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Das sind die neuen Europa-Vakzine: Valneva, CoronaVac, Sputnik V & Sanofi

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Von: Dominik Jahn

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Valneva Sweden
Neue Impfstoffe für Europa 2022: Valneva, CoronaVac und Sputnik V © dpa/Henrik Montgomery/TT

Valneva, CoronaVac und Sputnik V warten auf Zulassung durch Europäische Arzneimittelagentur. Mit Sanofi macht ein Französischer Impfstoff Hoffnung fürs Boostern.

Auch zum Start ins Jahr 2022 dreht sich fast alles ums Impfen. Während die mRNA-Impfstoffe von Biontech und Moderna sowie der Vektorimpfstoff AstraZeneca bereits bekannt sind, hoffen andere Hersteller noch auf die Zulassung durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA): Valneva, CoronaVac und Sputnik V.

Zuletzt wurde Novavax für den europäischen Markt zugelassen. Für Deutschland steht inzwischen auch ein erster Liefertermin für die kommenden Wochen fest. Jetzt könnten bald weitere Impfstoffe folgen. Der Totimpfstoff von Valneva befindet sich aktuell im Rolling-Review-Verfahren der EMA und rechnet mit einer Zulassung im ersten Quartal des Jahres 2022.

Impfstoffe im Jahr 2022: Zulassung für CoronaVac und Sputnik V?

Bereits seit Mai 2021 steht das chinesische Vakzin CoronaVac im beschleunigten Prüfverfahren der Europäische Arzneimittelagentur. Wie auch Valneva wird der Impfstoff des Herstellers Sinovac zu den Totimpfstoffen gezählt. Aktuell wird das Präparat in Chile, Brasilien und der Türkei eingesetzt. Ob es auch den Weg nach Europa finden wird, bleibt fraglich, da letzte Studienergebnisse eine geringere Wirksamkeit als bei den bisher zugelassenen Covid-19-Impfstoffen aufweisen.

Seit März 2021 durchläuft der russische Vektorimpfstoff Sputnik V das Prüfverfahren der EMA. Eine Zulassung lässt weiter auf sich warten. Laut den zuständigen Stellen fehlen umfangreiche Daten zur Wirksamkeit, Sicherheit und Qualität. Möglich wäre eine Genehmigung im Frühjahr 2022. Doch schon im April 2021 äußerten sich Wissenschaftler kritisch zu dem Impfstoff.

Impfstoff-Zulassung gegen Ende 2022? Französischer Hersteller plant bereits

Und auch der Impfstoff Vidprevtyn vom französischen Hersteller Sanofi Pasteur steht bereits seit Juli 2021 in der Testphase der Europäische Arzneimittelagentur. Es handelt sich laut der Pharmazeutischen Zeitung um einen „rekombinant hergestellten, proteinbasierten Impfstoff“. Zuletzt befand man sich in der Test-Phase III mit über 37. 000 Probanden. Das Unternehmen rechnete mit einer Zulassung bereits im vierten Quartal des Jahres 2021. Wann es jetzt tatsächlich so weit sein kann, bleibt offen. Die EMA machte dazu bisher keine Angaben.

Erste Ergebnisse ergaben gerade fürs Boostern gute Werte und waren dabei laut Sanofi unabhängig vom Primärimpfstoff (AstraZeneca, Johnson & Johnson, Moderna, Pfizer/BioNTech). Der Hersteller nennt es die „bisher umfassendste Auffrischungsstudie, die die Auffrischimpfung bei verschiedenen Impfstofftechnologien untersucht, die für die Erstimpfung verwendet werden“.

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