Corona-Impfung für Kinder

Corona-Impfstoff: EMA gibt Moderna für Kinder ab zwölf Jahren frei

Ein Arzt zieht eine Spritze mit dem Impfstoff von Moderna auf
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Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat den Corona-Impfstoff von Moderna für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren freigegeben. (Symbolbild)
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    VonLisa Klein
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Bislang war nur der Corona-Impfstoff von Biontech ab zwölf Jahren zugelassen. Heute hat die EMA auch das Moderna-Vakzin für Kinder und Jugendliche freigegeben.

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat am Freitag (23. Juli) das „Go“ für den Einsatz des Corona-Impfstoffs von Moderna bei Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren gegeben, wie zuerst die Tagesschau berichtet hat. Der zuständige EMA-Ausschuss hat eine Erweiterung der Zulassung empfohlen.

Die finale Entscheidung muss nun noch von der EU-Kommission gefällt werden, dies ist allerdings nur eine Formalie. Sobald die Entscheidung der EU-Kommission bekannt gegeben wurde, darf der Corona-Impfstoff von Moderna auch in Deutschland an Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren verimpft werden.

Moderna: EMA gibt weiteren Corona-Impfstoff für Kinder ab zwölf Jahren frei

Aktuell ist bislang nur ein Corona-Impfstoff ab zwölf Jahren zugelassen, nämlich der des Herstellers Biontech/Pfizer. Am 28. Mai hat die EMA den Biontech-Impfstoff auch für Kinder und Jugendliche ab zwölf zugelassen, zuvor wurde dieser nur an Jugendliche ab 16 Jahren verimpft. Mit Blick auf die Sommerferien und den anschließenden Start des neuen Schuljahres im Herbst appellieren Politiker und auch die Schulen selbst an alle Schüler, sich nach Möglichkeit impfen zu lassen. Denn auch weiterhin ist eine hohe Impfquote der beste Schutz.

Viele Neuinfektionen bei den unter 35-Jährigen: Schlechte Impfquote bei den Jungen

Bislang sieht die Impfquote bei der jüngeren Bevölkerung noch recht schlecht aus. Der Anstieg der 7-Tage-Inzidenz in Deutschland ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bisher vor allem bei Menschen zwischen 15 und 34 Jahren zu beobachten. Während sich die Werte in den Gruppen ab 60 Jahren in den vergangenen Wochen nur minimal und auf sehr niedrigem Niveau veränderten, verzeichnet das RKI für Jüngere relativ starke Zuwächse. Das geht aus einem wöchentlichen Covid-19-Lagebericht hervor, den das RKI neuerdings donnerstags vorlegt, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet.

Die höchste 7-Tage-Inzidenz von 32 in der vergangenen Woche verzeichnen laut Bericht die Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 15 und 24 Jahren. In dem Alter sind schwere Krankheitsverläufe von Covid-19 relativ selten. Dennoch stellt jeder Infizierte – egal in welchem Alter – ein Infektionsrisiko für alle dar, auch für die Älteren nicht geimpften Personen und Menschen, welche sich aus gesundheitlichen Gründen gar nicht impfen lassen können. Die Impfquoten bei den Menschen unter 60 sind zudem auch deutlich geringer als bei den über 60-Jährigen. In diesen Gruppen sind weniger als fünf Fälle pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen erfasst.

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