Unfall im Sommer 2017

Pilot ließ 14-Jährigen steuern: Unfassbare Details zu tödlichem Kleinflugzeug-Absturz in der Schweiz veröffentlicht

Wie traurig: Beim Absturz eines Kleinflugzeugs in der Schweiz sind drei Menschen ums Leben gekommen. Die Unfallursache ist noch unklar.

Update 18. Januar 2019: 

Bei der Bruchlandung eines Kleinflugzeugs in der Schweiz mit drei Toten saß im Sommer 2017 ein 14-jähriger Teenager ohne Flugkenntnisse am Steuer. Das geht aus dem Unfallbericht hervor, den die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) am Freitag veröffentlichte. Die einzige Überlebende hatte den Ermittlern berichtet, dass der Pilot den Jungen neben sich steuern ließ und ihm Anweisung gab, Links- oder Rechtskurven zu fliegen. „Der risikoreiche Entscheid des Piloten, die Steuerung an den Passagier zu übergeben, stellt ... einen direkt beitragenden Faktor zum Unfall dar“, urteilte die Sust.

Das Flugzeug vom Typ Piper PA-28 war in der Region Diavolezza rund 20 Kilometer südöstlich von St. Moriz im Kanton Graubünden unterwegs. An Bord waren neben dem Piloten drei Teilnehmer des Jugendlagers Pro Aero, das junge Leute für das Fliegen begeistern will. Auf fast 3000 Metern Höhe flog die Maschine nach dem Bericht nur in 25 Metern Höhe über eine Bergstation weg. Nach einer Kurve habe sie an Höhe verloren, sei unter den Seilen einer Seilbahn durchgeflogen und dann „mit dem Gelände kollidiert“. Der Pilot (61) sowie der Junge am Steuer und ein weiterer 14-Jähriger starben. Eine damals 17-Jährige wurde schwer verletzt gerettet.

Erstmeldung vom 4. August 2017

Pontresina - Laut Polizei starben zwei Jungen im Alter von 14 Jahren und der Pilot der viersitzigen Maschine vom Typ Piper PA-28. Eine 17-Jährige wurde schwer verletzt. Das Flugzeug war am Freitagvormittag unterhalb der Bergstation der Diavolezza-Bahn im Engadin nahe der italienischen Grenze abgestürzt. Die Maschine war im Rahmen eines Jugendlagers des Aero-Clubs der Schweiz unterwegs. Seit dem 30. Juli werden dabei 192 Jugendliche ins Fliegen eingeführt. Die Unfallursache ist noch unklar.

dpa

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