Wer das Angebot nutzen kann

Corona-Tests wieder kostenlos: Wer die Bürgertests jetzt nutzen kann

  • Christina Rosenberger
    VonChristina Rosenberger
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Die Corona-Pandemie ist wieder in vollem Gange - und die Regierung passt erneut Maßnahmen an.

Das Coronavirus breitet sich weiter aus. Auch die Impfkampagne hat die vierte Welle bisher nicht gestoppt, die Inzidenzen steigen auch in Baden-Württemberg immer weiter an. Außerdem sind die Intensivstationen mittlerweile wieder an ihrer Belastungsgrenze und Krankenhäuser wie die SLK-Kliniken Heilbronn müssen ihren regulären Betrieb einschränken, um die Corona-Patienten in den Intensivbetten ausreichend betreuen zu können.

Viele Politiker und Gesundheitsexperten geben die Schuld an der explosionsartigen Entwicklung der Corona-Zahlen den Ungeimpften. Deshalb setzte die Bundesregierung auch etwa vor einem Monat die kostenlosen Tests für diese Personengruppe aus. Die Begründung: Es gebe ja ein Impfangebot, das jeder nutzen könne. Deshalb seien kostenlose Tests für die breite Bevölkerung nicht mehr nötig.

Corona-Tests wieder kostenlos: Wer die Bürgertests jetzt wieder nutzen kann

Doch nun die Kehrtwende: Der Bund führt ab sofort die kostenlosen Bürgertests wieder ein - und zwar auf breiter Froht und unabhängig vom Impf- oder Genesenenstatus. Die Testbescheinigungen können dann auch wieder als Nachweis dienen, wenn für Restaurant-, Kino- oder Friseurbesuche die 3G-Regel gilt.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erklärte in Berlin, das Angebot zum Testen vor Ort werde nun wieder nach und nach ausgebaut. Denn vielerorts wurden in den vergangenen Wochen Teststationen aufgegeben, die nun teilweise wieder aktiviert werden können.

Corona-Tests wieder kostenlos: Dennoch drohen strengere Maßnahmen

Mit dem Test-Angebot sollen jetzt Ansteckungen wieder frühzeitiger erkannt - und vor allem verhindert - werden. Weil die Infektionszahlen und Belegungsraten der Intensivstationen zuletzt so weit in die Höhe geschnellt waren, fordert mittlerweile auch das Robert-Koch-Institut (RKI) die Rückkehr zu massiven Einschränkungen und rief alle Bürger auf, ihre Kontakte zu reduzieren.

Spahn forderte derweil vor den Bund-Länder-Beratungen am Donnerstag ein schnelles Gegensteuern. In Baden-Württemberg stehen mittlerweile strengere Regeln für Ungeimpfte bevor. Die Alarmstufe könnte in den nächsten Tagen in Kraft treten. Dann wäre auch die Debatte um die Maskenpflicht am Platz in Schulen automatisch geklärt.

Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte/dpa

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