Explosion auf der Sinai-Halbinsel

Dieser Panzer stoppt das Bomben-Auto von fünf Attentätern

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Der Panzer überrollt das Auto, dann passiert eine riesige Explosion.

Mit einem 100 Kilo schweren Sprengsatz fuhren Selbstmordattentäter auf der Sinai-Halbinsel auf einen Checkpoint zu. Der Fahrer eines Panzers wusste sofort, was er tun musste. 

Kairo - Bei einer Explosion in der Nähe eines Armee-Stützpunkts im Norden der Sinai-Halbinsel sind sieben Zivilisten getötet worden. Unter ihnen waren zwei Frauen und zwei Kinder, berichtete die ägyptische Zeitung „Al-Ahram“ am Montagabend mit Verweis auf einen Militärsprecher. 

Es hätte aber noch ein viel größeres Blutbad geben können: Ein Panzer der Armee stoppte das mit Sprengstoff beladene Auto bei dem Stützpunkt südlich von Al-Arisch. Dann fuhr das tonnenschwere Gefährt über den SUV um den drohenden Anschlag zu verhindern. In dem Fahrzeug befanden sich fünf mutmaßliche mit Gewehren ausgerüstete Extremisten sowie 100 Kilogramm Sprengstoff.

Panzerfahrer verhinderte Schlimmeres

Wenn der Anschlag wie geplant durchgeführt worden wäre, hätten 50 bis 60 Soldaten und Zivilisten ums Leben kommen können, hieß es weiter. Zum Zeitpunkt der vereitelten Attacke standen einige Fahrzeuge von Zivilisten sowie Gewerbe-Lastwagen vor dem Kontrollpunkt in einer Schlange, wie Videoaufnahmen zeigten, die vom Militärsprecher veröffentlicht wurden.

Keine Angaben gab es zunächst zu den Tätern. Der lokale Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hatte sich in der Vergangenheit mehrfach zu Anschlägen auf Sicherheitskräfte in der Region bekannt. Der ärmliche Norden der Sinai-Halbinsel ist in Ägypten eine Hochburg der Extremisten.

mm/dpa

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