausärzten geimpft werden.

AstraZeneca: Deutschland richtet sich bei Corona-Impfstoff nach EMA-Entscheidung

Für das zweite Quartal hat AstraZeneca laut dem SWR 70 Millionen Dosen anvisiert - trotz Lieferschwierigkeiten. Doch ob diese auch verwendet werden, hängt von der Entscheidung der EMA ab, an die sich Deutschland laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn halten wird.

Spahn rechnet für Donnerstag, 18. März, mit einer Entscheidung der EMA darüber, wie es mit dem AstraZeneca-Impfstoff weitergeht. Er glaubt allerdings nicht daran, dass die EU-Behörde das Vakzin gegen das Coronavirus aus dem Verkehr zieht. Der Gesundheitsminister bekräftigte aber, dass Deutschland an seinem Versprechen festhält, jedem Erwachsenen bis zum Ende des Sommers ein Corona-Impfangebot zu machen - auch wenn der Impfstoff von AstraZeneca nicht mehr geimpft werden sollte.

AstraZeneca: EMA-Entscheidung steht bevor - WHO steht hinter Corona-Impfstoff

In jedem Fall müssten zunächst die Ständige Impfkommission (Stiko) und das Paul-Ehrlich-Institut über die Entscheidung der EMA beraten. Anschließend entscheidet dann die Bundesregierung, wie es in Deutschland mit dem Impfstoff von AstraZeneca weitergeht.

Im Vorfeld der Entscheidung hatte sich bereits die Weltgesundheitsorganisation WHO dafür ausgesprochen, dass der Impfstoff von AstraZeneca auch weiterhin geimpft wird, weil die Vorteile die Risiken überwiegen würden. Zudem bekräftigte auch die EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen laut dem SWR ihr Vertrauen in das Corona-Vakzin. Letztlich liegt die Entscheidung, wie es mit dem Impfstoff von AstraZeneca weitergeht, aber bei der EMA.

Rubriklistenbild: © Matthias Bein/dpa

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