Sonderregeln für Osterfeiertage

Corona-Regeln an Ostern 2021: Entscheidung zu Ruhetagen gefallen

  • Anna-Maureen Bremer
    vonAnna-Maureen Bremer
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  • Julia Thielen
    Julia Thielen
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Zu Ostern sollte es erst Sonderregeln geben, dann einen Knallhart-Lockdown. Jetzt kippte Bundeskanzlerin Angela Merkel diesen Beschluss.

Update, 24. März, 15.00 Uhr: Die Ruhetage am Gründonnerstag und Karsamstag sind gekippt – in einer Regierungserklärung hat Bundeskanzlerin Angela Merkel bekannt gegeben, dass der Hammer-Lockdown über die Feiertage so nicht umsetzbar ist. Sie entschuldigte sich für die Verwirrung und gab den Alternativplan bekannt.

Wenn Corona-Inzidenzen über 100 springen, soll die Notbremse immer und ohne Ausnahme konsequent gezogen werden. Bei hohen Inzidenzzahlen sollen außerdem Ausgangssperren und Kontaktbeschränkungen eingeführt werden. Zusätzlich soll großflächig getestet und die Impfkampagne schneller vorangetrieben werden. Wie diese Regeln für Baden-Württemberg konkret umgesetzt werden, will Ministerpräsident Winfried Kretschmann in einer gesonderten Erklärung bekannt geben.

Knallhart-Lockdown gekippt: Bundeskanzlerin Angela Merkel ruft zu neuem Bund-Länder-Gipfel

Update, 24. März: Was ein unerwarteter Paukenschlag am heutigen Mittwochvormittag! Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die umstrittenen Regelungen für Ostern 2021 gekippt. Spontan rief sie die Länderchefs heute zum Corona-Gipfel 2.0 zusammen. Jetzt soll nachgeschärft werden. Der geplante Knallhart-Lockdown (siehe unten; Update vom 23. März) ist damit erst einmal wieder vom Tisch.

Ostern im Lockdown: Harte Regeln beim Corona-Gipfel beschlossen

Update, 23. März: Wer zu Ostern auf Lockerungen gehofft hatte, der bekommt mit den Ergebnissen des gestrigen Corona-Gipfels einen Schlag ins Gesicht. Die Regierung hat sich vorgenommen, die dritte Wellte zu brechen und lässt über die Osterfeiertage alles andere als locker! „Ruhetage“ werden eingeführt, es gibt Kontaktbeschränkungen und auch die „Notbremse“ soll greifen, wenn die Inzidenz den kritischen Wert von 100 überschreitet. Winfried Kretschmann will sich heute dazu äußern, was das für Baden-Württemberg bedeutet.

Und die Oster-Gottesdienste? Die sollen nur virtuell stattfinden. „Ansammlungen im öffentlichen Raum werden dem Beschluss zufolge in dieser Zeit generell untersagt. Wo bereits Außengastronomie offen ist, muss sie für diese fünf Tage wieder geschlossen werden“, das berichtet der SWR. „Kirchen und Religionsgemeinschaft werden gebeten, an Ostern nur Online-Angebote für die Gläubigen zu machen. Nur Impf- und Testzentren sollen offen bleiben.“

Für Ostern gilt zusammengefasst:

  • Soziale Kontakte werden an Ostern nochmal reduziert.
  • Es werden „Ruhetage“ definiert: 1. April (Gründonnerstag) und 3. April (Samstag).
  • Fünf zusammenhängenden Tage gilt: #WirBleibenZuHause.
  • Private Zusammenkünfte: Maximal zwei Hausstände höchstens aber fünf Personen. Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgezählt. Paare gelten als ein Haushalt.
  • Untersagt sind Ansammlungen im öffentlichen Raum.
  • Geöffnete Außengastronomie wird wieder geschlossen.
  • Nur der Lebensmitteleinzelhandel im engen Sinne wird am Samstag geöffnet. Es gelten ansonsten die üblichen Feiertagsregelungen für Öffnungen.
  • Religionsgemeinschaften sollen Versammlungen nur virtuell durchzuführen.
  • Alle möglichen Öffnungen anhand der Beschlüsse vom 3. März werden auf den 6. April verschoben.
  • Impf- und Testzentren bleiben geöffnet.

Regel-Schock für Ostern 2021 - wohl doch keine Sonder-Lockerungen

Update, 22. März, 16.30 Uhr: Die ersten Infos von der Besprechung der Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel glichen gleich einmal einem Paukenschlag. Denn: Von dem vorab durchgesickerten Entwurf für mögliche Beschlüsse ist nicht viel übrig geblieben. Stattdessen wurde offenbar einiges direkt gekippt. Darunter auch die geplanten Sonderregeln für Ostern 2021.

Demnach könnte Ostern 2021 doch wieder ein einsames Ostern - wie schon im Vorjahr - werden. Lockerungen der strengen Corona-Regeln wie zu Weihnachten soll es laut dem Corona-Gipfel nun offenbar doch nicht geben. Damit wären die zuvor angestrebten Möglichkeiten für Familienbesuche im engsten Kreis dahin.

