Coronavirus in Deutschland

Bye bye, Maskenpflicht? Gesundheitsminister Spahn mit Hammer-Forderung

  • Simon Mones
    VonSimon Mones
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Die Maskenpflicht in Deutschland könnte bald abgeschafft werden. Das fordern zumindest mehrere Politiker.

Wer aktuell durch deutsche Innenstädte spaziert, der wird - wie in Heilbronn* - früher oder später zur Maske greifen müssen. Denn in vielen Fußgängerzonen herrscht eine Maskenpflicht. Doch das könnte sich womöglich bald ändern. Ein Ende der Maskenpflicht scheint näher zu rücken.

Dafür hat sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in einem Interview mit den Zeitungen der Funke Medien Gruppe ausgesprochen. Allerdings solle die Pflicht, Mund und Nase auf öffentlichen Plätzen zu bedecken, nicht sofort wegfallen, sondern schrittweise aufgehoben werden. „Bei den fallenden Inzidenzen sollten wir gestuft vorgehen: In einem ersten Schritt kann die Maskenpflicht draußen entfallen“, erklärte Spahn.

Coronavirus: Spahn für Ende der Maskenpflicht - aber nur unter Bedingungen

In Regionen mit einer sehr niedrigen Inzidenz oder einer hohen Impfquote könnte die Maskenpflicht dann „nach und nach auch drinnen“ wegfallen. Spahn stellte aber auch klar, dass das Tragen von Masken auch ohne Pflicht weiter zu empfehlen sei, etwa bei Reisen oder Treffen in Innenräumen*, wie auch heidelberg24.de* berichtet.

Noch sicherer seien Treffen nur, wenn alle Anwesenden entweder gegen das Coronavirus geimpft oder regelmäßig getestet seien. Spahn ist jedoch nicht der erste Politiker, der sich dafür ausspricht, die Maskenpflicht aufzuheben. Bereits am Wochenende hatte Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki* (FDP) laut der Deutschen Presse-Agentur gefordert, bald auf das verpflichtende Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes zu verzichten.

Coronavirus: Politker fordern Ende der Maskenpflicht - Baden-Württemberg reagiert

Und auch der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach ist mittlerweile auf den Zug aufgesprungen. Er unterstützt Jens Spahns Forderungen nach einem schrittweisen Ende der Maskenpflicht. Gegenüber dem ZDF-„Morgenmagazin“ sagte er, in Außenbereichen sei es bei den aktuellen Inzidenzen in vielen Bereichen nicht mehr sinnvoll und nicht mehr nötig. Wenn Fußgängerzonen nicht überfüllt seien, sei der Verzicht auf Masken „ohne Wenn und Aber machbar“.

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) forderte derweil von den Bundesländern, die Verhältnismäßigkeit der Maskenpflicht angesichts der sinkenden Corona-Infektionszahlen zu überprüfen In Baden-Württemberg will man dieser Forderung nun nachkommen und die Maskenpflicht vereinfachen. Ein Sprecher der Landesregierung bestätigte der dpa einen entsprechenden Bericht der Heilbronner Stimme.

Angesichts niedriger Inzidenzen gibt es Forderungen nach Abschaffung der Maskenpflicht.

In der kommenden Überarbeitung der Corona-Verordnung* soll es wegen der sinkenden Inzidenzen in Baden-Württemberg* eine neue Systematisierung geben, mit der etwa bei der Maskenpflicht zwischen Innenräumen und Außenbereichen unterschieden wird. Zudem will man über die Maskenpflicht im ÖPNV und in den Schulen beraten. *echo24.de und heidelberg24.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Peter Kneffel/dpa/picture alliance

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