Der Staatsschutz ermittelt

Krankenhaus: Dessous-Verkäuferin von Burka-Frau im Laden verprügelt

Weil im Schaufenster eines kleinen Modegeschäfts in Berlin-Neukölln Schilder wie „Scharia-Bikinis“ und Puppen mit Gewändern für die muslimische Frau standen, rastete ein Burka-Frau aus. 

Berlin - Verkäuferin Rania Abu El-A.- (40) stand am Nachmittag in ihrem Laden, als plötzlich eine Frau mit einer Burka in Form eines Nikab (nur die Augen zu sehen) zur Tür hereinstürmte. „Sie beschimpfte mich als Schlampe, als Hure, sprach Deutsch und Arabisch durcheinander. Sie wollte, dass die Sachen aus dem Fenster kommen. Kopftücher und Unterwäsche passen nach islamischem Glauben nicht zusammen. Das sei Sünde“, so El-A. gegenüber bild.de. Als die Verkäuferin deutlich machte, die Sachen nicht aus dem Fenster zu nehmen, verschwindet die aufgebrachte Frau - doch sie kommt zurück, mit einem Mann und einer Frau als Verstärkung. 

Die Burka-Frau greift der Verkäuferin in die Haare, schüttelt und stößt sie. Rania Abu El.-A. blutet und ruft die Polizei. Doch noch bevor die Beamten eintreffen, ist das Trio wieder weg. Die Verkäuferin kommt ins Krankenhaus. Ihre Verletzungen werden dokumentiert: Kratzspuren im Nacken und seitlich des rechten Auges. Schmerz und Schwellungen am rechten Joch-, über dem Nasenbein: „Hier Faustschlag erhalten“, steht laut bild.de zweimal im Bericht. Auf Nachfrage des Boulevard-Blatts bestätigt eine Polizeisprecherin den Vorfall. 

„Der Staatsschutz ermittelt wegen Körperverletzung im Rahmen religiös motivierter Gewalt.“ Erste Hinweise auf die gesuchte Frau gibt es auch: Als der Schleier verrutschte, erkannte die Verkäuferin Hals-Tätowierung, Nasenring und blonde Haare. Außerdem hatte die Angreiferin Handy und Handschuh verloren.

mk

Rubriklistenbild: © dpa Symbolbild (Fotomontage)

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