Wo er wohnt, wer für ihn kocht

G20-Gipfel in Hamburg: Hier schläft US-Präsident Donald Trump

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Das „Hotel“ von Donald Trump beim G20-Gipfel 2017 in Hamburg: Der US-Präsident schläft im Gästehaus des Senats.

G20-Gipfel in Hamburg am 7. und 8. Juli 2017: In diesem Hotel wohnt und schläft die US-amerikanische Delegation um Präsident Donald Trump an diesem Wochenende.

Hamburg - Es ist eines der am besten gehüteten Geheimnisse des G20-Gipfels und lädt zum Spekulieren ein: Welcher Staats- und Regierungschef kommt in welchem Luxus-Hotel unter? Diese Frage stellt sich auch wieder in diesem Jahr. Denn am 7. und 8. Juli treffen sich die internationalen Spitzenpolitiker zu Gesprächen in Hamburg.

Aus Sicherheitsgründen gibt es kaum offizielle Bestätigungen, wer wo eincheckt. Schließlich sind die Hotelanlagen Hochsicherheitstrakte, von Polizisten bewacht und abgeschirmt. Dennoch gibt es vereinzelte Informationen darüber, wo sich die Prominenten aufhalten werden.

Um die Unterkunft des wohl mächtigsten Manns der Welt, US-Präsident Donald Trump, ranken sich seit Wochen Spekulationen. Zunächst wurde vermutet, der 71-Jährige würde sich mit seiner Delegation im Berliner Hotel Intercontinental niederlassen. Als die Gerüchte jedoch ins Kraut schossen, sah man sich zu einem Dementi gezwungen. „Nein, er wohnt nicht bei uns.“

In welchem Hotel nächtigt US-Präsident Donald Trump also?

G20-Gipfel 2017 in Hamburg: In diesem Hotel schläft Donald Trump

Es deutet alles darauf hin, dass Donald Trump sich doch für eine Bleibe an der Elbe entschieden hat. Gerüchten zufolge handelt es sich um das Gästehaus des Hamburger Senats am Feenteich. Was diese Vermutung bestätigen könnte: Bereits jetzt patrouillieren dort schwerbewaffnete Polizisten zu Wasser und zu Lande.

Die Adresse von Donald Trumps „Hotel“ beim G20-Gipfel 2017: Schöne Aussicht 26, 22085 Hamburg.

Das Gästehaus des Hamburger Senats: Hier soll US-Präsident Donald Trump nächtigen.

Die Villa, die im Hamburger Stadtteil Uhlenhorst liegt, wurde 1868 nach Plänen des deutschen Architekten Martin Haller erbaut. Seit 1965 dient es der Unterbringung hoch- und höchstrangiger Gäste der Stadt. So haben in der Vergangenheit bereits das frühere britische Thronfolgerpaar Charles und Diana, Queen Elizabeth II. und ihr Mann Philip, Ex-PLO-Chef Jassir Arafat, der ehemalige sowjetische Staatschef Leonid Breschnew und der frühere US-Außenminister Henry Kissinger in dem Gebäude übernachtet.

1986 wurde es für knapp 2,5 Millionen Euro renoviert. Im ersten Obergeschoss wurden vier Schlafzimmer eingerichtet, im zweiten Obergeschoss drei weitere. Im Erdgeschoss hingegen gibt es repräsentative Räume, die beispielsweise für Veranstaltungen genutzt werden können. Von den Zimmern des zweieinhalbgeschössigen Gästehauses hat man einen herrlichen Blick auf die Alster und den Feenteich.

Aus Sicherheitsgründen darf heute im Gästehaus des Senats nicht mehr fotografiert werden. Die Bild-Zeitung zeigt allerdings Fotos, die im Rahmen einer Reportage vor 15 Jahren entstanden und versichert: „Seitdem hat sich dort nicht viel verändert.“ Ein namentlich nicht genannter „Rathaus-Insider“ betont gegenüber der Boulevardzeitung, dass Donald Trump sich in seiner Unterkunft während des G20-Gipfels in Hamburg vermutlich wohl fühlen wird: „Das Gästehaus ist im gepflegten hanseatischen Stil eingerichtet, wie man ihn auch an der Elbchaussee findet. Das müsste Mr. President doch gefallen.“  

G20-Gipfel in Hamburg: Wer kocht im Hotel für US-Präsident Donald Trump?

Wenn man über die Unterkunft des US-Präsidenten spricht, darf auch nicht unerwähnt bleiben, wer eigentlich für den Republikaner kocht. Geschweige denn, was Trump am liebsten isst. Es gibt einen Mann, der denn 71-Jährigen persönlich kennt und am kommenden Wochenende im Hotel für sein leibliches Wohl zuständig sein wird. Die Rede ist vom Hamburger Starkoch Karlheinz Hauser.

