Vakzin auch für die Kleinen

Corona-Impfung für Kinder mit Biontech: Mögliche Nebenwirkungen

  • Anna-Maureen Bremer
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Ab jetzt werden auch Kinder gegen das Coronavirus geimpft. Viele sorgen sich um die Nebenwirkungen. Das RKI äußert sich dazu.

Auch Kinder werden nun im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus mit dem Impfstoff von Biontech geimpft. In Heilbronn haben die ersten jungen Impflinge ihr Vakzin verabreicht bekommen. Die Stiko empfiehlt die Impfung für Kinder, da sich vor allem in Schulen und Kitas zeigt, wie schnell sich das Virus ausbreiten kann – allerdings gibt es Einschränkungen für Kinder. Natürlich machen sich besonders Eltern auch Gedanken darüber, welche Nebenwirkungen nach der Impfung auftreten können. Das RKI äußert sich dazu.

Auf der Internetseite des RKI heißt es zu den möglichen Nebenwirkungen: „Wie bei jeder Impfung, können auch nach der COVID-19-Impfung mit Comirnaty (BioNTech/Pfizer) bei Kindern und Jugendlichen Impfreaktionen und unerwünschte Wirkungen auftreten. Insgesamt sind die Impfreaktionen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen vergleichbar.“

Corona-Impfung für Kinder mit Biontech: Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Das RKI schreibt weiter, dass durchaus bekannt ist, dass der mRNA-Impfstoff Comirnaty oft starke körperliche Reaktionen bei den geimpften Personen hervorruft. Die Nebenwirkungen lassen aber in der Regel nach wenigen Tagen auch ohne Behandlung nach und sind ein Zeichen dafür, dass das Immunsystem auf das Vakzin reagiert und einen Schutz aufbaut. Es gebe auch unerwünschte Nebenwirkungen wie zum Beispiel eine Herzmuskelentzündung. Diese seien sehr selten und auch nach einer Erkrankung an Covid-19 möglich.

  • Schmerzen an der Einstichstelle, Rötung, Schwellung (Lokalreaktionen) traten nach den beiden Impfstoffdosen etwa gleich häufig auf.
  • Abgeschlagenheit, Fieber, Kopfschmerz, Schüttelfrost, Übelkeit, Durchfall, Gelenk- und Muskelschmerzen (systemische Impfreaktionen) traten häufiger nach der zweiten Impfstoffdosis auf.
  • Lokalreaktionen sowie systemische Reaktionen traten zwischen dem 1. und 7. Tag nach Impfung auf und hielten nur wenige Tage an.
Ein neunjähriges Mädchen bekommt in Begleitung seiner Mutter den Impfstoff von Biontech/Pfizer verabreicht.

Ausführlich teilt das RKI außerdem mit: „Zu den häufigsten Impfreaktionen nach der Impfung mit Comirnaty zählten auf Basis der Zulassungsstudien bei Kindern und Jugendlichen Schmerzen an der Einstichstelle, Abgeschlagenheit sowie Kopfschmerzen. Die Reaktionen waren größtenteils mild bis moderat.“

Corona-Impfung für Kinder: RKI erklärt Nebenwirkungen von Biontech

Gelegentlich (zwischen 0,1 % und 1 %) traten Lymphknotenschwellungen auf, die auf den Impfstoff zurückgeführt wurden. Die Einnahme von fiebersenkenden Medikamenten (Antipyretika) gaben 14 % der 5- bis 11-Jährigen nach der ersten Impfstoffdosis und 20 % nach der zweiten Impfstoffdosis an; bei den 12- bis 15-Jährigen gaben dies 37 % nach der ersten Impfstoffdosis und 51 % nach der zweiten Impfstoffdosis an; bei den 16- bis 25-Jährigen waren es 32 % nach der ersten Impfstoffdosis und 46 % nach der zweiten Impfstoffdosis. „Anaphylaktische Reaktionen wurden weder bei den 5- bis 11-Jährigen und 12- bis 15-Jährigen noch bei den 16- bis 25-Jährigen beobachtet.“

Bei Kindern von 5 bis 11 Jahren seien in den Zulassungsstudien keine schweren Nebenwirkungen wie Herzmuskelentzündungen beobachtet worden, heißt es weiter. Um allerdings aussagekräftigere Ergebnisse zu seltenen und seltenen unerwünschten Wirkungen zu erzielen, müssten noch länger Daten erfasst werden.

Rubriklistenbild: © Daniel Reinhardt/dpa

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