Unterschied zwischen Geimpften und Ungeimpften

Ansteckung mit Corona immer wahrscheinlicher – deutliche RKI-Warnung

  • Julia Thielen
    VonJulia Thielen
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Das Robert-Koch-Institut sieht eine Gefahr in den erneut massiv steigenden Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Das beträfe jeden Einzelnen.

Es ist eine lautlose und unsichtbare Gefahr. Immer noch. Die Rede ist vom Coronavirus. Auch mehr als anderthalb Jahre nach Ausbruch bestimmt die Pandemie das Geschehen auf der Welt. Auch in Deutschland steigen die Zahlen aktuell wieder an. Damit nimmt auch die Gefahr, sich anzustecken, deutlich zu. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat deshalb noch einmal eine ausdrückliche Warnung ausgesprochen.

„Bei den gegenwärtigen Sieben-Tage-Inzidenzen besteht eine zunehmende Wahrscheinlichkeit infektiöser Kontakte“, heißt es im jüngsten Wochenbericht von Donnerstagabend. In Baden-Württemberg beispielsweise liegt diese inzwischen wieder bei 171,1. Auch die Lage auf den Intensivstationen spitzt sich erneut zu.

Corona: Ansteckung immer wahrscheinlicher - RKI warnt

Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha machte dafür zuletzt die Menschen verantwortlich, die sich bewusst nicht gegen Corona impfen lassen. Auch das RKI sieht das Problem vor allem bei den Ungeimpften. Ein deutlicher Unterschied zu den Geimpften sei erkennbar, hieß es unter Berufung auf eigene Berechnungen.

Das RKI verglich die jeweiligen Inzidenzen in der ungeimpften und vollständig geimpften Bevölkerung. Demnach sei ein „ausgeprägter Effekt“ der Corona-Impfung zum Verhindern von einer Covid-19-Infektion und Krankenhausaufenthalten belegt.

Corona: RKI sieht Beleg für Effekt der Impfungen

So hätten in der geimpften Bevölkerung sowohl die wöchentliche Inzidenz der Fälle mit Symptomen als auch die Inzidenz der Krankenhausaufnahmen deutlich unter den jeweiligen Werten der ungeimpften Bevölkerung gelegen, hieß es. Dies gelte für die beiden analysierten Altersgruppen (18 bis 59 und ab 60 Jahre) und im gesamten Untersuchungszeitraum von Mitte Juli bis Mitte Oktober.

Das RKI empfahl deshalb noch einmal „dringend“, sich gegen Corona impfen zu lassen und auf den vollständigen Impfschutz zu achten. Bei den meisten Impfstoffen sind dafür zwei Dosen nötig.

Die Möglichkeit der Auffrischimpfung solle von den Gruppen genutzt werden, denen die Ständige Impfkommission dies empfiehlt, hieß es. Wer leichte Symptome habe, solle zu Hause bleiben und sich testen lassen, möglichst mit PCR, twitterte das RKI. Das gelte auch für Geimpfte. Nicht notwendige Kontakte sollten reduziert und die Verhaltensregeln zum Schutz vor Infektionen konsequent eingehalten werden.

Rubriklistenbild: © dpa

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