Ostern 2021: Entwurf für Corona-Gipfel durchgesickert - Lockerungen geplant

Erstmeldung, 22. März, 16 Uhr: Seit 14 Uhr heißt es für die Länderchefs und Bundeskanzlerin Angela Merkel wieder: Ring frei. Denn beim Corona-Gipfel wird wohl erneut wortwörtlich um die Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie gerungen. Per Videoschalte stehen die Corona-Regeln, Lockerungen, aber angesichts einer dritten Welle wohl erneut eher Verschärfungen zur Diskussion. Auch, ob es zu Ostern 2021 in Deutschland Sonderregeln geben wird, ist Teil der Beschlussvorlage für das Bund-Länder-Treffen am heutigen Montag, 22. März. Erste Details hierzu sind bereits durchgesickert.

Kurz vor Ostern fühlt man sich aktuell an die Feiertage im vergangenen Jahr erinnert. 2020 galten wegen der Corona-Lage in Deutschland schon einmal strenge Regeln - und der erste Lockdown in der Pandemie. Damit einher gingen auch Kontaktbeschränkungen. Auch in diesem Jahr wird es zu Ostern wieder harte Maßnahmen gegen das Coronavirus geben.

Ostern 2021: Sonderregeln - was trotz Lockdown erlaubt sein soll

Allerdings sieht eine Beschlussvorlage, die dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt, des Corona-Gipfels wie schon zu Weihnachten Sonderregeln vor. Demnach sollen über Ostern 2021 mehr Kontakte erlaubt sein. Damit würden sich Ostersonntag und Ostermontag in diesem Jahr deutlich von 2020 unterscheiden. Denn: Verwandtenbesuche wären möglich.

In der Beschlussvorlage heißt es laut der Deutschen Presse-Agentur wörtlich: „Daher werden die Länder vom 2. April bis zum 5. April 2021 - als Ausnahme von den sonst geltenden Kontaktbeschränkungen - Treffen mit vier über den eigenen Hausstand hinausgehenden Personen zuzüglich Kindern im Alter bis 14 Jahre zulassen.“ Damit dürften an Ostern auch folgende Personen außerhalb des eigenen Haushalts zusammenkommen:

  • Ehegatten, Lebenspartner und Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft
  • Verwandte in gerader Linie: Geschwister, Geschwisterkinder, deren jeweilige Haushaltsangehörige

Ostern 2021: Sonderregeln vom Lockdown? Familienbesuche vielleicht möglich

Sollte dieser Beschluss tatsächlich beim Corona-Gipfel getroffen werden, würden die Länderchefs und Angela Merkel vor allem den Familien in Deutschland eine Perspektive für die Osterfeiertage geben. Karfreitag, Karsamstag, Ostersonntag und Ostermontag könnten Verwandtenbesuche dann unabhängig von der aktuellen Corona-Lage möglich sein. Dass dies funktioniere ohne eine Explosion der 7-Tages-Inzidenz zu riskieren, habe Weihnachten gezeigt.

FeiertagDatum
Karfreitag2. April 2021
Ostersonntag4. April 2021
Ostermontag5. April 2021

Dennoch soll angesichts der Ostertage laut Beschlussentwurf auch weiterhin der dringende Appell seitens Bund und Ländern gelten, „auf nicht zwingend notwendige Reisen im Inland und auch ins Ausland zu verzichten“. Und weiter heißt es: „Das Auftreten von verschiedenen Covid-19-Varianten und deren weltweite Verbreitung haben gezeigt, dass der grenzüberschreitende Reiseverkehr auch weiterhin auf das absolut erforderliche Mindestmaß begrenzt werden muss.“

Ostern 2021: Was an Feiertagen in Sachen Kontakte und Urlaub erlaubt sein soll

Damit könnte Urlaub zu Ostern 2021 erneut schwierig werden. Die Bundesregierung will laut Beschlussvorlage für den Corona-Gipfel „zügig im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten entscheiden, in welchen Fällen eine Testpflicht und in welchen Fällen eine Quarantäne bei Einreise unabhängig von Inzidenzen im Reiseland erforderlich ist“. Das zielt wohl vor allem auf die umstrittenen Mallorca-Reisen ab.

Allerdings wird letzteres wohl für heftige Diskussionen beim Corona-Gipfel sorgen. Auch „kontaktarmer Urlaub“, wie ihn SPD-Länder ins Gespräch gebracht haben, steht noch zur Debatte. Dieser zielt auf die Möglichkeit ab, Urlaub in Ferienwohnungen oder -häusern, Appartements oder Wohnmobilen zu machen, sofern diese über eigene sanitäre Anlagen verfügen und Urlauber sich dort auch mit Essen versorgen können. Es wäre eine Möglichkeit, an Ostern doch noch Urlaub planen zu können.

Rubriklistenbild: © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

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