Corona-Vakzin CureVac

Neue Studienergebnisse von CureVac: Kommt der Corona-Impfstoff noch?

Pharmaunternehmen Curevac
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Gibt es doch noch Hoffnung für den Corona-Impfstoff von CureVac? (Symbolbild)
  • Lisa Klein
    VonLisa Klein
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Der Corona-Impfstoff von CureVac sollte eigentlich schon im Juni einsatzbereit sein – nun setzt das Unternehmen auf eine zweite Generation des Vakzins.

Inzwischen ist der Impfstoff-Hersteller eigentlich schon so gut wie vergessen: CureVac. Nachdem im Juni klar geworden ist, dass der Corona-Impfstoff des Tübinger Herstellers wohl nicht so bald verfügbar sein wird, sind auch die Nachrichten rund um CureVac weniger geworden. Damals hatten Studienergebnisse gezeigt, dass der CureVac-Impfstoff wohl weniger wirksam ist als erwartet – und zwar unzureichend für eine Zulassung.

Nach gut 1,5 Monaten taucht CureVac wieder auf der Bildfläche auf, es gibt eine neue Pressemitteilung des Tübinger Herstellers. Doch beendet scheinen die Studien rund um das Corona-Vakzin noch immer nicht zu sein. Wie steht es denn nun um den deutschen Corona-Impfstoff? Wann ist eine Zulassung von CureVac möglich?

CureVac-Impstoff: Zweite Generation macht Hoffnung – „verbesserte Immunantworten“

Mittlerweile ist eine zweite Generation des CureVac-Impfstoffes gegen das Coronavirus in der Testphase – „CV2CoV“. Die „Präklinische Studie belegt stark verbesserte Immunantworten von CureVacs gemeinsam mit GSK entwickeltem mRNA-Rückgrat der zweiten Generation, im Vergleich zu CureVacs mRNA-Rückgrat der ersten Generation“, heißt es in der Pressemitteilung. Die aktuellen Daten sollen also eine hohe Schutzwirkung des Impfstoffkandidaten der zweiten Generation belegen.

GlaxoSmithKline plc (GSK) 

Die GlaxoSmithKline plc (GSK) ist ein britisches Pharmaunternehmen mit Hauptsitz in London. Das Unternehmen hat Produktionsstätten in Europa sowie in Nordamerika und Asien. Es stellt Arzneimittel, Impfstoffe, Gesundheitsprodukte und Hygieneartikel her.

Der Konzern investiert in eigene Forschung, um neue Medikamentenwirkstoffe zu entwickeln. Nach eigenen Angaben arbeitet jeder sechste Mitarbeiter im Bereich Forschung, und es werden täglich 13 Millionen Euro dafür investiert. Für die Entwicklung eines wirksamen Corona-Impfstoffes arbeitet GSK in Deutschland mit CureVac zusammen.

Außerdem wurden die „Fähigkeit der induzierten Antikörper zur Neutralisation von verschiedenen Varianten, wie der Beta-, Delta- und Lambda-Variante, untersucht“. Dabei kam es in der Studie zu folgendem Ergebnis: „CV2CoV war zudem in der Lage, eine stärkere Antikörperneutralisierung aller ausgewählten Varianten zu erreichen, darunter die Beta-, Delta- und die Lambda-Variante. In der Challenge-Studie mit dem ursprünglichen SARS-CoV-2-Virus zeigte sich, dass die mit CV2CoV geimpften Tiere besser geschützt waren, gemessen an der wirksamen Beseitigung der Virenlast in Lunge und Nase.“

Zusammengefasst heißt das: Die zweite Generation des Corona-Vakzins hat eine höhere Wirksamkeit als der zuerst entwickelte Impfstoff des Tübinger Herstellers. Zudem schützt der CV2CoV-Impfstoff auch gegen die Virusvarianten. Aber: Bislang beziehen sich die Studienergebnisse nur auf Tierversuche und nicht auf Forschungen am Menschen.

Corona-Impfstoff von CureVac: Hohe Wirksamkeit gegen die Virus-Varianten

Dennoch zeigt sich der Tübinger Impfstoffhersteller optimistisch: Dr. Rino Rappuoli, wissenschaftlicher Leiter und Chef der Forschungs- und Entwicklungsabteilung bei GSK Vaccines, sagte: „Die starke Immunantwort und die Schutzwirkung in der präklinischen Testung des mRNA-Rückgrats der zweiten Generation sind sehr ermutigend und stellen einen wichtigen Meilenstein für deren weitere Entwicklung dar.“

Im Anschluss an die derzeitige präklinische Entwicklung von CV2CoV wird voraus­sichtlich im vierten Quartal 2021 eine klinische Phase 1-Studie beginnen. Das wiederum bedeutet: Bis der Impfstoff ausreichend erforscht ist und an eine Zulassung gedacht werden kann, dauert es noch – vermutlich bis mindestens Anfang 2022. Die erste Generation des Corona-Impfstoffes scheint Geschichte zu sein.

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