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Wie heftig wird der Corona-Herbst? Das erwarten Experten

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Von: Anna-Maureen Bremer

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Die zunehmende Kälte sorgt für mehr Aufenthalte in Innenräumen. Die Corona-Infektionszahlen steigen rapide. Was das für die nächsten Monate und die Regeln bedeutet.

Der Herbst ist da und mit ihm steigen die Corona-Fallzahlen. Wie Gesundheitsminister Karl Lauterbach sagt, sei dieser Trend auch in anderen Ländern deutlich erkennbar. Welche Entwicklung steht in den kommenden Wochen und Monaten bevor und mit welchen Maßnahmen reagiert die Landesregierung in Baden-Württemberg künftig auf die Pandemie?

Corona-Lage im Land: Infektionen steigen in Baden-Württemberg – mehr Intensivpatienten

Seit Mitte September steigt die Zahl der Neuinfektionen wieder. Zuletzt haben die Ansteckungszahlen sogar deutlich an Fahrt aufgenommen. Lag die Sieben-Tage-Inzidenz vor einer Woche noch bei rund 220, hat sich die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen nun fast verdoppelt. Auch die Zahl der Infizierten in den Kliniken und auf den Intensivstationen nimmt wieder zu. Es dominiert weiter die Omikron-Variante BA.5 des Coronavirus.

Wieder mehr Corona-Infektionen: Woran liegt das?

Zahlreiche Experten warnten seit dem Sommer davor, dass sich das Leben im Herbst und Winter wieder stärker in Innenräume verlagert und damit auch die Wahrscheinlichkeit von Ansteckungen steigt. Eine ähnliche Entwicklung konnte bereits in den vorigen Jahren der Pandemie beobachtet werden. Auch andere Atemwegserkrankungen treten im Herbst und Winter erfahrungsgemäß häufiger auf. Mit den Volksfesten zum Herbstbeginn stiegen die Zahlen zuletzt an. Ein direkter Zusammenhang ist noch nicht bestätigt.

Corona in Deutschland und Baden-Württemberg: Wird der Herbst wieder schlimm?

Ein erneuter Anstieg der Fallzahlen komme, aber aller Voraussicht nach keine Überforderung des Gesundheitssystems. Darin sind sich die meisten Experten einig. Der Heidelberger Virologe Hans-Georg Kräusslich, der auch das Gesundheitsministerium in Stuttgart in Sachen Corona berät, sagte etwa dem SWR: „Ich glaube, dass die Infektionszahlen zunehmen werden, generell Atemwegsinfektionen und damit auch Corona.“ In der Folge werde auch die Belegung in den Kliniken und auf den Intensivstationen wieder zunehmen. Mit einer Überlastung rechnet er aber nicht.

Trotz des bisherigen Anstiegs der Fallzahlen geht auch eine Prognose für das Landesgesundheitsamt derzeit von einem Rückgang der Zahl der Covid-Intensivpatienten im Land aus.

Maskenpflicht und Quarantäne: Welche Corona-Maßnahmen gibt es noch?

Ein wichtiger Baustein bleibt die Maskenpflicht im öffentlichen Personennahverkehr, beim Besuch in Kliniken und Heimen sowie beim Arzt. Wer ein Pflegeheim oder ein Krankenhaus betritt, muss zudem einen Schnelltest vorlegen. Grundsätzlich plädiert Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) aber künftig auf mehr Eigenverantwortung der Menschen im Land.

Auch wenn Gesundheitsminister Lucha sie gerne loswerden möchte, hält die Bundesregierung an der Isolationspflicht fest. Fällt der Corona-Test positiv aus, muss man sich fünf Tage lang absondern. Auf diese Weise sollen weitere Ansteckungen verhindert werden.

Corona noch nicht ausgestanden: Wie komme ich an einen Impftermin?

Wer sich impfen lassen möchte, kann unter www.impftermin-bw.de nach einem Termin in seiner Nähe suchen und dort auch zwischen den verschiedenen Impfstoffen auswählen. In Heilbronn stehen verschiedene Impfangebote zur Verfügung. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt eine zweite Auffrischungsimpfung derzeit vor allem Menschen ab 60 Jahren oder mit Vorerkrankungen.

Die neuen, angepassten Impfstoffe sollen laut Stiko bevorzugt bei Booster-Impfungen zum Einsatz kommen. Eine Grundimmunisierung mit in der Regel zwei Impfungen haben 74 Prozent der Menschen in Baden-Württemberg erhalten. Über eine erste Booster-Impfung verfügen bislang 61 Prozent.

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