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Corona-Impfung: Stiko-Empfehlung für Fünf- bis Elfjährige – mit Besonderheit

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Von: Christina Eppel

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Lange forderten Politiker die allgemeine Impfempfehlung für Kinder im Grundschulalter – nun gibt es eine „finale Empfehlung“.

Ist das Coronavirus in Deutschland besiegt? Man könnte es meinen, denn seit einigen Wochen sind die allermeisten Maßnahmen in Baden-Württemberg und ganz Deutschland aufgehoben. Bund und Länder hatten im Februar beschlossen, in einem 3-Stufen-Plan die Regeln und Einschränkungen nach und nach fallen zu lassen. Doch die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland liegt noch immer bei über 300 (Stand: 24. Mai 2022) und die Impfungen sind nach wie vor Thema.

Im Fokus aktuell: Corona-Impfungen bei Kindern. Denn es ist zwar schon seit Dezember 2021 möglich, Kinder ab fünf Jahren impfen zu lassen, doch eine allgemeine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) gab es bisher nicht. Die Gesundheitsexperten empfahl den Piks lediglich für solche Fünf- bis Elfjährige, bei denen Vorerkrankungen wie starkes Übergewicht, bestimmte chronische Lungenerkrankungen, Tumorerkrankungen oder das Down-Syndrom vorliegen.

Corona-Impfung bei Fünf- bis Elfjährigen: Stiko mit allgemeiner Empfehlung

Ebenso konnten sich bisher Kinder in diesem Alter gegen das Coronavirus impfen lassen, die in einem Haushalt mit Risikopatienten leben. Auch die Immunisierung auf ausdrücklichen Wunsch der Eltern war grundsätzlich möglich. Doch nun hat die Stiko letztendlich doch noch die allgemeine Corona-Impfempfehlung für alle gesunden Kinder zwischen 5 und 11 Jahren ausgesprochen. Es gibt allerdings einen Unterschied zum Impfschema bei anderen Gruppen.

Es soll, so die Deutsche Presse-Agentur (dpa), zunächst nur eine mRNA-Impfstoffdosis pro gesundem Kind verabreicht werden. So eine Mitteilung der Stiko vom Dienstag. Weiter heißt es, die Impfung solle „vorzugsweise“ mit dem Präparat von Biontech erfolgen – in reduzierter Dosis. Stattdessen ist laut Zulassung für Sechs- bis Elfjährige ebenfalls die Verwendung des Moderna-Impfstoffes möglich.

Corona-Impfung bei Fünf- bis Elfjährigen: Was passiert nach der Erstimpfung?

Die Impfempfehlung gegen das Coronavirus für Fünf- bis Elfjährige wurde tatsächlich nicht wegen der aktuellen Infektionszahlen ausgesprochen, sondern vorsorglich schon jetzt für die kälteren Jahreszeiten. Dann erwartet das Gremium einen erneuten Anstieg von Corona-Infektionen. Vonseiten der Stiko heißt es hierzu: „Die zunächst einmalige Impfung zielt darauf ab, jetzt eine möglichst gute Basisimmunität aufzubauen.“ Falls es nötig werden sollte, den Impfschutz zu verbessern, könne das dann mit einem längeren Impfabstand zwischen Erst- und Zweitimpfung rasch erfolgen.

Die zunächst einmalige Impfung zielt darauf ab, jetzt eine möglichst gute Basisimmunität aufzubauen.

Mitteilung der Ständigen Impfkommission (Stiko)

Bedeutet: Zwar ist zunächst nur eine Impfdosis zur Grundimmunisierung für Fünf- bis Elfjährige vorgesehen, doch das ist demnach nicht das Endziel. Nur ein längerer Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung soll laut Stiko erfolgen. Durch einen solchen längeren Abstand würden dann „eine bessere Schutzwirkung und ein länger anhaltender Schutz“ greifen, hieß es.

Auch die Wahrscheinlichkeit einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) nach der eventuell später notwendigen Zweitimpfung könne durch einen längeren Impfabstand in dieser Altersgruppe, in der das Risiko ohnehin viel geringer als bei Jugendlichen und Erwachsenen sei, weiter reduziert werden. Die Experten der Ständigen Impfkommission stellen außerdem in Aussicht, die Vervollständigung der Grundimmunisierung und die Booster-Impfung bei Kindern erneut zu bewerten.

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