Klima-Aktivistin für Werbezwecke genutzt

Greta Thunberg: VW-Aktion verärgert "Fridays for Future"-Aktivistin

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Greta Thunberg zeigte sich auf Twitter empört, nachdem der Automobilhersteller Volkswagen unberechtigt ein Bild der "Fridays for Future"-Aktivistin zu Werbezwecken genutzt hatte.
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Greta Thunberg ist stinksauer. Die "Fridays for Future"-Aktivistin wählt in einem Twitter-Post klare Worte. Die Schwedin hat eine Forderung an ihre Anhänger.

  • Greta Thunberg sorgte mit ihrer Wutrede beim UN-Klimagipfel in New York für Aufsehen
  • Zuvor ärgerte sich die "Fridays for Future"-Aktivistin jedoch über ein Foto
  • Auf Twitter nahm Greta Thunberg zum Foto Stellung - und forderte ihre Anhänger zur Mithilfe auf

Wolfsburg - Beim UN-Klimagipfel in New York sorgte Greta Thunberg für großes Aufsehen. Am 23. September 2019 hatte die 16-jährige Schwedin den Gipfel der Vereinten Nationen im Rahmen der jährlichen "Climate Week NYC" besucht. Vor rund 60 Staats- und Regierungschefs hielt die "Fridays for Future"-Aktivistin schließlich eine viel beachtete Rede, warf den mächtigsten Männern und Frauen dieser Welt vor, sie hätten ihre Zukunft zerstört.

Der Welt stünde ein Massenaussterben bevor, doch die Politiker würden nur über "Geld und die Märchen von einem für immer anhaltenden wirtschaftlichen Wachstum" reden, so Greta  Thunberg auf dem UN-Klimagipfel. Doch schon vor ihrer Reise nach New York zeigte sich die "Fridays for Future"-Aktivistin empört - wegen des deutschen Automobilherstellers Volkswagen, wie nordbuzz.de* berichtet.

Greta Thunberg: "Fridays for Future"-Aktivistin echauffiert sich über Volkswagen (VW)

VW wollte die Klima-Debatte und die steigende Popularität von Greta Thunberg scheinbar ausnutzen, um für seine eigenen Maßnahmen im Kampf gegen den Klimawandel zu werben. Der in Wolfsburg ansässige Automobilhersteller kämpft seit 2015 um sein Image, nachdem bekannt geworden war, dass VW die Ergebnisse einiger Abgastests manipuliert hatte. 

Seit 2015 kosteten die Folgen des Abgasskandals die Volkswagen AG rund 28 Milliarden Euro (Stand: Februar 2019). Zudem gab der in Wolfsburg ansässige Automobilhersteller bekannt, mehrere Milliarden Euro in Zukunftstechnologie wie Elektro-Autos zu investieren, um den Klimawandel zu bekämpfen. Im Zuge dessen wollte VW nun offenbar auch das Gesicht des Kampfes gegen den Klimawandel für sich nutzen - die "Fridays for Future"-Gründerin Greta Thunberg.

Wolfsburg: VW wollte mit "Fridays for Future"-Aktivistin Greta Thunberg werben

Auf der eigenen Homepage warb Volkswagen mit einem Foto der "Fridays for Future"-Aktivistin. Darunter stand der Satz: "We owe it to our children to find the right answers" ("Wir schulden es unseren Kindern, die richtigen Antworten zu finden"). Damit suggeriert der in Wolfsburg ansässige Automobilhersteller, dass Greta Thunberg und VW miteinander kooperieren. Doch die "Fridays for Future"-Aktivistin fand diese Werbeaktion offenbar gar nicht witzig. Auf Twitter zeigte sich Greta Thunberg empört.

Greta Thunberg zeigte sich auf Twitter empört, nachdem der Automobilhersteller Volkswagen unberechtigt ein Bild der "Fridays for Future"-Aktivistin zu Werbezwecken genutzt hatte.

"Manchmal höre ich, dass mein Name oder Fotos von mir für Werbezwecke genutzt werden. Ich habe niemals einer Firma oder Organisation meine Zustimmung gegeben, das zu tun. Auch in Zukunft bin ich nicht an solchen Kooperationen interessiert", schreibt Greta Thunberg auf Twitter und fügt an: "Wenn ihr so etwas seht, lasst es mich bitte wissen", so die "F ridays for Future"-Aktivistin. Greta Thunberg gibt Volkswagen einen Korb - und die Familie Thunberg meldete sich in Wolfsburg. Erst vor kurzem waren pikante Fotos von Greta Thunberg aufgetaucht.

Greta Thunberg: VW veröffentlicht Foto - "Fridays for Future"-Aktivistin reagiert empört

Die Familie von Greta Thunberg beschwerte sich bei VW und bat darum, das Foto von der Homepage zu entfernen. Der in Wolfsburg ansässige Automobilhersteller reagierte umgehend, das Foto ist inzwischen von allen Seiten verschwunden. Ein Sprecher von Volkswagenerklärte, man habe das Bild aus einer kommerziellen Fotodatenbank erworben, um Greta Thunberg als Person der Zeitgeschichte in einem Artikel auf der Internetseite des Konzerns zu illustrieren, berichtet news38. Dieser Versuch ist allerdings gehörig schiefgegangen.

Schon im März 2019 war VW ein Fauxpas unterlaufen. Im Rahmen der Verleihung der "Goldenen Kamera 2019" hatte Greta Thunberg einen Sonderpreis für ihren Kampf um den Klimaschutz erhalten. Doch kurz nach der Rede der "Fridays for Future"-Aktivistin, die ihren Preis dem Hambacher Forst widmete, kam es zum Eklat. Zu einem Eklat kam es indes auch in Bremen, wo es zu einer versuchten Brandstiftung im Namen der "Fridays for Future"-Bewegung kam.

Greta Thunberg wird für Klimaschutz geehrt - Volkswagen verschenkt einen SUV

Milena Tscharntke wurde als beste Nachwuchsschauspielerin mit der "Goldenen Kamera" ausgezeichnet - und bekam zusätzlich einen SUV von Volkswagen geschenkt. In den sozialen Medien hagelte es daraufhin große Kritik - sowohl für den in Wolfsburg ansässigen Automobilhersteller als auch für die Macher der "Goldenen Kamera". Unterdessen segelte ein Oldenburger Profisegler mit der Klima-Aktivistin über den Atlantik - nach der Segelfahrt mit Greta Thunberg hat Boris Herrmann eine wichtige Botschaft.

„Erst wird Greta Thunberg geehrt, weil sie für mehr Klimaschutz kämpft. Dann schenkt VW einer anderen Gewinnerin einen neuen SUV, damit die zu ihren Castings fahren kann. Realsatire à la Goldene Kamera“, hieß es unter anderem in den sozialen Medien. Nun folgte der nächste Fauxpas für Volkswagen im Umgang mit Greta Thunberg. Unterdessen wurde Greta Thunberg von Dieter Bohlen attackiert - der Poptitan richtete klare Worte an die "Fridays for Future"-Aktivistin.

Diesen Tweet veröffentliche Greta Thunberg, nachdem sie von ihren Followern darauf aufmerksam gemacht wurde, das Volkswagen unberechtigt mit einem Foto der "Fridays for Future"-Aktivistin wirbt.

Nag

*nordbuzz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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