Was Arbeitnehmer wissen müssen

Keine Homeoffice-Pflicht: Das müssen Arbeitnehmer ab dieser Woche wissen

  • Jason Blaschke
    VonJason Blaschke
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Die Homeoffice-Pflicht in Deutschland endet heute (1. Juli 2021). Und wie geht es weiter? Wir haben für euch die wichtigsten Infos zusammengefasst.

Ende Juni läuft die Corona-Notbremse in Deutschland* aus. Die Folge: Auch die Homeoffice-Pflicht* fällt zum 1. Juli 2021 weg. Sprich: Alle Arbeitnehmer, die aktuell im Homeoffice sind, müssten also theoretisch wieder zurück in die Firma. Der Grund: Es gibt keinen gesetzlichen Anspruch für Arbeitnehmer, im Homeoffice zu bleiben.

Ende der Homeoffice-Pflicht: Müssen Arbeitnehmer sofort zurück ins Büro?

Das gelte auch, wenn sich der Arbeitnehmer über mehrere Wochen oder Monate zu Hause eingerichtet und seinen Tagesablauf entsprechend angepasst haben, erzählt Rechtsanwalt Daniel Hammes auf maschinenmarkt.vogel.de zum Thema Homeoffice ab Juli 2021. Hemmes geht aber davon aus, dass es in der Praxis weiterhin Ausnahmen geben wird.

Insbesondere an Stellen, wo Hygieneregeln bei voller Mannschaftsstärke nicht durchsetzbar seien – zum Beispiel im Großraumbüro. Vor übereilten Rückholaktionen der Arbeitnehmer warnt auch die Gewerkschaft Verdi. Vieles könne man im Moment einfach noch nicht einschätzen, erzählt Pressesprecher Andreas Henke im Gespräch mit echo24.de* dazu.

Ende der Homeoffice-Pflicht: Corona-Regeln am Arbeitsplatz? Das ist bekannt

Gerade die Delta-Variante des Coronavirus* sei aktuell schwer einzuschätzen. „Und auch die Schutzmaßnahmen für Arbeitnehmer in der Corona-Pandemie sind ein Punkt, welchen wir kritisch sehen“, sagt Henke und macht damit auf die Tatsache aufmerksam, dass es kein einheitliches Vorgehen gibt, so wie das zum Beispiel in Schulen der Fall war.

Aber wie ist das eigentlich ab 1. Juli 2021 mit Schutzmaßnahmen und Corona-Regeln am Arbeitsplatz? Über die Frage berät aktuell das Arbeitsministerium. Berichten von heidelberg24.de* zufolge will das Ministerium bis Ende der Woche über eine Verlängerung beziehungsweise Anpassung der Arbeitsschutzverordnung* beraten, die genau solche Maßnahmen regelt.

Ende der Homeoffice-Pflicht: So riskant ist die Rückkehr ins Büro

Sprich: Noch ist nicht klar, wie genau die Vorgaben zu Flächen-, Abstands- oder Maskenvorgaben aussehen werden. Und auch die Testangebotspflicht sowie die Verpflichtung zu Hygienekonzepten von Arbeitgebern sind Punkte, über die noch nicht entschieden wurde. In einem Entwurf ist allerdings davon die Rede, dass Firmen auch weiterhin Corona-Tests anbieten sollen.

Kostenlose Schnelltests für Mitarbeiter könnten auch weiterhin in vielen Firmen angeboten werden (Symbolbild).

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil kündigte zudem an, dass der Schutz der Beschäftigten auch bei sinkenden Inzidenzen weiter im Vordergrund stehe. Doch wie gefährlich ist eigentlich die Rückkehr ins Büro? Über die Frage diskutierte das Portal t-online mit Aerosolforscher Dr. Christof Asbach. Der stellt klar, dass das Tragen einer Maske weiterhin unabdingbar sei.

Ende der Homeoffice-Pflicht: Rückkehr ins Büro – ein Restrisiko bleibt

Das Coronavirus sei immer noch vorhanden, lediglich die Wahrscheinlichkeit, auf einen Infizierten zu treffen, habe sich verändert. Besonders enge Räume wie Fahrstühle oder Toiletten sind aus Sicht von Asbach ein Risiko, wenn die Beschäftigten keine Maske tragen. Sprich: Geeignete Schutzmaßnahmen können helfen, das Risiko einer Infektion abzumildern.

Aber: „Aus Arbeitsschutz-Perspektive bleibt ein Restrisiko – auch bei niedrigen Inzidenzen“, erzählt Michael Kloth vom Verband für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz im Gespräch mit t-online zu der Thematik. Seiner Meinung nach sollte eine Homeoffice-Möglichkeit beibehalten werden. Sprich: Der Arbeitnehmer könnte selbst entscheiden, ob er noch im Homeoffice bleiben will oder ins Büro zurückkommt. *echo24.de und heidelberg24.de sind ein Teil von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Felix Kästle/dpa

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