Corona-Infektion

Neues Corona-Symptom? Infektionsfall überrascht Ärzte

  • Christina Rosenberger
    VonChristina Rosenberger
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Ein Mann wird in eine Klinik eingewiesen - doch erst im Nachhinein wird klar: Er hat Corona. Die Symptome sind nicht typisch für Covid-19.

Husten, Niesen, Halsschmerzen, der Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn - diese Symptome gelten als „klassisch“ für eine Corona-Infektion und treten sehr häufig auf. Doch jetzt sind Ärzte in Berlin auf ein mögliches weiteres Merkmal von Sars-CoV-2 gestoßen.

Corona ist in Deutschland und Baden-Württemberg weiter auf dem Vormarsch. Die Covid-19-Zahlen steigen wieder und die gefährliche, hochansteckende Omikron-Variante breitet sich zunehmend aus. Doch wie kann eine Corona-Infektion überhaupt verlässlich erkannt werden? Diese Frage stellen sich auch Experten, denn in Berlin wurde nun ein 35-Jähriger in eine Klinik eingeliefert - wegen mehrerer Ohnmachtsanfälle.

Neues Corona-Symptom: Ohnmachtsanfälle als Früh-Warnzeichen?

Vor Ort, bei der Untersuchung, stellte sich dann heraus, dass der Mann Corona-positiv war - ansonsten fehlte ihm laut der Ärztezeitung nichts. Nun gehen die Mediziner wohl davon aus, dass ein Zusammenhang zwischen den Ohnmachtsanfällen und dem Virus besteht.

Konkret heißt es in dem Bericht, der Zusammenhang stelle sich wegen „reproduzierbarer Umstände, unter denen sich die Synkope manifestiert, der eindeutigen chronologischen Korrelation der Symptome mit der Sars-CoV-2-Infektion und dem Nichtvorhandensein von Eigenschaften, die auf eine strukturelle Herzerkrankung hindeuten.“

Neues Corona-Symptom: Ohnmacht schon früher als Symptom erkannt

Und die Berliner Mediziner sind nicht die ersten, die einen Zusammenhang zwischen Corona und Ohnmachtsanfällen feststellen. In der Auswertung von 37 Corona-Studien mit insgesamt fast 14.500 Patienten im vergangenen Jahr bestätigte sich, dass eine Synkope - also eine Ohnmacht - in 4,2 Prozent der Corona-Infektionen auftritt und dann sogar als Hauptsymptom wahrgenommen wird.

Was ist eine Synkope?

Bei einer Synkope, umgangssprachlich auch Ohnmacht oder Kollaps genannt, wird das Gehirn kurzzeitig nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt und es kommt zur Bewusstlosigkeit. Tiefe und Länge der Bewusstlosigkeit können variieren, die meisten Betroffenen sind jedoch rasch wieder ansprechbar. (Quelle: tk.de)

Forscher aus Italien, Portugal und Spanien stellten so fest, dass Ohnmachtsanfälle sogar ein Früh-Warnzeichen einer Corona-Infektion sein können. Demnach trat der Bewusstseinsverlust durchschnittlich drei Tage vor dem positiven Corona-Test auf. Betroffen seien hier eigentlich besonders Menschen ab 60 Jahren. Im Rahmen der Studie kam das Symptom unter den 18- bis 44-Jährigen nicht vor.

Rubriklistenbild: © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

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