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218 Lichtjahre entfernt zur Erde entdecken Forscher Wasserwelten

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Von: Juliane Reyle

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Astronomie-Forscher hoffen schon lange auf diesen Planetentyp. Jetzt gibt es sogar gleich zwei davon. Doch ist dort auch das Leben möglich?

Forscher entdecken im Jahr 2014 gleich zwei neue Exoplaneten. Beide kreisen um den roten Zwerg, also einem Stern, dem Kepler-138. Genauere Nachforschungen auf diesen Supererden liefern allerdings erst jetzt Ergebnisse, die im Fachjournal „Nature Astronomy“ veröffentlicht werden. Schon seit Jahren hoffen Astronomen auf sogenannte Wasserwelten zu stoßen. Jetzt scheinen sie die ersten Exemplare gefunden zu haben.

Sichtbar, wie es der Sternschnuppenschauer oder Starlink-Satelliten sind, sind die Exoplaneten jedoch nicht.

Exoplaneten stellen sich als Wasserwelten heraus: Größer und leichter als die Erde

Gleich beide Exoplaneten stellen sich nämlich als Wasserwelten heraus. Damit finden die Forscher etwas noch nie dagewesenes: Die Planeten sollen etwa 1,5 Mal so groß wie die Erde sein, jedoch einen wesentlich größeren Anteil Wasser haben.

Wasser soll sogar 50 Prozent des Volumens der Planeten ausmachen und das entspräche circa 11 Prozent der Masse, erklären die Forscher. Die Masse der Exoplaneten ist auch der Grund dafür, dass sie davon ausgehen, Wasser auf den Planeten gefunden zu haben.

Denn obwohl die beiden Planeten größer sind als die Erde, wiegen sie deutlich weniger. Es wird davon ausgegangen, dass ein großer Teil der Materie der Exoplaneten aus einem Material bestehe, das leichter ist als Gestein, aber schwerer als Wasserstoff oder Helium ist.

Kepler 138-c und 138d: Ist auf den Supererden ein Leben möglich?

Die Planeten befinden sich in 218 Lichtjahren Entfernung zur Erde und werden Kepler 138-c und Kepler 138-d genannt. Ähnlich wie die Erde sollen sie einen Kern aus Eisen und Mantel aus Gestein besitzen, erklärt „ProSieben“ in einem Videobeitrag.

Doch im Gegensatz zu unserer Erde sollen die Mäntel der beiden Exoplaneten mit einer circa 2.000 Kilometer dicken Schale aus Wasser bedeckt sein. Die mittlere Ozean-Tiefe der Erde liegt im Vergleich bei lediglich 4 Kilometern.

Ein Leben ist auf dem Planeten leider dennoch nicht möglich, denn die Temperatur der Planeten soll über dem Siedepunkt von Wasser liegen. Der Druck soll dort so hoch sein, dass sich das Wasser auch bei diesen Temperaturen verflüssigt. Doch Forscher schätzen dennoch, dass es sogar 36 Zivilisationen in der Milchstraße geben könnte. Vergangen Januar waren sämtliche Planeten wie in einer Perlenkette am Nachthimmel sichtbar.

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