Der 50-Jährige vom Hotel Süllberg, den man unter anderem aus der ZDF-Kochshow „Die Küchenschlacht“ kennt, und das Atlantik-Hotel übernehmen das Catering für die Gäste bei dem Spitzentreffen in der Hansestadt. Das bestätigte eine Regierungssprecherin der Deutschen-Presse-Agentur.

Hauser leitet in Hamburg das mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnete Restaurant „Seven Seas“ im Hotel Süllberg. Zuvor war der Fernsehkoch auch im Hotel Adlon tätig. Dort sammelte er bereits Erfahrungen mit der Ausrichtung von Banketten. Als Küchendirektor und gastronomischer Leiter habe er große Bankette für nationale und internationale Prominenz organisiert sowie Dinner im Schloss Bellevue ausgerichtet, schreibt der im baden-württembergischen Heitersheim geborene Hauser auf seiner Homepage.

Eine besonders wichtige Erfahrung für den Gipfel machte er schon vor einigen Jahren. Der Zeit hatte Hauser im vergangenen Jahr gesagt, er habe von 2004 bis 2006 für Donald Trump gearbeitet, als kulinarischer Consultant im inzwischen berühmt gewordenen Privatclub Mar-a-Lago in Palm Beach im US-Bundesstaat Florida. „Daher kenne ich ihn sehr gut“, so Hauser gegenüber der Zeit. Der Bild-Zeitung verriet der Gastronom im letzten Jahr das Lieblingsessen des US-amerikanischen Politikers: Meatloaf - ein Hackbraten mit Ketchup und braunem Zucker überbacken.

G20-Gipfel in Hamburg: Wer bewacht US-Präsident Donald Trump?

Für die Sicherheit der internationalen Prominenz wurden bereits im Vorfeld des G20-Gipfels viele Vorkehrungen getroffen. So verbot die Hamburger Polizei alle Demonstrationen in großen Teilen des inneren Stadtgebiets zwischen den Gipfeltagungsorten und dem Flughafen. So soll sichergestellt werden, dass die Straßen für die Konvois der Gipfelteilnehmer und die Einsatzkräfte immer frei sind.

US-Präsident Trump wird beim G20-Gipfel 2017 in Hamburg - sowohl im  Hotel als auch bei den Sitzungen - von seinen eigenen schwerbewaffneten Sicherheitsleuten begleitet. Diese sind angehalten, jederzeit strikt ihre Schutzkonzeptionen zu befolgen. Aus diesem Grund wird befürchtet, dass es unter Umständen zu Konfrontationen von Leibwächtern und Demonstranten kommen könnte. Die Polizei warnte bereits, dass die Fahrzeugkolonne des Republikaners gegebenenfalls bei Blockaden nicht anhalten könnte.

G20-Gipfel in Hamburg: Die Themen von US-Präsident Donald Trump

Für US-Präsident Donald Trump findet der G20-Gipfel in Hamburg im Rahmen seiner zweiten Auslandsreise statt. Bereits im Mai besuchte das Staatsoberhaupt der Vereinigten Staaten Saudi-Arabien, Israel, die Palästinensischen Autonomiegebiete, den Vatikan, Brüssel und Sizilien. Nun geht es also nach Polen und nach Hamburg. Doch was hat Trump in Europa vor?

Ein knappes halbes Jahr ist Trump mittlerweile im Amt. Doch noch immer tut er sich innenpolitisch schwer und hat bisher kaum ein größeres Politikprojekt umsetzen können. Seine Einreiseverbote wurde von Gerichten nur zum Teil in Kraft gesetzt, seine Gesundheitsreform hängt im Senat fest, seine Steuerreform steht in den Sternen. Nicht einmal der Mauerbau an der Grenze zu Mexiko, eines seiner zentralen Wahlkampfversprechen, hat bisher begonnen.

US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania Trump.

Trump wird beim Gipfel versuchen, „Make-America-Great“-Themen zu spielen. Dazu gehört auch der Streit um Stahlimporte aus Deutschland und China und der größere Kontext des Welthandels. Notfalls, so droht Trump, würden die USA aus der Welthandelsorganisation (WTO) austreten. Beim Thema Sicherheit wird er auf die Karte des Anti-Terror-Kampfes setzen und das Nordkorea-Thema ansprechen. Dass die Nato-Mitglieder ihre Verteidigungsausgaben erhöhen, verbucht er als Erfolg. Mit Spannung wird erwartet, ob Trump in der Klimapolitik zumindest einen Minimalkompromiss zulassen wird.

sk/dpa/AFP

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