Gefährliche Jahreszeit: Der Herbst fordert volle Aufmerksamkeit

Darum könnten Sie im Herbst sterben: Sechs tödliche Gründe

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Darum könnten Sie im Herbst sterben: Sechs tödliche Gründe.
  • Dominik Jahn
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Tödlicher Herbst: So gefährlich wird die Jahreszeit zwischen Laub, Nebel und Sonne.

Der Sommer hat sich mit dem 1. September meteorologisch verabschiedet. Der Herbst schwingt jetzt das Zepter. Zugegeben, optisch hat die dritte Jahreszeit nach Frühling und Sommer durchaus seine Reize. Allerdings drohen auch tödliche Gefahren. Kühler, dunkler, nasser - Vorsicht ist geboten!

Nicht nur auf die fleißigen Pilze-Sammler lauern im Wald Gefahren - giftige Pilz-Doppelgänger und die zehn tödlichsten Pilz-Arten in unseren Wäldern in Baden-Württemberg - auch sonst sollte man im Alltag mit offenen Augen durchs Leben gehen, oder fahren. Auto- und Fahrradfahren wird im Herbst durchaus gefährlich.

Herbstlaub und Nebel: Das rät der Experte

Alle Jahre wieder warnt der ADAC die Verkehrsteilnehmer vor dem Herbst. Die Experten mahnen zur erhöhten Vorsicht. Die Bäume verlieren vermehrt ihr Laub. Durch Regen werden Straßen zu Rutschbahnen. Gerade in Waldstücken, in Kurven kann es dann schnell gefährlich werden. Auch Radfahrer und Motorradfahrer sollten auf die durchaus tödliche Laub-Gefahr aufpassen. Der ADAC-Experte rät allgemein: „Achten Sie auf Ihre Geschwindigkeit und passen Sie diese an die Witterungsverhältnisse an. Lenken und beschleunigen Sie sehr gefühlvoll.“

Zum Laub gesellt sich dann oft noch Nebel. Auch hier gilt: vorausschauende Fahrweise, angepasste Geschwindigkeit und ausreichend Abstand. Schnell geht einem sonst der Platz aus - zum Vordermann oder zum Straßenrand.

Schöne Sonne: Im Herbst wird das helle Licht zur tödlichen Gefahr

Weitere Herbst-Gefahr die durchaus lebensgefährlich werden kann: die Sonne! Schön sie immer wieder zu sehen in dieser Jahreszeit, allerdings hat sie jetzt auch ihre Tücken. Für das Jahr 2019 meldete der ADAC 3.219 Unfälle mit Personenschaden durch tiefstehende Sonne.

Problem: Die Zeit des Berufsverkehrs fällt im Herbst meist genau auf Sonnenauf- und untergang. Ampeln, Kurven, Zebrastreifen und Verkehrsschilder sind im hellen Licht schwer oder gar nicht zu erkennen. Eine tödliche Gefahr für einen selbst und andere. Die Sonnenbrille alleine hilft da oft nicht mehr. Was tun?

Laut Experten sollte man darauf achten die Scheiben sauber zu halten, die Funktion der Scheibenwischer muss regelmäßig kontrolliert werden und Geschwindigkeit sowie Abstand sind dringend anzupassen. Wer gerne in seinem Fahrersitz lümmelt, ist ebenfalls eine Gefahr. Die Sonne kann so unter der Sonnenblende hindurch scheinen.

Wildwechsel im Herbst: Auto gegen Bio-Rhythmus der Tiere

Ein echter Herbst-Klassiker ist der Wildwechsel. Hier lauert die tödliche Gefahr besonders in Waldgebieten. Tiere wie das Rotwild befinden sich in der Brunftzeit. Die Triebe vernebeln die Sinne. Mit abnehmenden Tageslicht sind die Wildtiere morgens später und abends etwas früher aktiv.

Der ADAC-Experte erklärt: „Der Bio-Rhythmus der Tiere war bisher auf einen Pendlerverkehr eingestellt, der eine Stunde versetzt den Lebensraum passierte. Rund um die Zeitumstellung ist daher die Wildwechselgefahr besonders erhöht.“ Laut ADAC-Bericht meldet das Statistische Bundesamt jedes Jahr mehr als 270.000 Wildunfälle. Letztes Jahr kamen dabei über 2.500 Menschen zu Schaden. 20 Fahrzeuginsassen verunglückten dabei tödlich.

Auch für die Tiere nimmt der Unfall meist kein gutes Ende. So sterben nach Angaben des Deutschen Jagdverbandes (DJV) kommt jedes Jahr mehr als eine Million Wildtiere an den Folgen.

Unwetter im Herbst: Wetter wird lebensgefährlich

Eine Gefahr lauert auch ganz ohne Auto. Das Wetter. Herbststürme sind für Spaziergänger nicht zu unterschätzen. Gerade wer sich in dieser Jahreszeit gerne im Wald aufhält, der sollte - laut news.de - an die eigene Sicherheit denken: „herabstürzende Äste oder sogar ganze Bäume, sintflutartige Regenfälle und Gewitter können töten.“

Wichtig: Unwetterwarnungen werden frühzeitig von Wetterdiensten veröffentlicht. Und auch nach den Stürmen herrscht in Waldgebieten durchaus noch Lebensgefahr durch angeknackste Äste und Bäume.

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