Erdrutsch in Baden-Württemberg

Warnung vor schweren Unwettern in Süddeutschland

Vorbereitung auf das Hochwasser: Wasserstege werden in Heidelberg am Neckar aufgebaut. Foto: Rene Priebe/dpa
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Vorbereitung auf das Hochwasser: Wasserstege werden in Heidelberg am Neckar aufgebaut. Foto: Rene Priebe/dpa
Strommast im Wasser der Elz: Nach starken Regenfällen ist der Fluss über die Ufer getreten und hat angrenzende Äcker überflutet. Foto: Patrick Seeger/dpa
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Strommast im Wasser der Elz: Nach starken Regenfällen ist der Fluss über die Ufer getreten und hat angrenzende Äcker überflutet. Foto: Patrick Seeger/dpa
An dem Wohnhaus im baden-württembergischen Ort Simonswald entstand ein Sachschaden um die 50.000 Euro. Foto: Patrick Seeger/dpa
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An dem Wohnhaus im baden-württembergischen Ort Simonswald entstand ein Sachschaden um die 50.000 Euro. Foto: Patrick Seeger/dpa
Starker Regen hat Bäche und Flüsse im Schwarzwald stark anschwellen lassen. Es besteht Hochwassergefahr. Foto: Patrick Seeger/dpa
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Starker Regen hat Bäche und Flüsse im Schwarzwald stark anschwellen lassen. Es besteht Hochwassergefahr. Foto: Patrick Seeger/dpa
Das Haus in Simonswald (Baden-Württemberg) war von einer Schlammlawine getroffen worden. Foto: Patrick Seeger/dpa
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Das Haus in Simonswald (Baden-Württemberg) war von einer Schlammlawine getroffen worden. Foto: Patrick Seeger/dpa
Abpumpen, so gut es geht: In Baden-Württemberg und Bayern gibt es rekordverdächtige Regenmengen. Foto: Patrick Seeger/dpa
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Abpumpen, so gut es geht: In Baden-Württemberg und Bayern gibt es rekordverdächtige Regenmengen. Foto: Patrick Seeger/dpa
Aufräumen nach dem Erdrutsch im baden-württembergischen Simonswald. Foto: Patrick Seeger/dpa
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Aufräumen nach dem Erdrutsch im baden-württembergischen Simonswald. Foto: Patrick Seeger/dpa
Hochwasser in Baden-Württemberg: Die Rench ist durch starken Regen angeschwollen, in vielen Gemeinden gilt Hochwasseralarm. Foto: Patrick Seeger/dpa
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Hochwasser in Baden-Württemberg: Die Rench ist durch starken Regen angeschwollen, in vielen Gemeinden gilt Hochwasseralarm. Foto: Patrick Seeger/dpa

Orkan, Tauwetter, Dauerregen und Neuschnee: Für Süddeutschland braut sich eine gefährliche Mischung zusammen. Besonders turbulent wird es in der Nacht zum Dienstag. Erst ab der Wochenmitte wird sich die Lage beruhigen. Aber wohl nicht lange.

Offenbach/Main (dpa) - Die neue Woche beschert dem Süden Deutschlands Dauerregen, Tauwetter und heftige Stürme. Auch Hochwasser bleibt ein Thema. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte für die Nacht zum Dienstag vor "extremen Orkanböen" mit über 140 Stundenkilometern in den Hochlagen der Berge.

Selbst in tieferen Regionen können Windstöße mit 120 Stundenkilometer übers Land jagen. Dazu schüttet es weiter: Im Schwarzwald und im Allgäu kann die Gesamtregenmenge, die seit dem Wochenende gefallen ist, auf örtlich 100 Liter, teils sogar auf 140 bis 200 Liter ansteigen. Für viele Regionen in Süddeutschland galten amtliche Unwetterwarnungen.

Um den garstigen Wettermix komplett zu machen, bringt die Kaltfront am Dienstag und Mittwoch in den Mittelgebirgen 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee, in den Alpen sogar teils über 50 Zentimeter. Der Lawinenwarndienst rief daher in mehreren bayerischen Gebieten die Warnstufe drei von fünf aus. In Bayern wurde zudem im östlichen Alpenbereich mit Hochwasser gerechnet.

Am angespanntesten war die Hochwassersituation am Montag in Baden-Württemberg, nachdem die Pegelstände in vielen Flüssen nach einem völlig verregneten Wochenende kräftig angestiegen waren. Einzelne Flüsse kamen nach Angaben der Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg (HVZ) sogar in die Nähe der Zehnjahresmarken. Bei Oppenau (Ortenaukreis) stürzten nach Angaben der Bundespolizei am Montag Bäume auf die Gleise der Renchtalbahn. Ein Zug kollidierte mit dem Hindernis und konnte die Fahrt nicht fortsetzen. In Simonswald (Kreis Emmendingen) beschädigten abgerutschte Erdmassen ein Haus.

Der Rhein bei Karlsruhe sollte seinen höchsten Stand am Dienstag erreichen. Für den Pegel Maxau prognostizierte die HVZ einen maximalen Stand zwischen etwas über 7,00 Metern und knapp 8,00 Metern. Ab 7,50 Metern wird die Schifffahrt unterbrochen. Auch der Wasserstand des Neckars in Heidelberg soll sich bis Dienstag weiter erhöhen.

An der Mosel stiegen die Pegelstände ebenfalls: Am Montagnachmittag wurde die Schifffahrt bei Trier eingestellt, als der Wasserstand am Pegel Trier 6,95 Meter erreichte. Vormittags waren es erst etwas mehr als 6,50 Meter - laut Hochwassermeldezentrum Rheinland-Pfalz gut drei Meter über dem mittleren Wasserstand. Bereits am Mittag waren erste Straßen an der Mittelmosel überflutet und wurden gesperrt. In Saarbrücken wurde die Sperrung der Stadtautobahn vorbereitet.

Ruhiger wird das Wetter ab der Wochenmitte. Die Sonne wird sich dann wieder etwas häufiger zeigen, es bleibt zumeist trocken. Die eingeflossene Kaltluft wird sich laut Vorhersage etwas erwärmen, nachts droht aber gebietsweise Frost. Schon zu Beginn der nächsten Woche nimmt nach Einschätzung des DWD die Sturmgefahr deutlich zu und es wird wieder neue, teils kräftige Niederschläge geben.

Pressemitteilung

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