Giftschlange in Deutschland

Giftschlange in Garten gesehen – Polizei gibt Tipps für richtigen Umgang

  • Lisa Klein
    VonLisa Klein
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Eine Giftschlange hat Anwohnern in ihrem Garten in Dänischenhagen einen Schrecken eingejagt. Die Polizei rät: Auf keinen Fall nähern und die 110 wählen!

Anwohner im Ostring in Dänischenhagen – in einer Gemeinde auf der Halbinsel Dänischer Wohld in Schleswig-Holstein – haben am Mittwoch (11. August) einen gehörigen Schreck bekommen. In ihrem Garten sind sie einem Tier begegnet, welches sich normalerweise eher selten in die Nähe von Menschen verirrt, aber ziemlich gefährlich werden kann: einer Schlange. Den Beobachtungen zufolge soll es sich dabei sogar um eine Giftschlange gehandelt haben – und davon gibt es in Deutschland nur zwei: die Kreuzotter und die Aspisviper.

Wie gefährlich eine Giftschlange werden kann, zeigt ein aktueller Fall aus Österreich: Ein deutsches Mädchen wurde im Urlaub von einer Kreuzotter gebissen und musste mit dem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht werden. *echo24.de erklärt, wie man sich nach einem Schlangenbiss am besten verhalten sollte*.

Kreuzotter in Garten gesichtet: Der richtige Umgang mit der deutschen Giftschlange

Doch zurück nach Dänischenhagen: Gegen 15 Uhr am Mittwoch haben Anwohner im Ostring in ihrem Garten eine etwa ein Meter lange Schlange entdeckt, die gerade genüsslich einen Frosch verspeiste. Eine Streifenwagenbesatzung der Polizeistation Altenholz war schnell vor Ort, trotz gründlicher Suche konnte die Schlange jedoch nicht mehr entdeckt werden, wie die Polizei mitteilt.

Um was für eine Schlange es sich gehandelt hat, ist nicht sicher. Anwohner vermuten allerdings aufgrund des Aussehens der Schlange, dass es eine Kreuzotter gewesen sein könnte. Die Polizei rät: Da es sich bei einer Kreuzotter um eine Giftschlange handelt, sollte sich niemand bei Sichtung der Schlange nähern. „Rufen Sie dann bitte die Polizei über 110 oder direkt das Kreisveterinäramt“, heißt es in der Pressemitteilung.

Auch interessant: Bevorzugte Lebensräume von Schlangen

Die Begegnung mit einer Kreuzotter ist in Deutschland allerdings selten – sie ist ebenso wie die Aspisviper vom Aussterben bedroht. Die Kreuzotter bevorzugt Lebensräume wie lichte Wälder, Ränder von Mooren, Flussauen und Gebirgslandschaften oberhalb der Baumgrenze. Sie fühlt sich aber auch an Dämmen oder in Steinbrüchen wohl. In ihren Lebensräumen sucht die Kreuzotter bevorzugt wärmere Stellen wie Heiden oder helle Lichtungen auf. Sie ist jedoch hauptsächlich im Norden Deutschlands beheimatet.

Rubriklistenbild: © Günter Hansbauer/dpa

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