24-jähriger Österreicher von Hornviper gebissen

Schlangen-Experte macht fatalen Fehler – von eigener Hornviper getötet

Europäische Hornotter
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Tod durch Giftschlange! Böse Überraschung in der Wohnung des Experten
  • Dominik Jahn
    VonDominik Jahn
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Todesfall aus Österreich zeigt, wie gefährlich Giftschlangen auch für vermeintliche Experten sind.

Immer wieder sorgen Giftschlangen für besonders tragische Vorfälle. Oft enden die Begegnungen tödlich. Riesiges Glück hatte aber zuletzt ein kleines Mädchen aus Deutschland. Beim Wanderurlaub in Österreich wurde die 12-Jährige durch eine kleine Unachtsamkeit von einer Kreuzotter gebissen. Trotz deutlicher Symptome überlebte das Kind durch entsprechende Maßnahmen im Krankenhaus.

Aber auch vermeintliche Experten schweben beim Umgang mit Giftschlangen immer wieder in Lebensgefahr. Der Todesfall eines 24-jährigen Österreichers (9. Juli) macht deutlich, welche Gefahren von diesen Tieren ausgehen. Der junge Mann aus Enns in Oberösterreich bezahlte einen kleinen Fehler mit seinem Leben.

Verstorbener galt als Experte für Giftschlangen - Fehler bei Fütterung einer Hornviper

Wie die Kronen Zeitung berichtet, hatte sich der Mann bei der Fütterung einer Hornviper kurz weggedreht. Die Viper habe sofort zugeschnappt und ihn in den Handrücken gebissen. Im Krankenhaus verstarb er an den Folgen der Vergiftung. Laut dem Bericht galt er durchaus als sachkundig im Umgang mit Giftschlangen und anderen Reptilien.

Der Österreicher habe demnach ein breites Fachwissen gehabt, züchtete sogar die Reptilien und schulte Feuerwehrkameraden im richtigen Umgang mit den gefährlichen Tieren. Und doch wurde ihm jetzt eine seiner Schlangen zum Verhängnis.

Tödlicher Angriff einer Hornviper: Hausbewohner nach Giftschlangen-Tod des Österreichers in Angst

Der Vorfall sorgte im Mehrparteienhaus in Enns, in dem der 24-Jährige wohnte für Aufregung. Die anderen Bewohner verbrachten die ersten Stunden nach dem Tod des Mannes zunächst ins Angst. Der Reptilien-Züchter hatte nämlich neben der giftigen Hornviper noch weitere gefährliche Mitbewohner.

Die Behörden fanden in der Wohnung insgesamt 17 Terrarien. Die Kronen Zeitung berichtet von fünf Schlangen, darunter zwei Tigerpythons, einer Teju-Echse, zwei Vogelspinnen und vier Geckos.

Hornviper in Österreich: 24-Jähriger hielt Giftschlange illegal

Wie sich herausstellte hatte der junge Österreicher für die Haltung der Hornviper keine Genehmigung. Er habe die Giftschlange in einer Zoohandlung gekauft, aber auf eine Genehmigung zur Haltung in einer Wohnung verzichtet. Laut Experten hätte er eine solche auch nicht erhalten.

Die Hornviper ist unter anderem auch in Kroatien zu finden. Ihr auffälligstes Merkmal ist das Zickzack- oder Rautenmuster auf dem Rücken. In der freien Natur finden sich in Deutschland inzwischen sieben Schlangenarten. Zwei davon gelten als giftig.

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