Robert Koch-Institut mit Wochenbericht

Coronavirus: Diese Menschen landen besonders häufig auf der Intensivstation

Eine Intensivpflegerin versorgt auf einer Intensivstation einen an Covid-19 erkrankten Patienten
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Die Corona-Inzidenzen steigen weiter - doch eine bestimmte Personengruppe hat besonders oft mit schweren Krankheitsverläufen zu kämpfen - aus einem bestimmten Grund. (Archivbild).
  • Christina Rosenberger
    VonChristina Rosenberger
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Die Corona-Inzidenzen steigen wieder - damit einhergehend landen auch wieder mehr Menschen wegen Covid-19 auf den Intensivstationen. Eine Gruppe ist besonders betroffen...

Es dreht sich alles um Corona - noch immer steht Baden-Württemberg und ganz Deutschland unter dem Einfluss der Pandemie. Seit einigen Wochen steigt die 7-Tage-Inzidenz im Südwesten wieder. Doch was mittlerweile für das gesellschaftliche Leben viel wichtiger erscheint, als der reine Infektionswert ist die Impfquote. Das hat gleich mehrere Gründe.

Zum einen - und das ist wohl der wichtigste Grund - werden gegen Corona geimpfte Menschen viel seltener von einer schweren Covid-19-Infektion getroffen. Das bedeutet, sie landen auch seltener auf den Intensivstationen der Krankenhäuser. Zum anderen tragen Geimpfte häufig viel weniger Viruslast in sich und können andere Menschen somit weniger leicht anstecken. Wegen dieser beiden Faktoren will beispielsweise die Baden-Württembergische Landesregierung ab der kommenden Woche (Montag, 13. September) die Corona-Verordnung ändern. Dann spielt die Belegung der Intensivbetten eine große Rolle. Ab einer bestimmten Belegungszahl soll dann die 2G-Regel gelten.

Corona: Besonders viele Intensivpatienten kommen aus dieser Personengruppe...

Dass diese Regelung rein rechnerisch gesehen definitiv ihre Berechtigung hat, zeigen aktuelle Zahlen des Robert Koch-Instituts. Diese besagen, dass besonders jüngere Menschen - also Personen im Alter von 18 bis 59 Jahren - von Mitte August bis Anfang September häufig auf Intensivstationen landeten. Genau in dieser Gruppe von Menschen ist die Impfquote verhältnismäßig niedrig, erklärt das RKI in seinem Wochenbericht.

Konkret spricht das RKI davon, dass in der Gruppe der 18- bis 59-Jährigen aktuell fast 67 Prozent vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind. Die Impfquote bei den über 60-Jährigen liegt mit 83 Prozent viel höher. Diese Unterschiede lassen sich natürlich darauf zurückführen, dass sich ältere Menschen zuerst impfen lassen konnten. Unter den Kindern sind dagegen erst rund 24 Prozent der 12- bis 17-Jährigen immunisiert. Sie erhielten erst Mitte August eine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission. Für Kinder bis 12 Jahre ist noch gar kein Impfstoff zugelassen.

Coronavirus: Impfquote stagniert - RKI-Chef Wieler mit dringendem Appell

Generell ist die Impfquote in der vergangenen Woche allerdings nur geringfügig gestiegen - von 61 auf 62 Prozent. Und das, obwohl mittlerweile genügend Impfstoff vorhanden ist und auch immer wieder besondere Impfaktionen stattfinden. Deshalb forderte auch Lothar Wieler, der Chef des Robert Koch-Instituts, erneut dazu auf, sich gegen Corona impfen zu lassen.

Besonders Menschen zwischen 35 und 59 Jahren scheinen dabei hinterherzuhinken. Diese Gruppe macht den größten Teil der Menschen aus, die aktuell als Covid-Patienten ins Krankenhaus kommen. Generell werden laut Robert Koch-Institut momentan 1.400 Kranke wegen Corona im Krankenhaus behandelt - zum Vergleich: In der Weihnachtszeit 2020 gab es rund 5.760 Intensivpatienten auf deutschen Covid-19-Stationen.

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