Südfrankreich und Korsika sind Hochrisikogebiete

Südfrankreich und Korsika sind Hochrisikogebiete: Das heißt es für Urlauber

Menton: Eine Stadt an der Côte d‘Azur im Südosten Frankreichs.
+
Teile Frankreichs und auch Korsika gelten ab Sonntag (8. August) als Hochinzidenzgebiete. (Symbolbild)
  • Lisa Klein
    VonLisa Klein
    schließen

Weitere beliebte Urlaubsregionen gelten ab Sonntag (8. August) laut RKI als Hochinzidenzgebiete. Für deutsche Urlauber könnte das zum Problem werden.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) erklärt weitere Regionen als Hochinzidenzgebiete. Das hat auch für viele deutsche Reisende Konsequenzen, denn darunter sind beliebte Urlaubsregionen der Deutschen. Ab Sonntag (8. August) gelten für zahlreichen Ländern strengere Regeln bei der Ein- und Ausreise – auch für deutsche Urlaubsrückkehrer wir es schwierigerer.

In Frankreich sind vor allem die südfranzösischen Regionen betroffen: Die Regionen Okzitanien, Provence-Alpes-Côte d‘Azur sowie die französische Mittelmeerinsel Korsika gelten ab Sonntag (8. August) als Hochinzidenzgebiete. Auch die Überseegebiete Guadeloupe, Martinique, Réunion, St. Martin und St. Barthélemy werden ab Sonntag als solche durch das RKI eingestuft.

Zudem hat das Robert-Koch-Institut ab dem 8. August weitere Länder außerhalb Europas als Hochinzidenzgebiete erklärt: Algerien, Bangladesch, Haiti, Honduras, Irak, Kasachstan, Korea (Demokratische Volksrepublik), Marokko, Mexiko, Myanmar, Papua-Neuguinea, Philippinen, Senegal, Tadschikistan, Thailand, Trinidad und Tobago, Turkmenistan und Usbekistan.

Frankreich und Korsika sind Hochinzidenzgebiete: Diese Regeln gelten bei der Einreise

Für die Einreise nach Frankreich aus Deutschland sowie aus allen EU-Staaten und die Ausreise aus Frankreich dorthin „ist unter Pandemiegesichtspunkten ohne besonderen Reisegrund möglich, wenngleich Frankreich seine EU-Binnengrenzen bis Ende Oktober 2021 weiter kontrolliert“, heißt es auf der Seite des Auswärtigen Amtes.

Bei der Einreise müssen Deutsche ab einem Alter von zwölf Jahren einen höchstens 72 Stunden vor Reisebeginn durchgeführten negativen PCR-Test oder Antigentest vorweisen. Alternativ ist auch der Nachweis eines vollständigen Impfstatus mit einem von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) zugelassenen Impfstoff oder ein Genesenennachweis möglich. Einreisende müssen zudem eine Erklärung zur Symptomfreiheit abgeben. 

Für Reisen in Überseegebiete oder von dort nach Festlandsfrankreich können andere Bestimmungen gelten. Nähere Informationen bieten die auf der Internetseite des französischen Innenministeriums verlinkten Internetseiten der örtlichen Behörden.

Frankreich ist Hochinzidenzgebiet: Diese Corona-Regeln gelten vo Ort

Frankreich steckt derzeit Mitten in einer vierten Corona-Welle. Innerhalb einer Woche infizierten sich zuletzt landesweit etwa 225 Menschen je 100.000 Einwohnern, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Aktuell gelten laut Informationen des Auswärtigen Amtes folgende Regeln zur Eindämmung des Coronavirus vor Ort in Frankreich:

  • Ausgangssperre: Die nächtliche Ausgangssperre wurde für Festlandfrankreich aufgehoben, allerdings gilt eine Ausgangssperre in den Überseegebieten Martinique (21 bis 5 Uhr) und La Réunion (23 bis 5 Uhr).
  • Reisen zwischen Französisch-Guayana und Martinique sind für ungeimpfte Reisende nur mit einem wichtigen Reisegrund möglich. Über die aktuellen Regelungen informiert die französische Regierung.
  • Gastronomie, Einzelhandel und Freizeit: Gastronomiebetriebe im Außenbereich, auch nicht-essenzielle Geschäfte, Museen, Konzertsäle, Sporthallen, Vergnügungsparks, Freibäder, Sportstadien und ähnliche Veranstaltungsorte sind mit Einschränkungen wieder geöffnet. Weitere Lockerungen etwa für die Gastronomie in Innenräumen oder Freibäder sind ebenfalls erfolgt. Regionale Ausnahmen sind möglich. Nähere Informationen gibt es auf der Webseite der französischen Regierung.
  • Maskenpflicht: Landesweit besteht für alle Personen ab 11 Jahre eine Maskenpflicht in allen öffentlich zugänglichen, geschlossenen Räumen (z.B. Flughäfen, Bahnhöfe, Banken, Geschäfte). Die Maskenpflicht gilt auch in allen öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Maskenpflicht im Freien ist entfallen. Bei Menschenansammlungen in Warteschlangen oder auf Märkten gilt sie weiter.

Bereits Mitte Juli hatte Staatschef Emmanuel Macron im Kampf gegen das Virus Sars-CoV-2 strengere Regeln angekündigt. Aufgrund der hohen Inzidenzen in Frankreich könnten vor Ort schon bald schärfere Corona-Regeln gelten, auch für Touristen.

Einreise nach Deutschland aus Hochinzidenzgebieten: Diese Regeln gelten für Reiserückkehrer

Reisende, die sich in den letzten zehn Tagen in einem Hochrisiko aufgehalten haben, müssen sich vor ihrer Ankunft in Deutschland auf www.einreiseanmeldung.de registrieren und den Nachweis über die Anmeldung bei der Einreise mit sich führen.

Von der Anmeldepflicht ausgenommen sind Personen, die lediglich durch ein Hochrisikogebiet durchgereist sind und dort kein Zwischenaufenthalt hatten, nur durch Deutschland durchreisen möchten und das Land auf schnellstem Weg wieder verlassen sowie Grenzpendler, die weniger als 24 Stunden in einem Hochrisikogebiet oder Virusvariantengebiet waren oder nur für bis zu 24 Stunden nach Deutschland einreisen.

Bei der Einreise nach einem Aufenthalt in einem Hochrisikogebiet besteht außerdem eine Ausnahme bei Aufenthalten von weniger als 72 Stunden für den Besuch von nahen Verwandten (Eltern, Kinder), von Ehepartnern und Lebenspartnern, die nicht dem gleichen Hausstand angehören sowie die Ausübung eines geteilten Sorgerechts.

Hochinzidenzgebiete: Neue Einreisebestimmungen für Reiserückkehrer

Seit Sonntag (1. August) gelten generell neue Einreise-Regeln in Deutschland: Alle Menschen ab zwölf Jahren müssen bei der Einreise nach Deutschland nachweisen können, dass sie entweder negativ auf das Coronavirus getestet, gegen Covid-19 geimpft oder genesen sind – egal ob sie aus einem Hochinzidenzgebiet, einem Virusvariantengebiet oder einem Land kommen, das als keines der beiden eingestuft ist.

Eine solche Vorgabe gab es zuvor schon für alle Flugpassagiere. Jetzt gilt sie für alle Verkehrsmittel, also auch bei Einreisen per Auto oder Bahn. Wer dagegen verstößt, muss mit einem Bußgeld rechnen. Es gelten bestimmte Ausnahmen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema